In der ersten Jahreshälfte haben alle großen Roboter-Hersteller ihre neuen Top-Modelle ins Rennen geschickt. Unter anderem auch Roborock mit dem Saros 20, den ihr derzeit immer noch für 999 Euro im Angebot kaufen könnt. Falls euer Budget deutlich kleiner ist, hat der Hersteller auch andere Modelle auf Lager. Eine Alternative wäre zum Beispiel der brandneue Roborock Qrevo Edge 2.
Offiziell ist der mit 889,99 Euro bepreist, aktuell bekommt ihr ihn bei Amazon aber bedeutend günstiger. 639,99 Euro werden aufgerufen, womit sich der Roborock Qrevo Edge 2 in der guten Mittelklasse einordnet. Aber kann er auch in der Praxis punkten? Das haben wir in unserem Test für euch herausgefunden.
Vom Auspacken bis zur ersten Ausfahrt
Der Einstieg in die ganze Geschichte ist denkbar einfach und dürfte auch für Neulinge kein großes Problem sein. Der ordentlich verpackte Roborock Qrevo Edge 2 ist in wenigen Minuten einsatzbereit – im Prinzip müsst ihr nur die Bodenplatte einsetzen, die Station mit Strom versorgen und ein paar Schutzfolien entfernen.
Die Einrichtung erfordert natürlich die Roborock-App, die definitiv zu den besten ihrer Art gehört. In wenigen Minuten ist der Roboter mit dem heimischen WLAN verbunden und kann auf die Reise geschickt werden. Bei der ersten, schnellen Ausfahrt wird die Wohnung oder das Haus kartiert. Im Anschluss könnt ihr die Räume umbenennen, die Reinigungsabfolge ändern oder auch eigene Grenzen ziehen.

Roborock Qrevo Edge 2 punktet bei Navigation und Hinderniserkennung
Bei der ersten richtigen Reinigung hier im Büro konnte der Saugroboter ebenfalls punkten. Wir räumen nicht großartig auf, es liegen Kabel unter dem Sofa und in der Video-Ecke haben sich schon etliche Modelle festgefahren. Der Roborock Qrevo Edge 2 ist bisher problemlos von allen Ausflügen zurück in seine Station gefahren. Schwierigkeiten gibt es nur bei wirklich sehr kleinen Hindernissen, wir sprechen hier schon vom Legostein-Niveau. Das ist in dieser Preisklasse ein wirklich hervorragendes Ergebnis.
Das kann man auch rund um die Navigation behaupten. Der Roborock Qrevo Edge 2 gehört zu den besten seiner Klasse und fährt die Räume absolut intelligent ab. Auch Möbelbeine oder kleinere Schwellen können ihn nicht aus der Fassung bringen. Zwei Zentimeter hohe Schwellen sollten kein Problem sein, eine ausgewiesene Kletterfunktion hat der Roboter allerdings nicht. Hier muss man dann schon tiefer in die Tasche greifen.

Keine Abstriche muss man bei der Bauhöhe machen. Der Roborock Qrevo Edge 2 kann seinen Laserturm einfahren und ist dann weniger als 8 Zentimeter groß. Das ist ein absoluter Top-Wert, der im Prinzip nur von Roborock erreicht wird.
Sehr starke Saugleistung, aber Schwächen beim Wischen
Mit einer Saugleistung von 25.000 Pascal gehört der Roborock Qrevo Edge 2 auf dem Papier nicht zu den absoluten Spitzenreitern. Aber macht das in der Praxis wirklich einen Unterschied? Auf Hartböden definitiv nicht. Hier konnte der Saugroboter in unserem Test über 99 Prozent des verteilten Schmutzes aufsaugen. Sehr hilfreich war dabei die KI-Erkennung für besonders verschmutzte Bereiche, die der Roboter dann mehrfach überfährt. Selbstverständlich kann er in Ecken auch die Seitenbürste ausfahren.
Auch auf Teppichen macht der Roborock Qrevo Edge 2 eine sehr gute Figur. Hier konnte er über 90 Prozent Schmutz aufsaugen, was ein richtig gutes Ergebnis ist. Und besonders praktisch: Beim Saugen kann er die Wischpads in der Station zurücklassen. Das funktioniert auch automatisch bei kleineren oder größeren Teppichen. Ebenfalls sehr klasse: An der geteilten Hauptbürste verheddern sich keine Haare.

Nur ein durchschnittliches Ergebnis hat der Roborock Qrevo Edge 2 beim Wischen erzielt. Insbesondere hart angetrocknete Flecken, beispielsweise Kaffee, hat er nicht wirklich gut entfernen können. Hier greife ich persönlich aber ohnehin lieber schnell zu einem Lappen, bevor der Roboter sich 10 Minuten lang vergeblich mit so einer Verschmutzung beschäftigt. Ein Blick in den Abwassertank zeigt: Den alltäglichen Schmutz, der beispielsweise von Schuhen ins Haus getragen wird, entfernt der Roboter gut. Und natürlich kann ein Wischpad auch bis zum Rand ausgefahren werden.
Schicke Basisstation mit Heißwasser-Moppwäsche
Die Wischpads werden anschließend in der Station gereinigt, wobei 80 Grad heißes Wasser zum Einsatz kommt. Zusätzliches Reinigungsmittel aus einem separaten Tank verwendet Roborock bei seinem Mittelklassemodell allerdings nicht – ein weiterer kleiner Unterschied zu den Top-Geräten. Getrocknet werden die Wischpads anschließend mit heißer Luft.
Die beiden Wassertanks können einfach nach oben aus der durchaus schicken und nicht zu wichtigen Station entnommen werden. Mein Tipp: Ein kleiner Schuss Essig-Essenz im noch leeren Schmutzwassertank hilft dabei, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Insbesondere dann, wenn ihr den Tank nicht immer direkt nach einer Reinigung entleert, sondern erst dann, wenn das Frischwasser aufgebraucht ist.

Roborock Qrevo Edge 2 punktet mit Zuverlässigkeit
Auch wenn die Wischleistung nicht ganz so gut ist wie bei den Top-Modellen, ist der Roborock Qrevo Edge 2 eine absolute Empfehlung. Und nicht nur der Preis macht ihn interessant, sondern auch die Zuverlässigkeit. Dank der guten Navigation und Hinderniserkennung gehört manuelles Eingreifen beim Roborock Qrevo Edge 2 zur absoluten Seltenheit. Bei uns hat er sich nicht ein einziges Mal festgefahren oder hat Bereiche ausgelassen.
- 25.000 Pa HyperForce Saugleistung & Dual Anti-Tangle System – Mit 25.000 Pa starker Saugkraft entfernt der Qrevo Edge 2 mühelos festsitzenden...
- Verbessertes Wischsystem – Das hochdichte Wischtuch mit 8 N Anpressdruck entfernt zuverlässig Staub, hartnäckigen Schmutz und eingetrocknete...
Die Saugleistung kann auch dank KI-Schmutzerkennung überzeugen, auf Hartböden und Teppichen sind die Ergebnisse erstklassig. Wischen können Modelle mit Wischwalze und die Top-Geräte von Roborock, Dreame oder Mova durchaus besser. Für den normalen, losen Schmutz sind die klassischen Wischpads des Roborock Qrevo Edge 2 noch ausreichend.
Wenn es für euch also nicht das Top-Modell für 1.000 oder noch mehr Euro sein soll, sondern ein Modell aus der guten Mittelklasse gefragt ist, dann ist dieses Modell so etwas wie eine sichere Bank.

