Das Thema geht regelmäßig durch die Presse und durch Social Media: Negative Rezensionen und Bewertungen werden von den Betreibern eines Restaurants oder eines anderen Betriebs gelöscht. Natürlich mit dem Ziel, dass die schlechten Rezensionen wieder von Plattformen wie Google Maps verschwinden.
Das große Problem dabei: Nach deutschem Recht ist es relativ einfach, eine negative Rezension löschen zu lassen. Dazu schreibt Google auf seiner Webseite: „Deutsche Gerichte haben die Hürden für Unternehmen, Bewertungen als diffamierend anzufechten, niedrig angesetzt. Neben dem Nachweis, dass eine Bewertung eine diffamierende Aussage enthält, können Unternehmen auch anführen, dass die Person, die eine Bewertung verfasst hat, kein Kunde war.“
Vor allem kommt es auch auf die Art und Weise der Rezension an. „Die können überhaupt nicht kochen und es hat alles einfach nur schlecht geschmeckt“, dürfte als Rezension relativ einfach gelöscht werden können. Besser wäre: „Ich habe mir den Grillteller bestellt und er hat einfach nicht meinem Geschmack entsprochen. Daher würde ich den Imbiss nicht weiterempfehlen“.
Google zeigt jetzt an, wie viele Bewertungen gelöscht wurden

Aber sind tatsächlich Bewertungen und Rezensionen auf Verlangen der Betreiber gelöscht worden? Bisher war das nicht nachvollziehbar. Ab sofort zeigt Google unter den Rezensionen einen Hinweis an: „21 bis 50 Bewerbungen aufgrund von Beschwerden wegen Diffamierung entfernt“, heißt es sowohl in der Google Maps Anwendung als auch im Browser.
Wichtig zu wissen: Gezählt werden nur Bewertungen der letzten 365 Tage, die „aufgrund zulässiger Beschwerden wegen Diffamierung nach deutschem Recht entfernt wurden“. Löscht Google selbst die Bewertung, etwa wegen rassistischer Inhalte, wird das nicht mitgezählt.
Ich habe zukünftig jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich ein Restaurant mit 4,5 Sternen ohne gelöschte Bewertungen entdecke. Auf der anderen Seite habe ich ganz in der Nähe schon ein Restaurant entdeckt, das insgesamt 56 Bewertungen mit 4,7 Sternen hat, bei dem im letzten Jahr allerdings 21 bis 50 Bewertungen entfernt wurden. Warum die Bewertungen genau entfernt wurden, erfahren wir zwar nicht, ein gewisses Geschmäckle bleibt aber auf jeden Fall.
Diese Löscherei ist der Tod der freien Meinungsäußerung. Bis auf Diffamierung etc sollte das Löschen nicht zulässig sein. Gut dass Google jetzt wenigstens die Anzahl einführt. Dann kann man sich auch seinen Teil denken.
Sehr gut. Seit dem immer mehr meiner Bewertungen gelöscht wurden die weniger als 4 Sterne haben, habe ich generell aufgehört zu bewerten.
Nun hat sich mein Eindruck bestätigt, bei einem Restaurant hier steht das über 250 Bewertungen gelöscht wurden.
Ja, das ist echt nervig. Aber jetzt kann man das anders bewerten. Wenn ich jetzt einen Laden sehe mit zum Beispiel 4,1 oder 4,2 Sternen, dort aber keine Bewertungen gelöscht wurden, kann es ja gar nicht so verkehrt sein.
Ging mir auch so.
So hat es am Ende überhaupt gar keinen Spaß Antje gemacht, selbst wenn es eine 5 von 5 gewesen ist.
Hab mittlerweile alle meine Bewertungen, Bilder usw. selbst gelöscht und das Ganze beendet.
Das Bewertungssystem so ist eh für die Katz, man gibt 1 Stern da man total unzufrieden ist mir den Lokal.
Essen schlecht, Servicekraft macht nicht ihren Job, Chef Arrogant.
Bewertung wird gelöscht, wegen Diffamierung. Zeit gleich gibt es aber keinen Beweis dass die 5 Sterne Bewertungen echt sind und nicht der Inhaber mir diversen Accounts oder Freunde gemacht haben.
Ähnliches hatte ich auch schon mit einen Tauchshop bzgl. der Revision meinen Atemregler. Der Shop sagte mir, haben sie nun nur noch ausnahmsweise gemacht da sie innen anfangen zu oxidieren und ich bräuchte neue. Okay nimmt man so halt mal hin, Guide beim tauchen konnte sich das nicht vorstellen und hat auch rein geschaut nichts gefunden was auf eine Oxidation hindeutet und nun hat ein anderer Tauchshop ohne eine Mängel gefunden zu haben, eine weitere Revision gemacht.
Die entsprechende Bewertung (1 Stern, die besagt dass einen Falsche Taschen aufgetischt werden, damit neues Equipment gekauft wird) bei den ersten Tauchshop wurde natürlich entfernt wegen Diffamierung… Nun wird bei Google gerade aber dank der entsprechenden Protokolle des neuen Tauchshops aber geprüft ob die Bewertung nicht zu unrecht gelöscht wurde.
Richtig traurig sogar das 3-4 Sterne welche Löschen lassen und das obwohl man entsprechend lobt und noch begründet warum es nicht für mehr gelangt hat oder warum man eben die Sterne abgezogen hat. Nur 5 Sterne kann es nicht geben, es gibt immer was zu verbessern, wer das nicht einsieht wird früher oder später untergehen.
Jep – bei Revisionen muss man immer aufpassen, wem man sie anvertraut. Lieber einen zuverlässigen Shop finden und diesen immer zusenden. Lokale Shops sind nicht immer die besten (insbesondere, wenn sie mehr Gewinn brauchen/rausschlagen wollen). Auch wenn man gerne mehr lokale Shops hätte – muss man Zuverlässigkeit bevorzugen.
Die Regelungen finde ich grundsätzlich sehr gut.
Denke aber bald wird sich ein Richter finden der das wieder kippt, leider.
Bei Trustpilot habe ich das Problem, dass man sehr oft jetzt als KI oder sonst was geflaggt wird und keine echte Bewertung mehr durchkommt.
Man veröffentlicht sie, und nach 1 Stunde ist sie wieder kommentarlos offline.
Hier muss der Gesetzgeber die Meinungsäußerung mit signifikanten Strafen durchdrücken. Der „freie Markt“ hat versagt.
Bei mir zeigt er das leider noch nicht an. Weder im Browser noch in der App
Was bitte soll denn 21 bis 50 Bewertungen bedeuten? Warum kann keine genaue Zahl angegeben werden?
Bei den deswegen gelöschten Bewertungen, können die Verfasser in einen Bestimmten Zeitraum noch Einspruch herben, müssen dann aber beweisen dass sie eben wirklich dort warten und die Bewertung gerechtfertigt war.
Entsprechend deswegen diese Angabe. Bei 21 wurde kein Einspruch erhoben in diesen Zeitraum, daher sind die fix weg wegen Diffamierung. 29 ist der Zeitraum noch aktiv für den Einspruch und könnten daher wieder auftauchen.
Eine entsprechend Einordnen wie das Lokal, Shop etc. aber mit negativen Erfahrungsberichten umgeht, kann man sich trotzdem machen.
Bei den Beispiel von mir, der besagte Tauchshop hat so gut 5% solcher Berichte entfernen lassen und nun nur noch 4 & 5 Sterne Bewertung (ø4,9). Also alles andere als Seriös, zumal die Bilder von der Bude schon jeden verdeutlichen dass das nicht stimmen kann.
Bei den Lokal das ich oben auch angesprochen habe, sind so fast 20% entfernt worden und es hat nun einen durchschnitt von 4,6. die 1 oder 2 Stern Bewertungen die noch existieren, sind die wo sich das Lokal entsprechend gerechtfertigt hat, warum und wieso der Abend so war oder dass was entscheidendes bei der Bewertung abging (To-Go Bestellt und dann wollte der Kunde trotzdem im Resturant essen, was aber nicht so einfach möglich ist wegen den Unterschiedlichen Steuersätzen).
Vielen Dank für die Antwort
Ich möchte im Zusammenhang mit diesem Artikel gerne mal die andere Seite der Medaille erläutern.
Ich habe selbst einen gastronomischen Betrieb in Österreich und auch mein Unternehmen wird regelmäßig bewertet. Ich möchte dazu erwähnen, dass unser Lokal mehrfach ausgezeichnet wurde und wir so gut wie keine Beschwerden vor Ort haben. Aber trotzdem nehmen negative Fakebewertungen auch bei meinem Account rasant zu! Es gibt dann Bewertungen mit z.B. folgendem Wortlaut: „Heute gibt es Regenwürmer zum Frühstück!“. Es melden sich sehr viele Firmen die gegen Geld, das Löschen dieser Bewertungen vornehmen wollen. Hier steckt meiner Meinung nach eine Mafia dahinter. Und es ist von uns aus nicht ganz so einfach eine Bewertung löschen zu lassen. Klingt am Papier einfach, ist es aber nicht! Die “Regenwurmbewertung“ brauchte mehrere Anläufe bevor Google diese gelöscht hat. Man sollte hier also wirklich auch die Meinungen und Erfahrungen der geschädigten Betriebe miteinbeziehen, bevor man hier teilweise so negative Kommentare von sich gibt. Da mich dieses Thema stark betrifft, kann ich hier aus Erfahrung sprechen. In Italien gehen sie jetzt einen anderen Weg, den ich sehr befürworte. Man kann nur eine Bewertung für ein Unternehmen abgeben, wenn man den Nachweis erbringt, dass man dort war bzw. etwas konsumiert hat. Als Nachweis dient die Rechnung. So ähnlich funktioniert es auch bei Booking.com. Nur wer wirklich Gast war und gebucht hat, kann eine Rezension schreiben.
Ich selbst verfasse nie Rezensionen, da ich der Meinung bin, dass sich jeder selbst ein Bild über einen Betrieb machen sollte. Meist werden Rezensionen aus Frust verfasst. Vielleicht sollte man sich als Gast/Kunde überlegen ob man seinen Unmut oder Freude nicht vor Ort kundtut.
Es stimmt natürlich dass eher aus Frust bewertet wird bei uns Deutschen. Aber solche Bewertungen wie „Heute gibt es Regenwürmer zum Frühstück“ sind halt auch eindeutig.
Wenn aber detaillierte Dinge beschrieben werden, was nicht gepasst hat. Wird wohl was wares dran sein, es kommt da definitiv auf sie Art der Bewertung. Entsprechend Nutzer deren Bewertung gelöscht werden, die auf Tatsache beruht und nicht auf Behauptungen oder von der Konkurrenz, die werden auch Ihre Art wie sie dass ganze Handhaben überdenken. Beispiel an Hand von Fotos wie das Essen ausgesehen hat oder wie das Lokal aussieht etc. schwierig wird es halt mit Bewertung des Service, da kann man es schlecht beweisen wenn der Kellner einen an mault der er nun mal arbeiten muss.
Auch muss Google eigentlich die ganzen anderen Bewertungen des Users mit ein beziehen. Ist es jemand der immer nur Mault? Vermutlich dann eher eben einer der gezielt schlecht bewertet oder ist es ein User der von 1bis 5 alles vergibt, je nachdem wie gut oder schlecht halt seine Erfahrung war.
Die Einstellung nicht bewerten, es soll sich jeder selbst ein Bild machen klingt zwar gut, ist aber auch nicht Sinnvoll. Wenn man selbst komplett ins Klo gegriffen hat bei dem Lokal, Shop etc. (also Service Unterirdisch, Essen roh und dann auch noch Rechnungen die Automatisch Trinkgeld enthalten, da sollte man schon andere potentielle Gäste warnen) und nicht sich denken „ha, ich hab ins Klo gegriffen, dass sollen noch ein paar andere auch“.
Ich habe in einem Restaurant einmal 2 Stunden auf mein Essen gewartet und dann war es noch nicht einmal das, was ich bestellt hatte. Ich bin dann gegangen und musste zum Glück (oder war es Kalkül vom Betrieber?) die Getränke nicht bezahlen. Ich habe auch eine Google Bewertung hinterlassen, habe aber natürlich keinen Nachweis darüber, dass ich dort war, weil ich keine Rechnung bekommen habe. So kann das also auch nicht funktionieren. Bewertungen sollten nur dann gelöscht werden dürfen, wenn sie persönliche Daten beinhalten, Beleidigungen, Diffamierungen oder offensichtlich falsche Angaben enthalten, wie mit den Regenwürmern. Meinungsfreiheit und der Schutz von Persönlichkeitsrechten oder des gerechten Wettbewerbs wird immer ein schmaler Grat bleiben.
Ja, ich bin auch für das „Vor-Ort-Prinzip“ und der Ausdruck des Missfallens am Tisch mit dem Inhaber oder der Bedienung.
Dennoch ist der Weg von Google ein gangbarer. Er lässt Bemühungen durchscheinen, trotz Gerichtsurteilen einigermaßen fair zu bleiben.
Wennn ich mir die Kommentare einiger Nutzer hier ansehe (weiter oben: kam, barkeeper z.B.), dann möchte ich gar nicht erst wissen, wie ihre Bewertungen über Restaurants oder Gaststätten ausgesehen haben…
Da du hier ständig über Apple und deren Preisen am meckern bist, wollen wir deine Bewertungen auch nicht sehen, können uns aber denken wie die aussehen.
Warum musst du andere Poster runtermachen? Hilft dir das?
Habt ihr echt meinen Beitrag gelöscht? Ihr seid ja nicht besser als Google. WTF
Aus Erfahrung lässt sich sagen: Negative Bewertungen kommen von allein, um positive muss man sich i.d.R. aktiv bemühen. Falls es die Menge der Bewertungen zulässt, fördert eine Antwort auf jeden Kommentar auf jeden Fall das Vertrauen in den Anbieter – wenn es denn nicht immer dieselbe Standardantwort ist.