Garmin Edge Explore 1000: Die ersten Schritte mit dem GPS-Radcomputer

Bereits vor zwei Wochen habe ich euch den Garmin Edge Explore 1000 vorgestellt. Heute gibt es einen ersten ausführlichen Blick.

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Eure Kommentare unter meinem ersten Artikel zum GPS-Radcomputer Edge Explore 1000 von Garmin haben mir gezeigt: In der appgefahren-Community sind zahlreiche Radfahrer unterwegs, die sich auch für hochpreisiges Zubehör interessieren. Meine Wahl ist wie gesagt auf den Garmin Edge Explore 1000 gefallen, den ich euch in den kommenden Wochen und Monaten in einer kleinen Artikel-Serie ausführlich vorstellen werde. Dabei ist mir euer Feedback besonders wichtig – wenn ihr bestimmte Fragen oder Anmerkungen habt, werde ich darauf in einem der nächsten Artikel eingehen. Welche Themen noch geplant sind, könnt ihr ganz unten in einer kleinen Liste sehen.

Heute wollen wir uns um die ersten Schritte mit dem Edge Explore 1000 kümmern, genauer gesagt um die Montage am Fahrrad und die Einrichtung der verschiedenen Dienste. Außerdem werfen wir einen Blick auf zwei praktische Links, die ich von meinem Rennrad-verrückten Onkel erhalten habe, der bereits seit einigen Jahren einen GPS-Radcomputer von Garmin nutzt.

Vor der ersten Tour muss der Edge Explore 1000 natürlich am Fahrrad angebracht werden. Hier bietet Garmin zwei Möglichkeiten: Eine Standardhalterung und die Aero-Lenkerhalterung, für die ich mich beim Rennrad entschieden habe. Dabei handelt es sich um eine Plastikhalterung mit Vorbau, der sich in der Praxis als sehr nützlich erweist. Der Radcomputer sitzt so ein paar Zentimeter weiter vorne und kann mittig am Lenker befestigt werden, was eine uneingeschränkte Sicht auf das Display ermöglicht. Die im Lieferumfang enthaltene Aero-Lenkerhalterung wird einfach mit einem Inbusschlüssel am Lenker befestigt und passt dank mehrerer Gummiringe auf schmale wie dicke Lenkerstangen.

Standardhalterung passt nicht an jeden Lenker

Zudem kann an der Lenkerhalterung das Verbindungsstück, an dem der Edge Explore 1000 befestigt wird, mit zwei Schrauben gelöst und um 90 Grad gedreht werden. So kann der Radcomputer je nach persönlicher Vorliebe im Quer- oder Hochformat verwendet werden. Da das Gerät durch eine Drehung in die Halterung geklinkt wird, ist eine einfache Rotation während der Nutzung nicht möglich.

Da die meisten Nutzer eines so hochpreisigen Radcomputers vermutlich mehr als ein Fahrrad verwenden, neben dem Rennrad beispielsweise ein Trekkingrad oder Mountainbike, liefert Garmin eine Standardhalterung, die mit mehreren Gummis am Vorbau oder am Lenker befestigt wird. Auch hier kann die Ausrichtung frei bestimmt werden und ich war erstaunt, wie sicher der Edge Explore 1000 so am Lenker befestigt werden kann. An meinem leider vor einer Woche aus dem Keller gestohlenen Rad war diese Lösung allerdings nicht ganz optimal: Der Lenker war mit Schaltung, Klingel und Licht einfach schon zu voll und ich konnte den Edge Explore 1000 nicht mehr vernünftig in die Halterung „eindrehen“. Das neue Trekkingrad ist leider noch nicht eingetroffen, beim alten Rad hätte ich sonst auf die oben genannte Aero-Halterung gesetzt, die es für rund 30 Euro im Handel gibt.

Garmin Edge Explore 1000 Aero Halterung

Die nachfolgende Einrichtung des Edge Explore 1000 ist wirklich sehr einfach und auch ohne einen Blick in das Handbuch kein Problem, da man auf dem Display des Geräts durch alle notwendigen Schritte geführt wird. Unter anderem steht eine doppelte Kopplung mit dem iPhone auf dem Programm, denn der Edge Explore 1000 verfügt über zwei Bluetooth-Module. Einmal zum Übertragen der gesammelten Streckendaten an die Garmin Connect App und einmal zur Anzeige von Anrufen und SMS-Benachrichtigungen direkt auf dem Display des Radcomputers. Letzteres ist ein tolles Feature der Garmin-Spitzenklasse, denn so kann man während der Fahrt sehen, wer gerade anruft oder eine Nachricht geschrieben hat, ohne das iPhone aus der Tasche holen zu müssen.

Bereits während der Ersteinrichtung oder auch später kann der Edge Explore 1000 zudem mit weiterem Zubehör gekoppelt werden. Der Radcomputer unterstützt alle ANT+ Sensoren, auch solche, die nicht von Garmin selbst stammen. Unter anderem sind auf dem Markt Herzfrequenz-, Geschwindigkeits- oder Trittfrequenzsensoren erhältlich. Eine Kopplung mit der Apple Watch, die während eines Workouts ja auch kontinuierlich die Herzfrequenz misst, ist leider nicht möglich.

Edge Explore 1000 zeigt Live-Daten während der Fahrt an

Setzt man sich ohne eine Routenplanung in Bewegung, wird das vom Garmin Edge Explore 1000 automatisch erkannt. Mit nur einem Tastendruck kann die Aufzeichnung der Strecke gestartet werden, danach können auf dem Bildschirm verschiedene Informationen abgelesen werden. Unter anderem werden Uhrzeit, Zeit, Distanz, verbrauchte Kalorien und Geschwindigkeit angezeigt. Bei der Geschwindigkeit ist mir bereits aufgefallen: Fährt man im Wald unter Bäumen hindurch, sinkt die Genauigkeit der Angaben rapide. Ambitionierte Radsportler sollten daher einen zusätzlichen Geschwindigkeitssensor in Betracht ziehen, der mit rund 39 Euro nicht die Welt kostet.

Über das Hauptmenü des Edge Explore 1000 können zudem Routen geplant oder zuvor am Computer erstellte Strecken aufgerufen werden. Neben der von Garmin bereitgestellten Software „Basecamp“ lohnt sich hier ein Blick auf GPSies.com oder teutonavigator.com. Auf diesen Webseiten kann man sehr komfortabel Routen planen oder Strecken anderer Nutzer herunterladen, die dann als GPX-Datei auf den Garmin-Radcomputer übertragen werden können. Die Navigation und Routenplanung ist aber ein so umfangreiches Thema, dass ich dafür ein eigenes Kapitel vorgesehen habe.

  • Teil 1: Garmin Edge Explore 1000 ausgepackt
  • Teil 2: Montage und erste Schritte (dieser Artikel)
  • Teil 3: Unfall-Benachrichtigungen
  • Teil 4: Routenplanung und Navigation
  • Teil 5: Verbindung mit dem iPhone und Garmin-App
  • Teil 6: Nutzung ohne Fahrrad und alternative Garmin-Modelle

Die weiteren Abschnitte dieser kleinen Artikel-Reihe werden im Abstand von etwa zwei Wochen auf appgefahren.de veröffentlicht. Je nach Nutzer-Feedback können die Themen bis zur endgültigen Veröffentlichung noch variieren.

Kommentare 6 Antworten

  1. Hallo Fabian, nachdem ich bereits den Vorgänger (Edge 800) mehrere Jahre benutzt habe, bin ich im Juni auch auf den Edge 1000 umgestiegen. Trotzdem jetzt endlich auch die Navigation vernünftig funktioniert, nerven mich jedoch noch immer zwei Sachen. Das ist Erstens der grotten-schlechte Garmin-Support, der noch immer ca. 4 Wochen Antwortzeit hat. Die zweite Sache ist, dass man den Gesamt-Kilometerzähler nicht auf ‚0‘ oder einen anderen Wert setzen kann. Zum Beispiel, um am Jahreswechsel den Zähler zu Nullen. Antwort des grandiosen Garmin-Supports: machen Sie einen Reset. Das bedeutet dann natürlich auch, dass man alle Benutzerdaten und Grundeinstellungen komplett neu eingeben muss. Das ist einfach nur schlecht gemacht und nervig.

  2. @falcon: beim edge1000 hab ich noch nicht geschaut, aber bei allen meinen anderen Garmin Uhren kann man den odometer problemlos zurücksetzen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dies beim 1000 nicht geht.

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