Roborock Dyad Pro im Test: Nass-Trockensauger mit vielen Verbesserungen

Saugen und Wischen in einem Durchgang

Die smarten und praktischen Helfer für den Alltag möchte ich nicht mehr missen. Und nachdem ich den Nass-Trockensauger Roborock Dyad jetzt seit Ende Dezember 2021 im Einsatz habe, freue ich mich über den Nachfolger Roborock Dyad Pro (Amazon-Link), der an vielen Stellen nachbessert. Ich war schon mit dem Vorgänger zufrieden, die Pro-Variante ist jetzt aber ausgereifter und bietet noch mehr Komfort.

Der Roborock Dyad Pro hat sich optisch nur leicht verändert, jedoch gibt es fortan statt 13.000 Pa nun 17.000 Pa Saugkraft. Die Laufzeit hat sich auf bis zu 43 Minuten verlängert, obwohl der Akku etwas kleiner geworden ist. Der Frischwassertank ist mit 900 Milliliter etwas größer als zuvor, ebenso fasst der Dreckwassertank mit 770 Millimeter auch etwas mehr. Neu ist die Möglichkeit das Reinigungsmittel über einen extra Mini-Tank automatisch zu dosieren. Alle Details gibt es jetzt folgend.


Schneller Aufbau

Der Roborock Dyad Pro ist schnell aufgebaut, die Station wird zusammengeklickt und das Handstück wird in den Dyad Pro eingesteckt. Der etwas größere Wassertank verfügt ab sofort über eine Pumpe, mit der das Wasser genauer dosiert werden kann, außerdem ist das Loch zum Einfüllen des Wassers jetzt oben und nicht mehr unten, wie es beim Vorgänger der Fall war.

Die Station ist abermals aus Plastik gefertigt, sieht aber nicht billig aus. Die Besonderheit hier: Es ist ein Fön integriert, die Rollen werden nach getaner Arbeit automatisch getrocknet. Ich kann aus der Praxis sagen, dass ich beim Roborock Dyad, der ja ohne Trockner auskommt, kein Schimmel oder schlechte Gerüche feststellen konnte, obwohl ich die Rollen nach der Selbstreinigung NICHT entnommen habe. Dennoch begrüße ich die Trocknungsfunktion, es ist eine gute Weiterentwicklung, die eben Gerüche und Schimmel verhindern soll.

Einfache Handhabung und gute Kantenreinigung

Beim Dyad Pro gibt es abermals drei Bürsten, wobei die Anordnung im Vergleich zum Vorgänger getauscht wurde. Vorne gibt es jetzt zwei Bürsten, hinten eine lange durchgängige Bürste. Diese drehen sich weiterhin entgegengesetzt und sorgen so für ein sehr gutes Reinigungsergebnis. Einfache Verschmutzungen werden schon beim ersten Mal entfernt, angetrocknete Flecken müssen aber mehrfach überfahren werden.

Gleichzeitig ist beim Pro eine noch bessere Kantenreinigung gegeben, da die Rolle bis zu 1 Millimeter an den Rand kommt. Hier habe ich nicht nachgemessen, allerdings wird alles zuverlässig bis zur Kante aufgesaugt und gewischt. Flüssigkeiten, Müsli, Krümel und mehr werden zuverlässig eingesaugt, insofern ihr keinen zu großen Berg angehäuft habt. Für noch mehr Effektivität beim reinen Wischen, lässt sich vorne eine kleine Lippe herunterfahren, um so ein besseres Vakuum zu erzeugen.

Durch das neue Design kann der Dyad Pro von alleine stehen. Während man beim Vorgänger einen Stütztarm ausklappen musste, lässt sich der der Dyad Pro einfach einrasten und steht von alleine. Kleiner Wermutstropfen: Dadurch hat sich der Winkel noch etwas verschlechtert und das Saugen/Wischen unter Möbeln im flachen Winkel ist weiterhin nicht möglich. Vielleicht klappt das ja beim möglichen Dyad Pro 2?

Der Dyad Pro gleitet gut über Hartböden, der Vorgänger war durch den flexiblen Kopf aber etwas einfach steuerbar. Aber das ist kein Kritikpunkt, denn der Pro lässt sich super bewegen. Mit der automatischen Dosierung von Reinigungsmittel wird die Handhabung noch einmal vereinfacht. Der kleine Tank sitzt auf dem Bürstenkopf und so müsst ihr den Tank nur einmal befüllen und nicht jedes Mal, wenn ihr Frischwasser tankt. Hier ist mir aufgefallen, dass ich zuvor deutlich mehr Reinigungsmittel verwende habe, der Dyad Pro ist da etwas sparsamer. Beachtet: Nutzt nur Reinigungsmittel, das nicht schäumt und für solche Geräte gemacht ist. Ich habe mir zum Beispiel den Heldengrün Öko Bodenreiniger für Wischroboter gekauft. Das Roborock Mittel von OMO ist mit knapp 40 Euro pro Liter einfach übertrieben teuer.

Das Display über den Frischwassertank zeigt nicht nur die restliche Akkukapazität an, sondern über einen Halbring auch die aktuelle Verschmutzung. Über die DirTec-Technolgie wird die Verschmutzung gemessen und ein roter Ring gibt an, dass es noch schmutzig ist, während der blaue Ring anzeigt, dass hier gut gereinigt wurde. Das funktioniert gut und im Auto-Modus wird die Saug- und Wischleistung automatisch angepasst. Optional kann man aber auch einen Eco- oder Max-Modus nutzen, zudem könnt ihr auch nur saugen und so den Boden nur trocknen.

Verbesserte Selbstreinigung mit Trockner

Nach der Reinigung stellt man den Dyad Pro in die Station und aktiviert die Selbstreinigungsfunktion. Hier werden die Rollen automatisch gereinigt und drehen sich sogar in beide Richtungen. Danach wird der Trockner aktiviert und mit einem warmen Luftzug werden die Rollen getrocknet. Wie gesagt: Das ist eine schöne Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger. Beachtet auch: Die Station solltet ihr von Zeit zu Zeit auch mal von Hand reinigen.

Der Schmutzwassertank entleert sich natürlich nicht von alleine. Dieser verfügt über einen HEPA-Filter, damit alle Gerüche im Tank bleiben. Dennoch solltet ihr das Schmutzwasser sofort entleeren und den Tank nicht vor sich hin gammeln lassen. Der Tank ist nicht nur etwas größer geworden, sondern bietet auch ein neues Auffangdesign. Im Vorgänger war ein kleiner Plastikkorb angebracht, der größere Partikel gut gefangen hat. Die Reinigung war aber etwas umständlich. Beim Pro gibt es hier ein komplett anderes Design und hochwertigere Materialen, allerdings verfehlt dieser seine Funktion. Größere Partikel werden hier nicht aufgefangen. Das ist mir tatsächlich egal, da ich den Tank sowieso in der Toilette entleere und so schneller alles im Abfluss landet.

Jetzt auch mit App-Anbindung

Der Vorgänger ist ohne App ausgekommen, der Roborock Dyad Pro ist jetzt auch smart angebunden. Der Sauger lässt sich einfach per WLAN anbinden und per App stehen dann ein paar praktische Funktionen und Einstellungen bereit. Hier könnt ihr zum Beispiel auch eine gründliche Selbstreinigung starten, die dann länger dauert, ebenso könnt ihr den Trockner steuern. In den Einstellungen lässt sich festlegen, ob man mit voller Kraft voraus saugen möchte, wie schnell sich die Rollen drehen sollen und wie viel Wasser auf die Rollen aufgetragen werden soll.

Ebenso könnt ihr einstellen, dass der Dyad Pro die Selbstreinigung automatisch startet, wenn man das Gerät zurück in die Station stellt. Optional könnt ihr auch weiterhin manuell auf den Knopf am Handstück drücken. Der Trockner kann zwischen 2 und 6 Stunden im leisen Modus arbeiten, wer das ganze beschleunigen will, kann auch einen lauten Modus aktivieren, der dann schneller arbeitet. Wer möchte, kann auch einen Zeitplan für den Trocknungsmodus nutzen und diesen zum Beispiel dann aktivieren, wenn man sowieso nicht zuhause ist.

In der Roborock-App, die insgesamt sehr empfehlenswert ist, könnt ihr auch einen Reinigungsverlauf sowie eine Wartung aufrufen, in der ihr die geschätzte Restnutzungsdauer des Filters und der Rollen einsehen könnt. Auch lässt sich die Lautstärke der Sprachansagen justieren oder komplett deaktivieren. Die Sprachausgabe ist sehr blechern, ich habe hier die leiseste Einstellung gewählt. Firmware-Updates lassen sich per App ebenfalls einspielen.

‎Roborock
‎Roborock
Preis: Kostenlos

Nach den ersten Wochen bin ich sehr zufrieden

Der Roborock Dyad Pro ist eine konsequente Weiterentwicklung und erledigt seine Aufgabe sehr zuverlässig. Das Wischen mit Mopp und Eimer macht mir persönlich keinen Spaß, mit dem Dyad Pro greife ich jetzt deutlich häufiger zu und wische einfach öfter. Die Kombination aus Saug-Wischroboter und Nass-Trockensauger finde ich genial.

Wer viele Hartböden und Fliesen reinigen muss, bekommt ein wirklich tolles Gerät geboten, dass das Wischen einfach einfach macht. Das Preisleistungs-Verhältnis geht voll in Ordnung, mit dem aktuellen 50 Euro Coupon auf der Produktseite zahlt ihr aktuell 429 Euro statt 479 Euro.

Ihr habt noch Fragen? Ich habe was vergessen? Nutzt gerne die Kommentare.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Hallo,
    wir haben den Dyad Pro neu und machen unsere ersten Erfahrungen. Das Reinigungsmittel, welches wir bei Amazon gekauft haben, soll 1:100 verdünnt werden. Ist das notwendig, oder kann es unverdünnt eingefüllt werden? Dosiert das der Dyad selbst? Das wäre ja sonst nur eine minimale Menge in dem kleinen Behälter.
    Wie lange sollte man denn die Trocknungszeit einstellen? Woher weiß ich, wann die Rollen trocken sind?

  2. Wir von Hausmeister-Unterhaching nutzen ihn täglich. Die Leistung ist beeindruckend, und er erfüllt alle Anforderungen, die wir an ein hochwertiges Gerät stellen. Einfache Handhabung, das Gerät ist robust und zuverlässig, was besonders in unserem anspruchsvollen Arbeitsumfeld von großer Bedeutung ist.

  3. Hallo, mich interessiert wie man mit dem Roborock nur saugen kann, bevor man wischt? Wie stelle ich diese Funktion ein, um z.B. vor dem wischen der Wohnung 1-2 kleine Teppiche abzusaugen? Also solange die Bürsten noch trocken sind? 🙂

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