Apple Music: Taylor Swift kritisiert kostenlose Testphase & Apple gibt nach

Obwohl Apple Music noch nicht gestattet ist, gibt es im Netz wilde Diskussionen und viel Kritik.

Apple MusicIn den letzten Tagen wurde der kommende Musikstreaming-Dienst Apple Music stark kritisiert. Nicht nur der Verband unabhängiger Musikunternehmen, sondern auch Taylor Swift haben sich kritisch zur kostenlosen Testphase von Apple Music geäußert, da in dieser Zeit kein Cent an die Musiker bezahlt werden sollte.


Genau aus diesem Grund hat Taylor Swift ihr Album „1989“ aus dem Katalog entfernt und hat somit im Netz für Unruhe gesorgt. Schon früher stellte sich die Pop-Diva gegenüber Streaming-Diensten kritisch auf. Taylor Swift möchte keinen Klinsch mit Apple anzetteln, sondern spricht wohl für viele Künstler, die genau so denken.

eddy cue apple music

Apple nimmt sich die Kritik wohl zu Herzen und reagiert auf die vielen kritischen Stimmen. Eddy Cue, der Verantwortliche für Digitalangebote, hat jetzt einen Tweet abgesetzt, in dem er klar und deutlich sagt, dass Künstler auch während der kostenlosen Testphase von Apple Music bezahlt werden. Definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

Apple Music startet am 30. Juni

In genau einer Woche, also am 30. Juni 2015, geht Apple Music an den Start und wird dann zeigen müssen, ob der Dienst mit den Konkurrent Spotify und Rdio mithalten kann. Wir werden den Dienst natürlich auch testen und unsere Erfahrungen schildern. Preislich kostet Apple Music 9,99 Euro pro Monat, im Familienabo mit bis zu sechs Personen allerdings nur noch 14,99 Euro.

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Kommentare 25 Antworten

  1. Erstaunlich, wie die Reichen, sich mit den Reichen streiten, weil sie weniger Geld bekommen als andere Reiche. Ist es üblich, das man als Otto-Normal Bürger auch Geld fürs Probearbeiten bekommt?

    1. Du solltest dir einmal den Beitrag zu Taylor Swift durchlesen. Sie selbst sagt, dass sie genug Geld verdient hat, um mit diesem Verdienstausfall gut leben zu könne. Ihr geht es um die Künstler, die das eben nicht können.
      Und Apple hat ja nun wirklich genug Geld, um das zu überbrücken. Zumal es ja darum geht: Apple will durch die kostenlosen Monate, Kunden zu sich holen. Und dann ist es auch Apples Ding das zu finanzieren.

      1. Mag sein, aber wieso haben dann viele „Künstler“ nicht genug zum Leben? Weil es sich wohl niemand anhört…
        Vielleicht sollte Taylor Swift auch mal was abgeben an die kleinen schlechten „Künstler“. Klar hat Apple genug Geld, aber das ist dann immer so ein Jammern auf hohem Niveau. Von den 3 Monaten die bezahlt werden, bekommen die Top Stars wieder 99% und werden noch reicher und die kleinen bekommen 1% und können immer noch nicht von Leben…

  2. Richtig so, aber hauptsächlich gilt das für die kleinen Labels und neue Künstler. TS hat das Geld wohl nicht nötig, dennoch hat sie mit ihrer Kritik aus meiner Sicht recht. Probearbeiten finde ich hier nicht die richtige Bezeichnung.

    1. Seh ich komplett anders!
      Schließlich profitieren die Künstler nach den drei Monaten auch von der Marktmacht von Apple! Weil sie über Apple mitdranverdienen!
      Apple hätte hart bleiben sollen und Künstler, die sich jetzt sperren, auf Dauer zu sperren! Dann hätten diese langfristig mehr Verluste! Zurecht!
      Apple hat mit iTunes die musikbranche revolutioniert und wird sich hier auch gegen die Konkurrenz durchsetzen!
      Abgesehen davon, arbeiten die Künstler ja nicht die drei Monate umsonst, dafür verdienen sie ja nachher mehr über Apple. Und zum zweiten verdienen sie ja auch während der drei Monate über iTunes Verkäufe und über andere Streaming Portale!
      Apple hätte die Künstler ruhig an den Kosten der Etablierung des streamingdienstes an denen diese Künstler später über 70 Prozent verdienen beteiligen sollen!!

    2. Ja. Sie hat es vielleicht nicht nötig. Aber sie wirft eine Stimme in die Waagschale, die auch Gewicht hat. Käme da nur die Band XY aus Sonstwo, die ihre EP über iTunes vertreibt, würde Apple die doch in die Wüste schicken. Ich sehe die Aktion eher nicht als Geiz von TS (sie könnte wohl locker drauf verzichten), sondern vielmehr als solidarische Geste. Und einfach als Kampf für das Recht. Ob man seine „Ware“ verschenkt, sollte einem Selbst überlassen bleiben.

  3. Und wieso gibt es bei sämtlichen anderen Streaming-Diensten kostenlose Testphasen & keiner beschwert sich? Bei Spotify hatte ich sogar 3 Monate frei, bis es kostenpflichtig war.

    1. Der Punkt ist ja nicht die Testphase an sich, sondern, dass in dieser Zeit ursprünglich kein Geld an die Künstler gehen sollte. 🙂

        1. Darum geht es hier nicht, sondern hier geht es darum, dass Apple definitiv zunächst diese Vergütung NICHT zahlen wollte.
          Und das geht m.M.n. einfach nicht. Wenn ein Künstler da freiwillig mitmacht, dann ist das ok, aber Apple kann das nicht einfach so bestimmen, dass dem Künstler nix bezahlt wird. Apple stellt sich gut auf, und der Contentlieferant soll leer ausgehen? Seltsame Ansicht.
          Gute Entscheidung von Apple, das jetzt doch korrekt handhaben zu wollen. Leisten können sie es sich allemal…

          1. Warum „geht das nicht“? Die Probezeit soll es dem Kunden ermöglichen, das Produkt vor dem Kauf zu testen. Weder Apple noch die Künstler bekommen in dieser Zeit Geld. Die Idee einer solchen Phase ist jedoch, dass danach um so mehr fließt. Das Marketing für das Geschäftsmodell sollten daher beide tragen oder die Künstler sollten eben nicht mitmachen.

          2. Die Fragenkatalog doch gerade, was das „Produkt“ ist. Das Produkt ist Apple Musik. Apple will sein eigenes Produkt anbieten und in den Markt bringen. Warum deshalb die Künstler ihr Produkt (den Content für Apple) umsonst anbieten sollen, erschließt sich mir nicht. Wenn ein neuer Supermarkt aufmacht werden die Lieferanten wohl kaum ihr Produkte umsonst liefern.
            Allerdings verstehe ich auch nicht, wozu man bei einer 10€ Flat eine Probezeit von 3 Monaten braucht.

        2. Der Kunde bekommt aber eine Leistung: Musik.
          Die Sache ist ja, dass der Kunde die Musik sowieso hört. Ob nun bei Spotify oder Apple. Man braucht in meinen Augen auch keine drei Monate, um den Dienst zu „testen“. Dafür reicht eine Woche.
          Der Sinn und Zweck der drei Monate ist schlicht und einfach, dass Apple Kunden zu sich holen möchte, also weg von den anderen Diensten. Für die allermeisten Kunden ist dass dann einfach drei Monate Musik hören für lau.
          Und wenn Apple die Kunden von anderen Diensten zu sich holen will, ist es auch Apple Sache das zu finanzieren.
          Letztlich hat Apple das ja auch eingesehen und bezahlt die Künstler nun.

        3. Erschreckend, wie viele Leute offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben, was es bedeutet, sich als Musiker über Wasser halten zu müssen, wenn man nicht grade in den großen Plattenvertrag Geldtopf gefallen ist. Ich habe mit Taylor Swift nichts am Hut, aber ich finde es gut, dass sie für die „Kleinen“ in der Branche das Wort ergreift. Schade, dass das viele (zumindest hier!) nicht nachvollziehen können.

  4. die sollen mal den Ball flach halten, würden wir deren Musik nicht hören/kaufen hätten es auch nix davon. Wäre sonst auch für die Probezeitbezahlung! War aber immer schon so, mehr will immer mehr. Ost und West trennt trotzdem immer noch Welten, obwohl es ein gemeinsames Land sein will.

    Jeder hat seine Meinung und darf daran Kritik üben, also wer damit nicht einverstanden ist hat sein Recht auf freie Meinungsäußerung

  5. Und wenn die kein Geld bekommen würden, dürften sie sich ein nicht beschweren. Denn in den 3 kostenlosen Monaten, kann man doch als Künstler gut Werbung machen.

  6. Wer kann hier sich positiv aussprechen, dass Künstler innerhalb des Probeabos nichts bekommen? Sorry, aber das ist doch unmöglich … Ein Unternehmen bietet eine Leistung von Dritten an und weil sie das Anfangs kostenlos machen, soll überhaupt kein Geld fließen? Öhm… Dann würde ich als Künstler dort sicher nicht hingehen…. Nur können kleine Künstler diese Plattform nicht nicht nutzen… Auf eine solche Werbung können wohl nur wenige verzichten

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