Dyson Pure Cool Me: Auch ohne App ziemlich smart

Luftreiniger mit Ventilator ausprobiert

Habt ihr in den vergangenen zwei Wochen auch euren alten Ventilator aus dem Keller oder vom Dachboden geholt? In so mancher Wohnung dürfte das Thermometer über die 30 Grad Marke geklettert sein, bei uns im Büro war immerhin bei rund 26 Grad Schluss. Wir haben die kleine Hitzefront trotzdem genutzt, um uns mit dem Dyson Pure Cool Me ein wenig frische Luft zukommen zu lassen. Wie sich das Gerät geschlagen hat, verraten wir euch in diesem Artikel.

Im vergangenen Jahr habe ich euch ja bereits den neuen Dyson Pure Cool vorgestellt, das neue Top-Modell des britischen Herstellers mit einem maximalen Luftdurchsatz von über 400 Litern pro Sekunde und natürlich einer smarten App zur Steuerung der Funktionen. Mit einem Preis von 459 Euro für den Tischventilator und 599 Euro für den Turmventilator leider alles andere als günstig.

Dyson Pure Cool Me bekommt ein ganz neues Design

Der neue Dyson Pure Cool Me kostete dagegen nur 345 Euro und soll damit die Nachfolge der beiden schon etwas in die Jahre gekommenen Modelle AM06 und AM07 antreten. Zwischen diesen Geräten einer recht ähnlichen Preisklasse gibt es allerdings große Unterschiede: Die beiden älteren Modelle sind reine Ventilatoren und nicht mit einem Luftreiniger ausgestattet, zudem setzt man beim neuen Pure Cool Me auf ein ganz neues Design.

Aber fangen wir ganz vorne an: Der Dyson Pure Cool Me ist überraschend schnell einsatzbereit, im Prinzip muss man ihn nur aus der Verpackung nehmen, das Netzteil mit einer Steckdose verbinden und schon kann es losgehen. Die Filter sind bereits eingebaut und verbleiben über 4.000 Stunden im Gerät, bei einer Nutzung von 10 Stunden pro Tag braucht man nach rund einem Jahr neue Filter, die mit rund 60 Euro zu Buche schlagen.

Natürlich sind das Mehrkosten im Vergleich zu einem einfachen Ventilator, dafür profitiert man aber eben auch von gereinigter Luft, die durch den Raum geblasen wird. „Der versiegelte Filter des Geräts besteht aus einem Aktivkohlefilter und einem HEPA-Filter. Zusammen nehmen sie Gase und 99,95 Prozent der mikroskopisch kleinen Partikel aus der Luft auf“, lässt uns der Hersteller wissen.

Wirklich sehr spannend finde ich das neue Konzept des Luftstroms, das ich so noch nicht gesehen habe. Hier werden starke Luftströme über schmale Öffnungen und über die konvexe Oberfläche geleitet, so dass ein Druckkern erzeugt wird, der wiederum einen Luftfluss in Richtung des Raums ermöglicht. Die zuvor durch die Filter gereinigte Luft wird so ziemlich konzentriert in eine Richtung geblasen. Wohin genau, das kann der Nutzer selbst bestimmen.

Zunächst einmal kann sich der Kopf des Dyson Pure Cool Me automatisch nach links und rechts drehen und so einen Bereich von 70 Grad abdecken oder natürlich auch immer in eine Richtung blasen. Zudem lässt sich die Kuppel nach oben und unten verschieben, womit auch der Luftstrom etwas weiter nach oben oder unten gerichtet wird. Eine wirklich sehr interessante Mechanik, die leider nicht mit der Fernbedienung gesteuert werden kann. Auf eben dieser stellt man die Leistung des Geräts ein, aktiviert die Drehbewegung, zeigt den Filter-Status an oder startet einen Sleep-Timer.

Mit einem Luftdurchlass von 170 Litern pro Sekunde hat der Dyson Pure Cool Me übrigens eine deutlich geringere Leistung als seine größeren Geschwister. Es ist aber wohl gar nicht das Ziel, möglichst schnell möglichst viel Luft durch den Raum zu bewegen. Viel mehr soll der Dyson Pure Cool Me einen schwachen, aber angenehmen Luftstrom konzentrieren, der beispielsweise beim Einschlafen in einem warmen Schlafzimmer für etwas Erfrischung sorgt. Je nach Aufstellort funktioniert das auf den Stufen 1 und 2 sicher gut, danach wird der Luftreiniger mit seinem eingebauten Ventilator dann doch etwas laut. Und wenn es doch mal etwas mehr sein soll: Auf voller Leistung ist der Luftstrom schon ziemlich stark, aber im Vergleich zu den anderen Dyson-Modellen relativ kompakt.

Auch wenn wir uns eine App-Steuerung für den Dyson Pure Cool Me gewünscht hätten, müssen wir bereits nach ein paar Tagen sagen, dass das Gerät ziemlich smart ist, insbesondere natürlich die Entstehung des Luftstroms. Es gibt kaum etwas, was wir an diesem Gerät verbessern könnten, einzig allein die auf 70 Grad begrenzte Drehmechanik stört uns ein wenig. Hier bieten die größeren Modelle, bei denen man die Drehung von 45 bis 350 Grad frei einstellen kann, doch noch etwas mehr Komfort.

Direkt bei Dyson ist der neue Pure Cool Me für 345 Euro in zwei Farben erhältlich, das dunkle Design gibt es ausschließlich beim Hersteller. Die weiße Variante wird bei einigen Händlern schon etwas günstiger angeboten, bei Expert.de könnt ihr aktuell schon für 329 Euro zuschlagen.

Kommentare 3 Antworten

  1. Ich habe mir auch gerade den Dyson Pure Cool Me gekauft. Allerdings bin ich total enttäuscht, weil das Gerät auf jeden Fall in unmittelbarer Nähe stehen muss. Für das Wohnzimmer leider ungeeignet und im Schlafzimmer kann es auch am Bettende keine zwei Personen „kühlen“. Das geht nur, wenn es direkt am Kopfende einer Person positioniert wird.

    Ich werde es wieder zurücksenden – schade!

    1. Ja, um einen ganzen Raum zu belüften, muss man schon zum größeren Kaliber greifen. Beim Pure Cool Me ist der Luftstrom sehr konzentriert.

    2. Ein Ventilator kann auch nicht kühlen. Er schiebt lediglich die warme Luft durch den Raum. Der Ventilator bringt die Luft in Schwung, das fördert den Luftaustausch. Der funktioniert aber nur, wenn es Wärme- oder Feuchtigkeitsunterschiede zwischen Körper und Umgebungsluft gibt.
      Da man bei Hitze über die Haut Schweiß absondert, ist die Luft nahe am Körper relativ feucht. Wird sie weggeblasen und durch „frische“ Luft ersetzt, kann sich der Schweiß besser verflüchtigen. Er verdunstet und erzeugt dabei Kälte, indem der Flüssigkeit und ihrer Umgebung die erforderliche „Verdunstungswärme“ entzogen wird.

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