Erstes Update für Gratis-App Holidaycheck

Die kürzlich erschienene App von Holidaycheck hat ihr erstes Update erhalten.

Holidaycheck für das iPhone haben wir uns schon direkt nach dem Release angesehen. Mit dem gestern erschienenen Update haben die Entwickler eine Funktion nachgetragen, die wir bereits vermisst haben. Ab sofort zeigt Holidaycheck auch die Preise der angezeigten Hotels an.

Besonders praktisch ist das unserer Meinung nach bei einem Besuch im Reisebüro. Mit der App selbst kann man schnell überprüfen, ob das vom Berater vorgeschlagene Hotel etwas taugt, mit dem angezeigten Preis kann man sein Angebot drücken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Preise der angezeigten Veranstalter im Reisebüro nicht nur mitgegangen, sondern auch um vier Prozent unterboten werden.

Zu den weiteren Verbesserungen in Version 1.1 gehört der Versand der angezeigten Angebote per E-Mail. Außerdem wird ein angefangener QuickCheck nun zwischengespeichert und kann später weiter bearbeitet werden. Wie die Angebote, können auch QuickChecks per Mail versendet werden.

Insgesamt macht Holidaycheck (App Store-Link) als Gratis-App einen richtig tollen Eindruck. Es fehlt lediglich eine direkte Buchungsmöglichkeit in der App selbst, die wir allerdings gar nicht vermissen: Persönlicher ist die Beratung im Reisebüro – und dort stimmt der Preis später ja auch.

Kommentare 17 Antworten

  1. Würde mich mal interessieren wie ihr auf die 4 % kommt. Also dass der gleiche Preis wie im Internet angeboten werden kann ist klar. Das Reisebüro greift auf die Datenbank des Veranstalters zu und bekommt dann in der Regel den gleichen Preis geliefert, der auch im Internet genannt wird. Eine nochmalige Preisreduzierung durch das Reisebüro ist nicht möglich und nicht erlaubt und es droht der Entzug des Agenturvertrages durch den Veranstalter, falls dieser davon erfährt.
    Denn das Reisebüro ist nur Vermittler und kein eigenständiger Verkäufer der Reisen.
    Die Aussagen, die ihr hier macht lassen den Kunden glauben man könne über den Preis verhandeln, dem ist aber nicht so.
    Viele Grüße von einem Reisebüromitarbeiter und schönes Wochenende.

    1. Richtig, der niedrige Preis ist erstmal aus der Datenbank des Veranstalters. Warum das Reisebüro dann nochmal (freiwillig) vier Prozent runtergeht, weiß ich nicht. Ich habe bei mir im TUI Reisecenter schon zwei Reisen gebucht, ganz normal. Und beide Male hat man mir eben angeboten, noch was am Preis machen zu können. Warum sollte man da nein sagen?

      1. Da hast du recht, ich würde auch nicht nein sagen.
        Inoffiziell geben die Reisebüros Rabatte, die sind aber offiziell nicht erlaubt und schmälern halt die Provision, die das Reisebüro erhält, um den gewährten Rabatt.
        Bei einer Provision von ca. 8 bis 10 % des Reisepreises kann sich ja jeder selbst ausrechnen was da noch hängen bleibt.
        Man will halt keine Kunden verlieren, die evtl. Im Internet buchen würden. Der Kampf um jeden Kunden ist eben hart heutzutage.

        Man kann jetzt aber nicht davon ausgehen, dass das jedes Reisebüro macht und ich wollte eben darauf hinweisen, dass das rein gar nichts mit dem offiziellen Reisepreis zu tun hat.

  2. Stimmt! Das was Ihr hier macht schädigt jedem Reisebüro!
    Zitat:“mit dem angezeigten Preis kann man sein Angebot drücken.“
    Geiz ist Geil! Und wieder müssen kleine Reisebüros dicht machen, die vorher einen super Service geboten haben, die das Internet niemals auch nur ansatzweise bieten kann…
    Hauptsache billiger billiger billiger…

    1. Also ich finde den Tip super. Die Vorgehensweise entspricht der freien Marktwirtschaft und ist inzwischen Gang und Gebe. Als ob die Jungs und Mädels von Appgefahren jetzt alle Reisebüros dieser Welt auf dem Gewissen hätten… da macht ihr aber ein ganz schönes Fass auf 

      1. Das ist doch kein Fass…wenn hier aber von „Angebot unterbieten“ und „Preise drücken“ im Reisebüro geschrieben wird, dann ist das nicht korrekt und da liegt es mir als Reisebüromitarbeiter am Herzen das klarzustellen und ich denke als Brancheninsider kann kann kann ich das gut beurteilen.

        Und im übrigen ist es so wie Rolf geschrieben hat, man sollte Holidaycheck nicht blind vertrauen. Aber trotzdem ist eine nützliche App um sich einen ersten Eindruck zu machen. Auch ich nutze Holidaycheck bei der täglichen Arbeit in der Beratung mit dem Kunden.

  3. Kann Linus nur bestärken. Die Preise der Reiseveranstalter sind amtliche Endpreise und keine unverbindlichen Preisempfehlungen.
    Holidaycheck ist schon so manches Mal durch Rabattaktionen aufgefallen.
    Bei Nutzung sollte man sich immer bewußt sein, dass es von einem Unternehmen mit Gewinnabzielung betrieben wird.
    Heißt, Bewertungen werden ungeprüft eingestellt. So kann der Hotelier über Freunde oder Strohmänner sein Ergebnis schönen oder das des Mitbewerbers negativ beeinflussen.
    Außerdem gibt bei Veranstaltern erhebliche Qualitätsunterschiede. Man denke nur mal letztes Jahr an die Aschewolke, bei der so mancher Veranstalter die Reiseverträge vor Ort kündigte und die Kunden dann alles selbst zahlen mussten.
    Fazit: als erstes Infomedium mag Holidaycheck ganz gut sein, als einziges auf keinen Fall. Und was spricht dagegen, sich auf die Empfehlung seines Reisebüros zu verlassen. Ist doch wie beim Friseur. Man vertraut ihm oder nicht.

    Also Vorsicht bitte mit Aussagen und Bewertungen in Branchen ohne Branchenkenntnisse.

    1. „Amtliche“ Endpreise? Welches Amt legt die fest? Sind also Reiseunternehmen staatlich gelenkte Unternehmen? Ich denke nicht. Das sind alles Unternehmen, die sich am Markt orientieren, oder wie sonst sind z.B. Frühbucherrabatte (Rabatte!) möglich?

      1. Die Preise bestimmt der Reiseveranstalter und nicht das Reisebüro und das Reisebüro muss sich an diese Preise halten. Denke das war mit „amtlich“ von Rolf gemeint.

      2. Grundsätzlich richtig. Trotzdem wird in Dtschl. Unterschieden zwischen dem sogenannten amtlichen Endpreis und der unverbindlichen Preisempfehlung. Das hat nichts damit zu tun, dass Reiseveranstalter staatlich sind.
        Auch Frühbucherrabatte können gewährt werden und sind ausgeschrieben.
        Beim Bäcker gibt es auch Endpreise. Beim Autohändler die unverbindliche Preisempfehlung.

        Übrigens ist der Preis in der App nicht viel wert, da es ein Preis ist ohne Angabe von welchem Flughafen, welche genaue Reisedauer (in der app heißt es nur 5-9 Tage) und welches Zimmer.

        1. Entschuldige bitte, wenn ich über die „amtlichen“ Preise lache! Warum sind die Preise für die gleichen Angebote nicht über das ganze Jahr gleich hoch? Genau: in den Ferien ist die Nachfrage höher und die Preise steigen. Ein „Gesetz“ der Marktwirtschaft; den Mehrgewinn nimmt man mit. Also geht es hier um variable amtliche Preise. Warum sollte also der potenzielle Reisebucher nicht versuchen, den vom Reiseunternehmen veränderbaren Reisepreis zu seinen Gunsten zu drücken?

          Und zu den Brötchen, da ist es wie beim Benzin: ist es hier zu teuer, dann fahre/gehe ich zum Nächsten.

  4. Ich finde es eigentlich sehr bedauerlich, daß Service in Deutschland nichts kosten darf.

    Die Geiz ist Geil Mentalität führt in die Sackgasse.

    Vielleicht kommt der Tag, an dem wir eine Beratungsgebühr im stationären Handel und Touristik zahlen, damit dem Serviceklau ein Riegel vorgeschoben wird.

    Dabei ist es in der Touristik gar nicht notwendig, weil es bei Pauschalreisen zumindest keinen Preisunterschied zwischen Handel und Internet gibt.

    Und bei bei Bahn und Flug nehmen heute schon Reisebüros ein Serviceentgelt. Und das ist richtig so. .

    1. Ja das müssen sie auch, aber nicht um sich an der Buchung zu bereichern, sondern weil inzwischen weder von der Bahn noch von den Airlines Provisionen für den Verkauf gezahlt werden.

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