Nach jahrelangem Warten hat Apple endlich nachgelegt und den AirTag 2 vorgestellt, der ab morgen offiziell erhältlich ist und mittlerweile auch bei Amazon bestellt werden kann. Optisch bleibt zwar alles beim Alten, allerdings hat sich unter der Haube einiges getan. Denn obwohl Form und Grundidee unverändert sind, verbessert Apple gezielt Reichweite, Ortung und Sicherheit. Das sind die 10 wichtigsten Neuerungen im Detail.
1. Neuer UWB-Chip sorgt für deutlich mehr Reichweite
Einer der größten Fortschritte steckt im Inneren: Der Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation ersetzt die bisherige Technik. Dadurch funktioniert die Präzisionssuche nicht nur genauer, sondern vor allem aus größerer Distanz. Konkret lässt sich ein verlorener Gegenstand nun aus rund 50 Prozent größerer Entfernung anpeilen, um diese schneller wiederzufinden.
2. Präzisionssuche jetzt auch auf der Apple Watch
Zum ersten Mal bringt Apple die exakte Ortung direkt aufs Handgelenk. Wer eine Apple Watch Series 9 oder neuer beziehungsweise eine Apple Watch Ultra 2 oder neuer nutzt, kann den AirTag 2 per haptischem, visuellem und akustischem Feedback finden – ganz ohne iPhone in der Hand.
3. Lauterer Lautsprecher
Darüber hinaus hat Apple den integrierten Lautsprecher überarbeitet, denn dieser ist nun bis zu 50 Prozent lauter, wodurch sich ein AirTag 2 selbst dann noch hören lässt, wenn er zum Beispiel tief im Rucksack steckt. Gleichzeitig erhöht der kräftigere Ton auch den Schutz vor Missbrauch, da er schwerer zu übertönen ist.
4. Bluetooth mit größerer Reichweite
Neben UWB setzt Apple außerdem auf eine neuere Bluetooth-Spezifikation, die eine stabilere Verbindung über größere Distanzen ermöglicht. Dadurch bleibt der Kontakt zum „Wo ist?“-Netzwerk länger bestehen, selbst wenn sich der AirTag nicht in unmittelbarer Nähe des eigenen Geräts befindet.

5. Überarbeitetes Innenleben
Um Platz für den verbesserten Lautsprecher zu schaffen, wurde das interne Design angepasst. Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass Apple es schwieriger machen möchte, den AirTag zu manipulieren. Ob das Entfernen des Lautsprechers tatsächlich komplizierter geworden ist, wird allerdings erst ein Teardown endgültig zeigen.
6. Minimal schwerer, aber weiterhin unauffällig
Mit 11,8 Gramm ist der AirTag 2 geringfügig schwerer als sein Vorgänger. Der Unterschied fällt im Alltag jedoch nicht auf, zumal Größe und Form identisch geblieben sind. Dadurch bleibt auch die Kompatibilität mit vorhandenem Zubehör vollständig erhalten.
7. Kleines Detail mit großer Wirkung: Neuer Text auf der Rückseite
Ein interessantes Erkennungsmerkmal findet sich auf der Rückseite. Dort verwendet Apple nun ausschließlich Großbuchstaben und ergänzt Angaben zur IP67-Zertifizierung, NFC sowie zur „Wo ist?“-Unterstützung. Technisch ist das nichts Neues, optisch jedoch eine einfache Möglichkeit, alte und neue Generation zu unterscheiden. Bedeutet: Ist auf der Rückseite ALLES GROß GESCHRIEBEN, ist es der AirTag 2. Wenn du kleine Bustaben siehst, ist es die alte AirTag-Generation.
8. Weiterhin nicht für Haustiere gedacht
Apple stellt auch beim AirTag 2 klar: Der Tracker ist ausschließlich für Gegenstände vorgesehen. Menschen oder Tiere sollen damit ausdrücklich nicht verfolgt werden. Trotzdem nutzen viele Besitzer AirTags weiterhin für Haustiere – offiziell empfohlen wird das allerdings nicht.
9. Zurücksetzen dauert jetzt etwas länger
Auch beim Reset gibt es eine kleine Änderung. Um den AirTag 2 zurückzusetzen, muss die Batterie viermal entfernt und wieder eingesetzt werden, wobei Apple zwischen den Schritten kurze Wartezeiten empfiehlt. Insgesamt kann der Vorgang dadurch etwas länger dauern als beim ersten AirTag.
10. Aktuelle Software ist Pflicht
Wer den AirTag 2 nutzen möchte, benötigt zwingend iOS 26.2.1 oder neuer. Ältere Geräte, die dieses Update nicht mehr erhalten, bleiben außen vor. Apple koppelt die neue Hardware also konsequent an die aktuelle Softwaregeneration.
Bewährte Funktionen bleiben erhalten
Natürlich kann der AirTag 2 weiterhin alles, was das Original auszeichnete. Dazu gehören der Verlieren-Modus, die NFC-Kontaktfunktion, das Teilen des Objektstandorts sowie die Ortung über das riesige „Wo ist?“-Netzwerk. Betrieben wird der Tracker nach wie vor mit einer CR2032-Knopfzelle, deren Laufzeit Apple mit über einem Jahr angibt. Die Knopfzelle ist vorinstalliert und wird entsprechend wie beim Vorgänger mitgeliefert.
Preis und Verkaufsstart
Preislich geht Apple sogar etwas runter: Der AirTag 2 kostet 35 Euro, das Vierer-Pack liegt bei 119 Euro. Zuvor hatte Apple Preise von 39 Euro beziehungsweise 129 Euro aufgerufen. Eine kostenlose Gravur ist erneut inklusive. Der Verkauf ist schon gestartet, die ersten Auslieferungen sollen ab dem 28. Januar erfolgen.
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„10. Aktuelle Software ist Pflicht
Wer den AirTag 2 nutzen möchte, benötigt zwingend iOS 26.2.1 oder neuer.“
Wenn ich das richtig gelesen habe, gibt es für Altgeräte ebenfalls ein Update (iOS 18.7.4?), um die Zusammenarbeit zu gewährleisten …
Stimmt das wirklich, daß beim neuen Airtag keine Batterie mehr enthalten ist und die dazugekauft werden muß? Klar, dann kann man die auch günstiger anbieten.
Die nächste Generation ist dann zum selber zusammenlöten.
Diese Aussage ist FALSCH. Bei Apple steht zum Lieferumfang: „AirTag mit installierter CR2032 Knopfzellenbatterie“.
Nein, bei mir auf der Deutschen Seite steht: „Lieferumfang: AirTag“.
Lade die Seite einmal neu.
In der Textdarstellung steht es tatsächlich drin.
Ich behaupte das Gegenteil!
Batterie ist drin
Der Air Tag wird mit(!) Batterie geliefert:
Du musst unter „Technische Daten“ nachschauen! Dort steht ausdrücklich „Lieferumfang: Air Trag mit installierter CR2032 Knopfzellenbatterie“.
(Diese falsche Info bezüglich Batterie scheint sich hartnäckig zu halten.)
Das schrieb ich doch schon um 12:01. 🙂
Wichtig wäre noch die Info, ob die größere Reichweite nur mit neuen Modellen auf der „Gegenseite“ funktioniert?
Anders gefragt:
Erreiche ich die bessere Reichweite für UWB sowie Bluetooth nur, wenn auch mein Handy solche neuen UWB Chips einsetzt, bzw. diesen (welchen eigentlich?) neueren Bluetooth Standard unterstützt?
Da weißt Apple aber auch klar drauf hin:
„Die verbesserte Genaue Suche funktioniert mit dem AirTag (2. Generation), das mit einem iPhone Air oder iPhone 15 oder neuer (ausgenommen iPhone 16e) gekoppelt ist.“
Die erhöhte Reichweite zur Ortung reichen daher auch alte Geräte, aber wenn es um die „genaue“ Ortung geht braucht es ein iPhone mit UWB 2 Chip.
Danke für den Hinweis, überrascht nicht wirklich, für eine Verbindung braucht es ja 2 Seiten.
Die „erhöhte Reichweite zur Ortung“ wird aber vermutlich auch nur darauf basieren, dass der AirTag von neuen Geräten über weitere Strecken per Bluetooth geortet werden kann. Ältere Geräte werden ihn weiterhin nur registrieren, wenn sie näher dran sind.
Aber indirekt profitieren dann auch alte Geräte, wenn ein AirTag von neuen Geräten entdeckt und an das Netzwerk gemeldet wird.
Für mich mittlerweile „Abzocke“, viel zu wenig und man braucht – so ein Zufall – am besten gleich ein neues Telefon.
Irgendwann ist auch mal gut!
Naja um UWB mit einem gewissen standard zu nutzen müssen halt alle GEräte in der Lage sein dies zu tun. Das passiert ja nicht durch Voodoo-Magie in deinem Telefon 😉
Ja auch absolute Frechheit das ein iPhone XS aus dem Jahr 2018 noch keinen UWB 2 Chip hat…
(ja nichtmal den ersten UWB, wie unverfroren von Apple!)
Ein AirTag der von jedem „gehört und geortet“ werden kann, nutzt mir gar gar nix.
Wenn ich solch ein Dingen ans Fahrrad klatsche oder im Auto unterbringen will, um bei Diebstahl… u.s.w. Da lacht sich jeder Dieb und jede Diebin einen Wolf.😂🤷
Da akufe ich denn lieber die Konkurrenz. Preiswerter und leiser.
Wenn es nicht mehr so praktisch sein wird den Lautsprecher herauszuknipsen (das war bei der ersten Vers regelrecht elegant einfach), wird man ihn im Zweifel einfach mit leichtflüssigem Kleber füllen und gut ist.
Ob sich der AirTag 2 auch leichter öffnen lässt zum Batteriewechsel? Hab da echt Probleme mit…