Lieferungen: Unsere liebste Tracking-App setzt jetzt auch auf ein Abo

Vernünftige Lösung für Bestandskunden

Im Oktober wird es wieder besonders spannend: Schafft es das neue iPhone rechtzeitig von Prag nach Köln? Wurde es bereits in das Zustellfahrzeug geladen? Wer Pakete genau so wenig erwarten kann wie es bei uns manchmal der Fall ist, setzt sicherlich auch auf eine App wie Lieferungen (App Store-Link).

Bevor wir auf das heutige Update zu sprechen kommen, werfen wir aber erst einmal einen Blick zurück: Wir haben bereits 2010 zum ersten Mal über Delivery Status Touch berichtet, wie die App früher hieß. In den letzten 10 Jahren wurde „Lieferungen“ etliche Male aktualisiert und mit neuen Funktionen ausgestattet.


Da kann man es den Entwicklern kaum verübeln, dass sie auch jetzt noch Geld mit ihrer App verdienen wollen und ab sofort ein Abo anbieten. Zumal für Bestandskunden eine faire Lösung getroffen wurde: Man kann die App in Zukunft weiter wie bisher nutzen, bekommt frühestens ab dem 1. Februar 2021 aber keine neuen Funktionen mehr.

Es gibt nur eine einzige Einschränkung: Die Junecloud ist nur noch im Abo nutzbar. Mit diesem Feature kann man eingehende E-Mails an eine bestimmte Adresse weiterleiten und die Sendungsdaten werden dann automatisch in die Lieferungen-App eingefügt. Ich persönlich habe dieses Extra ohnehin nie genutzt, die Pakete habe ich meist in wenigen Sekunden manuell hinzugefügt und danach über die iCloud synchronisiert. Ärgerlich ist das sicherlich für alle Bestandskunden, die genau diese Funktion gerne nutzen.

Ich werde Lieferungen jedenfalls erst einmal weiter nutzen und freue mich für den Moment auf die neuen Funktionen:

  • Design-Update: Das komplette Interface wurde überarbeitet und lässt Lieferungen jetzt noch moderner aussehen, ohne gleich das ganze Konzept der App über den Haufen zu werfen. Zudem gibt es einen Dark Mode.
  • Tracking-Verlauf: Bisher hat Lieferungen nur den aktuellen Status des Pakets in der App angezeigt, für einen detaillierten Sendungsverlauf musste man die Webseite des Paketdienstleisters aufrufen. In der neuen Version werden die einzelnen Sendungsschritte bei vielen Anbietern direkt in Lieferungen angezeigt.
  • Sendungen hinzufügen: Spannend vor allem auf dem iPad und Mac. Mails können jetzt einfach in Lieferungen geschoben werden, um darin enthaltende Sendungsnummern automatisch zu erkennen.

Das neue Abo für Lieferungen kostet entweder 99 Cent pro Monat oder 5,49 Euro pro Jahr. Ist euch das die Funktionalität pro Jahr wert oder setzt ihr lieber auf eine Alternative aus dem App Store?

‎Lieferungen (Deliveries)
‎Lieferungen (Deliveries)
Entwickler: Junecloud LLC
Preis: Kostenlos+

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Kommentare 16 Antworten

  1. Ich nutze auch seit Jahren Parcel. Mir ist es vor Allem wichtig die ungefähre Ankunft des Pakets zu erfahren. Der Rest ist ja eher Spielerei; Parcel hat, meine ich auch mal ein Abo-Modell eingeführt, seinen Bestandskunden aber ne Lifetime-Lizenz gegeben…

  2. noch ein Abo und noch ein Abo nee ohne mich
    Macht doch mal eine Umfrage wer wie viel für Abos im Monat bezahlt, das Leppert sich mit der Zeit

    1. Auf der anderen Seite muss man auch sagen: Man hätte den Entwicklern auch nicht böse sein können, wenn sie nach 10 Jahren kostenlosen Updates eine ganz neue App gemacht hätten und Bestandskunden das aktuelle Update nicht mehr erhalten hätten. Ich habe vor etlichen Jahren 5 Euro für die App bezahlt und muss sagen, dass ich dafür sehr viel erhalten habe. Natürlich hat so eine Abo-Sache immer einen Beigeschmack, meiner Meinung nach haben die Entwickler das hier aber fair gelöst für die bestehenden Nutzer.

      1. Fair gelöst für die bestehenden Nutzer auf jeden Fall, da gebe ich recht. Als interessierten neuen Nutzer haben sie mich damit aber vergrault.

        Ist wie bei Paste 2, eine meiner Lieblingsapps auf dem Mac die ich nicht missen möchte. Ich hab die mal gekauft und darf sie deshalb weiter nutzen, aber ich kann sie nicht mehr weiterempfehlen weil es die App nur noch im Abomodell gibt.

      2. Könnte man alles umgehen, wenn Apple kostenpflichtige Updates anbieten würde. Ich denke viele würden eher darauf setzen wie auf Abos und ich denke die Akzeptanz bei den Kunden ist höher.
        Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass es in solch einem Falle rechnet. Vor allem wenn es kostenlose Konkurrenzprodukte gibt, die gleich viel leisten

        1. Ja, das wäre meiner Meinung nach auch eine gute Lösung. Da könnte man sich ansehen, was man ein Neuerungen bekommt und dann entscheidet, ob man diese dann für den gewünschten Preis freischalten möchte.

          Auch hier gibt es sicherlich einige Hürden. Ist das Jahres-Update für den Nutzer X, der im Jahr zuvor gezahlt hat, etwa genau so teuer wie für den Nutzer Y, der drei Jahre zuvor zuletzt gezahlt hat?

          Am Ende muss Apple hier eine für Entwickler einfach zu integrierende Lösung finden. So wie die Abos gepusht werden, sehe ich da aber zunächst einmal nichts.

  3. Hatte die App lange im Auge und wollte sie eigentlich noch kaufen. Das ärgert mich jetzt natürlich aber gut, muss ich wohl ne andere App finden. So viel bestelle ich sowieso nicht.

  4. Abo ist ein no-go. Das Argument „Entwickler für ihre Arbeit bezahlen“ kann ich nicht gelten lassen. Man hat bereits gezahlt und damit auch die Unzulänglichkeiten (Bugs) hinnehmen müssen bis die Entwickler ihre Fehler entfernt haben. Updates sind zu weiten Teilen „Wiedergutmachung“ für Schlamperei und neue Funktionen sind ein Faktor für die Kundenbindung. Es ist ein Geben und Nehmen. Zufriedene Kunden sind auch ein Werbefaktor. Zudem kommt es gar nicht mal so selten vor, dass eine Firma den Bach runter geht und dann ist der Kunde mit Abo der Blöde. Insbesondere bei Cloud-Diensten bedeutet das den Totalverlust wenn ein Produkt / eine Software nicht ohne permanenten Herstellersegen läuft. Und wie wird die Leistung gerecht bezahlt wenn es gar keine Produkt-Weiterentwicklung gibt? Dann wird nur gezahlt…immer wieder. Nein, dieser Abo-Seuche muss man entgegen treten. Ich bezahle nur was ich ohne Einschränkungen Dritter auch nach Belieben nutzen kann.

    1. Naja, das kann ich so auch nicht stehen lassen.

      Wenn du die App gekauft hast, hast du ein Produkt gekauft, so wie es zu dem Zeitpunkt verfügbar ist. Über alles, was danach kommt, hast du keinerlei Vertrag. Das mit den Updates zur Fehlerbehebung und die Funktionstüchtigkeit mit den nächsten folgenden iOS-Updates kann man sicherlich erwarten.

      Wenn du ein Auto kaufst, kannst du ja auch nicht erwarten, dass dir nach etlichen Jahren ein neuer Motor eingebaut wird, der mehr Leistung hat. Oder du ein neues Auto-Radio mit neuen Funktionen bekommst.

      Fakt ist: Im App Store sind wir, was kostenlose Updates angeht, sehr verwöhnt. Überlegt doch mal, wie der Software-Markt davor aussah? Da haben wir jedes Jahr zahlen müssen, wenn wir eine neue Version nutzen wollten. Selbst für die Betriebssysteme.

      Dass das Abo die ultimative Lösung ist, denke ich nicht. Man sollte meiner Meinung nach aber auch nicht denken, dass man selbst nach Jahren noch Anspruch auf kostenlose Updates hat, nur weil man eine App gekauft hat.

      1. Tatsächlich erwirbt man keine App, sondern lediglich die Lizenz sie nutzen zu dürfen.
        Ist übrigens bei allen Medien so.

        Der Punkt, den Abos komplett sinnlos macht, ist, dass die Entwickler denken, dass man genau ihre App braucht. Das ist aber Quatsch, weil die meisten von und und endlich Geld zur Verfügung haben. Es ist schlicht unmöglich alle Apps nach dem Abo-Prinzip zu erwerben, wie sich die Entwickler wünschen.

        Aber der Markt wird es regeln. Das dauert nicht mehr lange.

  5. Mal ehrlich, hab sie selber damals gekauft und ja es ist wenn man die Paket hinzufügt schon schön alles auf einen Blick zu haben …aber zum Bleistift Amazon Paket , keine Chance – daher ist diese app leider nicht mehr zu gebrauchen und nun hat die App selbst das Deinstallation Datum festgelegt ! Sorry, aber für privat eher unnütz…

  6. @Fabian -> Ach je jetzt fängst Du auch schon mit solch wirklich blöden Autovergleichen an. Bisher fand ich Deine Kommentare immer sehr vernünftig, zurückhaltend und konstruktiv. Also bleib bitte dabei:-)

    Aber das? Was hat eine App deren einziger Nutzen es ist Lieferungen zu tracken bitte mit einem Auto zu tun? Übrigens hab ich bei einem Auto die Möglichkeit wenigstens selbst Hand anzulegen, es aufzuwerten (neues Autoradio, sogar einen neuen Motor kann ich mir einbauen wenn ich will etc.) und ich kann es fahren bis es auseinander fällt;-) Hast Du schon mal ein Auto im Abo gesehen? BMW ist mit seinem Käse AppleCar im Abo anbieten zu wollen glücklicherweise auch böse auf die Nase gefallen.

    Bei vielen Apps werde ich teilweise in ein Abomodell gezwungen ohne es zu wollen. Und so ein Abomodell sollte dann auch zum Geschäfts-/Nutzenmodell der App passen. Bei Netflix, Amazon Prime etc. macht es ja Sinn. Aber bei kleinen Apps mit winzigem Funktionsumfang, die noch nicht mal täglich benötigt werden, ist es idiotisch auf den Abozug aufspringen zu wollen, nur weil AppleGott es so will. Just my 2 cent

    1. Ich habe nicht gesagt, dass ich das Abo in der Lieferungen-App gut finde. Ich persönlich würde dafür auch nicht jährlich zahlen.

      Ich sehe aber auch nicht ein, dass jemand meint ein lebenslanges Anrecht auf kostenlose Updates zu haben, nur weil er vor Jahren Geld für eine App bezahlt hat.

      Und wer sich einen neuen Motor in sein Auto einbauen kann, der kann sicherlich auch eine App selbst programmieren 😉

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