Base Film Stock Camera: Neue Foto-App simuliert analoge Farb- und S/W-Filme

Die guten alten Zeiten, in denen man mit abgelaufenen Farbfilmen für besonders überraschende Effekte experimentierte, sind vorbei. Die neue App Base versucht, dieses Feeling wieder aufleben zu lassen.

Base Film Stock CameraAuf den Überraschungseffekt beim Entwickeln muss man mit Base (App Store-Link), voller Titel „Base Film Stock Camera“, allerdings verzichten. Die kürzlich im deutschen App Store erschienene Anwendung für iPhone und iPod Touch lässt sich für 99 Cent herunterladen und benötigt neben iOS 8.0 oder neuer auch etwa 15 MB an freiem Speicherplatz. Eine deutsche Sprachversion gibt es nicht, dafür aber eine Optimierung für das iPhone 6 bzw. 6 Plus.


In Base haben die Entwickler von Stay Kids insgesamt 14 verschiedene Analog-Filme als Live-Effekt in einer klassischen und einer abgelaufenen Variante versammelt. Vor der Nutzung muss man der Anwendung allerdings noch Zugriff auf die Kamera und die Foto-Bibliothek gestatten, damit Bilder aufgenommen und in der Camera Roll gespeichert werden können.

Die Auswahl des Analogfilms geschieht über eine kleine Leiste unterhalb der Bildansicht, dort kann mit Wischgesten zwischen den verschiedenen Filmen gewechselt werden. Leider werden nur Typenbezeichnungen, jedoch nicht der Hersteller der Analogfilme angegeben. Mit den Beschreibungen P-400 oder AG-50 lässt sich so leider wenig anfangen, auch Recherchen im Internet ergaben im Bezug auf Fotofilme keine wirklich aussagekräftigen Ergebnisse.

Abgelaufene Filme in Base sollen mit der Zeit weiter altern

Eine Besonderheit von Base wollen wir euch trotzdem nicht vorenthalten: Die Entwickler geben an, dass sich die abgelaufene Version des Analogfilms im Laufe der Zeit hinsichtlich der Farbgebung verändern soll, je nachdem, wie lange man die App nutzt. Bei meinen bisherigen Versuchen mit Base konnte ich allerdings noch keine größeren Unterschiede ausmachen – vielleicht erfolgt der Alterungsprozess in Echtzeit, so dass man die App erst mehrere Wochen oder gar Monate nutzen muss.

Die fertig aufgenommenen Bilder, die übrigens nicht mehr weiter bearbeitet werden können, werden direkt in der Camera Roll gespeichert und können aus Base heraus auch in sozialen Netzwerken geteilt werden. Wirklich spektakuläre Ergebnisse liefert die Anwendung aber nicht – und auch die fehlenden Informationen zu den simulierten Analogfilmen hinterlassen einen faden Beigeschmack. Ein absolutes Must-Have im Foto-Ordner des iPhones ist Base daher definitiv nicht.

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