Stiftung Warentest testet E-Mail-Dienste: Posteo und Mailbox.org überzeugen, Gmail fällt durch

Zuletzt hatte das deutsche Verbrauchermagazin Stiftung Warentest E-Mail-Dienste Anfang 2015 unter die Lupe genommen.

E-Mail Stock Photo

Nachdem jedoch von mehreren Seiten Proteste wegen falschen Darstellungen und Fehlern eingegangen waren, wurde der Testbericht zurückgezogen. Nun folgte ein neuer Versuch, in dem insgesamt 15 verschiedene E-Mail-Provider nach ausgewählten Kriterien wie Handhabung und Privatsphäre bewertet worden sind. Zu den getesteten Kandidaten zählten unter anderem beliebte Dienste wie GMX (Freemail und Topmail), Googles Gmail, Microsofts Outlook.com, Web.de Club und Web.de Freemail, Yahoo, Mailbox.org und Posteo.


Mit mehr als 215 Milliarden verschickter Nachrichten pro Tag ist die E-Mail sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich nach wie vor eines der beliebtesten Mittel der modernen schriftlichen Kommunikation. Doch beim Versand der Nachrichten gibt es große Unterschiede bei den verschiedenen Mailadressen-Providern. Vor allem hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit, Verschlüsselung und Privatsphäre bestehen große Diskrepanzen, die sich meist bei kostenlosen Diensten bemerkbar machen.

Technisch ausgereift präsentierten sich laut Stiftung Warentest so gut wie alle Anbieter. „Sowohl bei den Mailfunktionen oder – sofern vorhanden – beim angeschlossenen Cloudspeicher konnten wir keine großen Probleme feststellen. Gleiches gilt für die Handhabung. Im Webbrowser, per Mailprogramm oder Anbieter-App: Die Maildienste ließen sich meist gut bedienen.“

GMX- und Web.de-Freemail als sichere kostenlose Lösung

Unterschiede ließen sich vor allem beim angebotenen Postfach-Speicherplatz und bei Sicherheitsfunktionen erkennen. Während manche Anbieter unbegrenzten Speicherplatz für die E-Mails anbieten, müssen einige Nutzer mit Einschränkungen leben. Insgesamt am besten schnitten die beiden Berliner Anbieter Posteo und Mailbox.org mit monatlichen Kosten von jeweils 1 Euro ab, die die Gesamtnote 1,4 erhielten. „Mailbox.org und Posteo punkten mit ihrer Datensparsamkeit und machen es dem Nutzer einfach, Daten zu verschlüsseln. […] Web.de Freemail und GMX Freemail schneiden als einzige kostenlose Dienste bei Schutz und Privatsphäre gut ab“, so das Fazit der Tester. 

Ein zwiegespaltenes Ergebnis fuhr Googles Maildienst Gmail ein. Auch wenn der Anbieter die beste Handhabung aller 15 getesteten Provider bot, landete der E-Mail-Dienst auf dem letzten Platz. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die sicherheitsrelevanten Mängel: Gmail wertet gespeicherte Informationen aus, und auch die Geschäftsbedingungen im Bereich Datenschutz führten ebenso wie bei der Konkurrenz Outlook.com zu einer Abwertung des Anbieters. Die letzten drei Plätze teilen sich demnach die kostenlosen Dienste von Yahoo, Outlook.com und das bereits erwähnte Gmail.

Der komplette Testbericht von Stiftung Warentest mit allen Ergebnissen lässt sich hier kostenpflichtig herunterladen, alternativ findet er sich auch im aktuellen Printmagazin 10/2016 oder in der digitalen Ausgabe (App Store-Link).

‎test - Das Verbrauchermagazin
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Kommentare 19 Antworten

  1. stiftung warentest ist der letzte dreckskaden. diese pseudotest sind gefaked, da schon vorher die parameter so ausgelegt werden, dass nicht umfang und funktion entscheidend sind, sondern einzig und allein der datenschutz. selbst preis/leistung wird nicht berücksichtigt. bei facebook werden kritiker tag und nacht von fanboys und mitarbeitern der stiftung warentest mundtot geredet oder kommentare mit fragen die unangenehm sind werden direkt gelöscht.

  2. Mit leuchten die Ergebnisse ein. Bin selbst seit über zwei Jahren bei posteo. Mir war vor allem die Datensicherheit wichtig. Gleichzeitig kann man noch calDAV und CardDAV nutzen, was ich auch mache.

      1. Ich nutze Mailbox.org.
        WR vorher ein Jahr bei posteo.de.

        Mein Fazit, die Möglichkeiten bei Mailbox.org sind größer.
        Grundfunktionen einen Office, Cloud, Familien-/Freunde-Konten mit beinahe Exchange-Funktionalität, Abruf von Kontakten/Kalender über Card-/CalDAV oder Exchange, mehr als 3 Kalender (Posteo nur 3 kostenlos), ansprechenderes Web-Interface als Posteo, zahlt man mehr als nur 1 € kommen auch mehr Funktionen/Cloudspeicher dazu als bei Posteo (nur Mailspeicher) usw.

        Ich würde immer nur Mailbox.org empfehlen.

  3. ja stimmt die ersten vier Kommentare sind von Dilettantentestern mit völlig unqualifizierten Urteilen,sorry, aber das muss man mal so deutlich sagen weil man immer wieder solche Bemerkungen über Stiftung Warentest liest. Übrigens,haben noch nie einen Prozess gegen sie verloren ………..

  4. Alleine der Name „Stiftung“ im Namen besagt schon das bei denen nichts unabhängig ist und sein kann. Weiterhin sind viele angeblich als Sieger getestet Produkte nur Müll, selbst schon erlebt. Die ganze Stiftung gehört aufgelöst bei denen.

    1. Wie wäre es mit weniger Plakativer Parolen und mehr Fakten? Welche Produkte, und wer bewertet sie als Müll? Links? Printmedien? Beweise? Oder einfach nur nix?

  5. Seit die „JUKE“ als besten Musikstreaming-Anbieter gewählt haben &. Spotify laut denen am schlechtesten ist,kann ich die SWT nicht mehr ernst nehmen.
    Oft legen die ihr Hauptaugenmerk auf für die meisten Nutzer nicht relevanten Dinge.

    1. Oft legen sich Forumsbenutzer als der Bauchnabel der Welt aus, schließen von sich auf andere und damit messerscharf, was die meisten Leute interessiert und was nicht. Und wenn die eigenen Kriterien nicht mit dem Artikel oder der angebotenen Dienstleistung übereinstimmen, kann das ja nur sinnloser Quatsch sein, den niemand braucht.

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