Alle Atomkraftwerke dieser Welt: Nuclear Radar

Mit der atomaren Katastrophe von Fukushima fing es an, schon bald wurde auch in Deutschland die Kernenergie zum wichtigen Thema deklariert. Spätestens seit dem beschlossenen Atomausstieg sollte jedem bewusst sein, wie gefährlich – und wie nah an jedem von uns – Kernenergie eigentlich ist.

Mit der App Nuclear Radar (App Store-Link) des Berliner Entwicklerteams Alphablind Studios können nun Interessierte auf einer weltweiten Liste einsehen, wo sich Atomkraftwerke, atomare Forschungsreaktoren, Aufbereitungsanlagen, Zwischen- und Endlager sowie Orte, an denen atomare Tests durchgeführt worden sind, befinden. Die Anlagen können unter anderem nach der Entfernung zum jeweiligen Standpunkt (dafür wird GPS benötigt) oder auch nach Ländern sortiert werden.

Weiterhin gibt es eine Radar-Anzeige, auf der eingesehen werden kann, in welchem Radius sich die nächstgelegenen atomaren Anlagen befinden. Dies gilt für eine Reichweite zwischen 50 und 200 Kilometern. Zu den einzelnen Anlagen gibt es jeweils detaillierte Informationen mit Bild, Beschreibung und Stilllegungsjahr sowie eine Verlinkung zu Wikipedia und einer Kartenansicht.

Wer immer über Reaktoren oder Endlager informiert sein will, kann innerhalb der App auch einen Alarm einschalten, der dann Warntöne von sich gibt, sobald man sich einer atomaren Anlage auf 10 Kilometer genähert hat. Eine Verlinkung zu aktuellen Strahlenmesswerten in Deutschland rundet das Angebot ab.

Nuclear Radar ist seit dem 02.05.2011 für 79 Cent im App Store für iPhone und iPod Touch erhältlich.

Kommentare 46 Antworten

      1. Ich möchte die Ereignisse von Japan, Tschernobyl oder Majak nicht herunter spielen. Aber gleich deswegen eine App kreiern und unterschwellig darstellen, dass alle AKW uns gleich um die Ohren fliegen werden, finde ich nicht ehrlich!

          1. Nein, werde ich auch nicht, aber es reicht wenn du dir die App-Beschreibung im Store anschaust.
            Und das Radar wurde erfunden, um feindliche Einheiten (Gefahr für sich selber !) zu erspähen. Hier wird subtil mit unterschwelligen Worten bereits propagiert – leider…

          2. Leider…
            Sicherlich ist die App „ein bisschen aufreizend“ nur erfüllt sie ganz genau dass was sie „propagiert“.

    1. Dito. Ich wohne in der Nähe des
      AKW Neckarwestheim
      und weiß somit wo der nächste Reaktor steht. Außerdem brauche ich nicht jedes mal eine Warnung wenn ich mal wieder daran vorbei fahre.

      Ich finde die ganze Panikmache total übertrieben. Ich will die Ereignisse nicht herunterspielen Aber solange unsere werten Nachbarn Frankreich, Tschechien und Polen weitere Reaktoren in Grenznähe bauen um Deutschland billigen Atomstrom verkaufen zu können, sind wir auch trotz Atomausstieg nicht sicher. „Vorreiter Deutschland“ finde ich ja toll, aber die Staaten mit AKW Neubauten werden garantiert nicht in den nächsten 30 Jahren aussteigen.

      Ganz ehrlich: lieber AKWs in Deutschland als in Osteuropa. Da ist ja doch der Uralt-Meiler Neckarwestheim I sicherer als der neuste Reaktor in Polen…

      Daher unterstütze ich diese Atom-Panikmacher (wie den Appentwickler) in Deutschland nicht. Die sollten lieber gegen Osteuropäische Atomschleudern protestieren.

      1. Bei mir das selbe Problem:
        Auch ich wohne in der Nähe eines Atomkraftwerks(Fessenheim) an der franz. Grenze. Das Problem dabei ist:
        Wenn Deutschland die AKWs abschalten sollten, produzieren die anderen Länder ungehindert weiter und bauen wahrscheinlich noch doppelt so viele AKWs wie geplant, um Profit aus Deutschlands Atomausstieg zu ziehen.
        Wenn also nicht gleich die ganze EU mitzieht, wird das mit dem Atomausstieg sowieso nichts.

      2. soso Dr. Tiki, keine Ahnung haben, aber Bull-Shit von sich geben?

        Um Deiner Dummheit entgegenzuwirken:

        „[…] Polen weitere Reaktoren in Grenznähe bauen“
        1) Polen hat kein AKW. Es war mal eines geplannt und jetzt „soll“ wohl eines wieder gebaut werden, aber es wird in der Nähe von Danzig sein (70 km) … und das gehört seit der kleine Adolph seinen Wahn hatte, nicht mehr zum gelobbten 1000jährigen Reich…verpennt? Dein Problem…

        „[…] Da ist ja doch der Uralt-Meiler Neckarwestheim I sicherer als der neuste Reaktor in Polen“
        Genau. Die bauen ja, seit die Russen endlich weg sind, bestimmt mit russischer Technik…und früher war sowieso alles besser. Damals durfte der kleine Michel noch „freier“ gegen den Nachbarn keifen, wa? 😉

        Google nächstes mal, bevor Du überhaupt etwas sagst…

        1. Punkt 1: Was nutzt es dir mich zu beleidigen? Schöne Anonymität des Internets, was? Im wahren Leben „offline“ aber wohl den Mund nicht aufbekommen.
          Deine Anti-AKW-Haltung ist deine Sache, dafür beleidige ich dich doch auch nicht oder? Das ganze zeigt nur welch Geistes Kind jemand ist. Ohne Beleidigung geht’s auch

          Punkt 2: http://www.goerlitzer-anzeiger.de/goerlitz/gesellschaft/6767_goerlitz-will-kein-atomkraftwerk-in-grenznaehe.html
          Bezüglich eines AKW in Grenznähe. Erst mal selbst Google befragen, bevor man andere anschwärzen will.

          Klassisches Eigentor mein Freund…

        2. Aber sowas von. Persönliche Meinung hin oder her, ist ja ok.
          Aber jemanden direkt angreifen und als dumm darstellen geht mal garnicht.

    1. Ich stimme dir voll zu ich würde mir die auch nur kaufen wenn die kostenlos ist ist mir kein Geld wert auch nicht nur 79cent hoffentlich wird die mal kostenlos fände ich sehr interessant.

  1. Ein deutscher Alleingang nützt hier nichts, wenn um die BRD herum die AKW’s bestehen bleiben und sogar neue gebaut werden, wie geplant.

  2. Ist ja ganz toll, Geld bezahlen für Panik-Mache. Der Urheber sollte sich was schämen !!!! Total Pietätlos ( in USA „Shame of You )

    1. Wo ist denn da die „Panik-Mache“?
      Ich brauche die App auch nicht, aber man kann es auch übertreiben mit seinen unangemessenen Reaktionen…

    1. A „no-go“ is an area or a place you should avoid, such as Fukushima itself. It is not a thing you don’t want to have. As well as you can be ashamed OF something you may blame someone by saying „Shame ON you“. Wenn ihr schon mit Anglizismen herumwerfen müsst, dann doch bitte richtig.

      1. Wer sagt in D schon „Mobil“ zum „Handy“? Anglizismen sind nicht immer korrekt übernommene englische Begriffe! Sorry, aber besser wir kümmern uns erst mal um das richtigen Benutzen unserer eigenen Sprache. ….

        1. Danke für Dein Verständnis! Ich liebe die Sprache und deren korrekte Verwendung und es macht mich kirre, wenn fremdsprachige Ausdrücke falsch verwendet oder eingedeutscht werden, nur weil man sich nicht die Mühe macht, nach der passenden Vokabel in seinem Hirnkastl zu suchen. Bestes Beispiel hierfür ist das „no-go“, das man hierzulande schon für fast alles verwendet: „das steht mir nicht“, „das schmeckt mir nicht“, „das mag ich nicht“, usw. Schade, dass es bei uns nicht auch eine „Academie francaise“ gibt, die uns verbietet „Computer“ zu sagen und dafür einen eigenen Begriff erfindet („orinateur“). Um Deine Frage zu beantworten: Nein, ich habe nicht Anglistik studiert, ich war mehrere Jahre mit Amerikanern befreundet, als es noch die Facilities in München gab (und das College of Maryland), zudem lese ich viel englische Literatur. Und @Oso: Ich gehöre zu der aussterbenden Spezies, die Telefon zu seinem Mobiltelefon sagt.

          1. Nun Al, auch ich liebe den differenzierten Umgang mit unserer Sprache, und registriere mit Freude, dass auch Du zur Minderheit der „Du-Großschreiber“ gehörst (was Respekt gegenüber dem Angesprochenen ausdrückt – übrigens ein gewollter Seitenhieb auf die respektlose Diskussion weiter oben!!)
            Zu meiner geäusserten Kritik: manche Anglizismen sind schlichtweg falsch verwendet, manche Fremdworte verlieren beim Übergang in den Sprachgebrauch ihre ursprüngliche Bedeutung – wie z.B. das „no go“. Und wieder andere Worte verändern ihre Bedeutung einfach mit der Zeit: z.B. „geil“.
            Auch ich finde das nicht schön.
            Wird sind also gar nicht so weit voneinander entfernt, vielleicht habe ich mich aber schon mit dem Einen oder Anderen abgefunden, dass ich (alleine oder mit nur sehr wenigen Mitstreitern zusammen) nicht ändern kann.

          2. Deine Worte sind Wasser auf meine Mühle – vielen Dank für Deine freundlichen Worte! Manchmal fühle ich mich gedrängt etwas Aufklärung zu betreiben, nachgerade dann, wenn sich hier teilweise die Kommentatoren über falsch gesetzte Apostrophe oder Tippfehler aufregen. Wenn man aber auf Reisen geht, blamiert man sich ganz schnell mit solch eingefahren Ausdrücken oder dem Vergessen der Höflichkeitsform („can I have the bill, please?“)

    1. Das ist etwas pervers … Was ist daran lustig ( ich denke doch es sollte lustig sein ) ??
      Du kannst ja gerne nach Fukushima ziehen , dann siehst’s wie unnötig dein Kommentar war …
      Meiner vielleicht auch aber mit dem Hintergrund Japan ist es einfach pervers meiner Meinung nach …

      1. Ich habe hier allein die App bewertet, nicht Fukushima. Und so ne App bringt gar nix.
        Mich wundert doch immer nur, wieso Ökofreaks und Atomkraftgegner ein iPhone oder iPad haben. Mit was ladet Ihr denn eure Geräte auf???
        Per Tretrad?

      2. Und Atomkraftgegner sollten auch eigene Meinungen gelten lassen. Punkt. Hier geht es nicht um politische Positionen, sondern um die App.
        Geh doch auf die Strasse demonstrieren, hier ist deine politische Meinung nicht gefragt.

  3. @Frederick (der von Appgefahren):
    Ich persönlich teile zwar deine Meinung (?), allerdings scheint dein Artikel bei manchen Nutzern zu einer Art „Trotzhaltung“ zu führen. Und jeder fühlt sich dann verpflichtet seiner Seite zu helfen.
    Ich denke dass endet hier bloß in einen sinnlosen Kommentarkrieg mit dem Einsatz von Dislike-Buttons.
    In Zukunft sollten vielleicht (schwach) politische Posts ausbleiben – wer diskutieren will findet z.b. in Blogs von Umweltgruppen genügend Platz und das alles ohne fürchten zu müssen das sein Beitrag unsichtbar wird 🙂

    1. Da muss ich Frederick in Schutz nehmen – der Artikel stammt von mir, Freddy hat nur vergessen, mich als Autorin einzutragen. 😉

      Auch ich sehe diese App lediglich als Information für diejenigen, die sie benötigen oder es wissen wollen. Dass hier deswegen gleich eine ausufernde und in Teilen nicht gerade faire Diskussion entbrennt, finde ich mehr als schade.

  4. Sorry, für mich ist es eifach ’ne Info-App. Manche zahlen dafür, das nächste Parkhaus oder Chinarestaurant zu finden, adere für diese Art von Information.
    Sachliche Information hat noch nie geschadet, ich weiß nicht, warum man dem Entwickler andere Dinge unterstellt.
    Ignoriert es doch bitte, wenn’s euch nicht interessiert. Geht daran vorbei wie der Hundebesitzer am Vogelfutter. Der schreit auch nicht 😉

    @Appgefahren: Bitte informiert weiter und lasst euch von den „Hundebesitzern“ nicht beeinflussen. Danke jedenfalls für die Info.

  5. Aber es gibt noch ne kostenlose Alternative
    „Akw Finder“ heisst die App und bietet eigebtlich genau die selben Funktionen, bis auf die Näherungswarnung.
    Ich finds gut und man kann ja mal vergleichen!!

    1. Genau den kostenlosen AKW finder hab ich auch. Er liefert Infos über die AKW ( Bauzeit, Leistung, Betreiber etc. ) aber keine Warnmeldungen. Ich finde es praktisch, so schnell auch mobil Infos über bestimmte AKW zu bekommen.
      Und das hat nichts mit Panik zu tun!

  6. Wir Menschen brauchen immer etwas Handfestes um uns einer Sache bewusst zu werden. Bilder, Zahlen Fakten. Leider auch Katastophen wie Fukushima. Eine App, welche ganz klar darstellt in welchem Ausmaß wir von der unsichtbaren Gefahr bedroht sind halte ich für keine Panikmache, sondern kann als Versuch gewertet werden das Bewusstsein aller zu sensibilisieren. Fakt ist, der Mensch versucht eine Sache zu beherrschen die NIEMALS beherrschbar sein wird. Dies muss ganz klar kommuniziert werden, damit jeder – auch bei politischem Desinteresse – sich darüber bewusst werden kann.

  7. Wo bitte schön ist in der App „Meinungsmache“? Nur weil sehr anschaulich gezeigt wird, wo sich welche Nuklearanlagen befinden? Hallo!!! Den meisten Leuten ist das doch gar nicht bewußt.

    …und die ganze kostenlosdiskussion ist doch genauso quatsch. Seit wann ist es denn unanständig für Arbeit Geld zu verlangen? Oder meinen die edlen Herren, Softwareentwickler könnten von Luft und Eurem gesülze leben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de