Von der Microsoft 365-Suite mag man halten, was man will. Ich persönlich habe mich schon seit Jahren von den Anwendungen und Services des Unternehmens verabschiedet und nutze im Alltag für die Arbeit und auch privat Apples Office-Lösungen, Drittanbieter-Apps oder Open Source-Dienste. Mit dem Bundesland Schleswig-Holstein hat sich jüngst auch eine Länderregierung von Microsoft losgesagt und wird in Zukunft auf quelloffene Lösungen in der Verwaltung setzen.
Wer nach wie vor Microsoft 365 im geschäftlichen Bereich verwendet, zählt laut eines Blogbeitrags von Microsoft derzeit zu den mehr als 430 Millionen Menschen, die Microsoft 365-Apps nutzen. Zudem gibt der Konzern an, dass mehr als 90 Prozent der Fortune 500-Unternehmen auf Microsoft 365 Copilot, den KI-Assistenten von Microsoft, setzen.
„[W]ir [sind] bestrebt, sichere, innovative Lösungen für eine KI-gestützte Zukunft zu liefern. Heute kündigen wir die erweiterte Verfügbarkeit von KI-, Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen für Microsoft 365-Angebote im Jahr 2026 an. Mit diesen Innovationen werden wir auch unsere kommerziellen Preise für Microsoft 365 Suite-Abonnements ab dem 1. Juli 2026 aktualisieren.“
Microsoft begründet die Einführung von neuen KI-gestützten Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen mit einer „zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft, steigenden IT-Anforderungen und dem dringenden Bedarf an KI-gestützter Transformation“. Schon im September dieses Jahres hatte Microsoft „einen sicheren KI-Chat“ namens Microsoft 365 Copilot Chat veröffentlicht und diesen in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote integriert.
Copilot Chat soll „Posteingang und Kalender verstehen“
In Zukunft soll Copilot Chat auch den eigenen E-Mail-„Posteingang und Kalender verstehen“ und Zugriff auf den Agentenmodus im Chat sowie die Office-Apps erhalten, um besser mit Copilot arbeiten zu können. Die IT-Administration bekommt zudem integrierte Steuerelemente auf Unternehmensebene spendiert, „um Copilot Chat zu sichern, zu verwalten und zu messen“, wie Microsoft berichtet.
Zudem will Microsoft erweiterte E-Mail-Sicherheitsfunktionen von Microsoft Defender in mehreren Office 365-Stufen einführen, „um mehr Unternehmen dabei zu helfen, Phishing, Malware und bösartige Links auf ihren E-Mail- und Kollaborationsplattformen zu erkennen und davor zu schützen“. IT-Teams sollen darüber hinaus weitere Endpunktverwaltungsfunktionen in den Stufen Microsoft 365 E3 und E5 erhalten, beispielsweise mit Microsoft Intune Remote Help, Intune Advanced Analytics und Intune Plan 2.4. Um Teams dabei zu helfen, „schnell und einfach mit mehr als 70 Microsoft- und von Partnern-Agenten zu beginnen“, soll auch Microsoft Security Copilot an die Microsoft 365 E5-Kundschaft verteilt werden.
Im Zuge der Neuerungen will Microsoft beginnend mit dem 1. Juli 2026 auch neue Preise im Business-Bereich einführen. Die Änderungen sollen weltweit gelten, wobei lokale Marktanpassungen für die Business-Produkte vorgenommen werden und die Preise für gemeinnützige Organisationen an die Business-Preise angepasst werden. So steigt beispielsweise der Listenpreis der Microsoft 365 Suite im Business Basic-Tarif pro Monat und User von 6 auf 7 USD, in der Microsoft 365 E5-Stufe von 36 auf 39 USD. Die Preise im Business Premium (22 USD)- und Office 365 E1 (10 USD)-Tarif bleiben identisch.
Mit der Ankündigung zu weiteren KI-Aktualisierungen von Microsoft 365 treibt der Konzern aus Redmond, USA, seinen Fokus auf KI-gestützte Dienste weiter voran. Schon seit einiger Zeit sind auch in die Microsoft 365-Produkte für die Privatkundschaft zahlreiche KI-Funktionen über Microsofts Copilot integriert worden – längst nicht zur Freude aller Kunden und Kundinnen.
Nutzt ihr privat oder bei der Arbeit Dienste von Microsoft? Oder habt ihr dem Konzern aus Redmond den Rücken gekehrt? Falls ja, welche Anwendungen und Services verwendet ihr stattdessen? Wir sind wie immer gespannt auf eure Rückmeldungen zum Thema.



Lieben Dank für den Hinweis, dass dieser Mist demnächst NOCH teurer wird. Ich nutze Microsoft Office mit selbst gekaufter Lizenz im privaten und ehrenamtlichen Bereich, weil so der Datenaustausch mit Dritten am einfachsten ist und die Kinder es für die Schule gebraucht haben. In den letzten Jahren habe ich dafür immer eine Familienlizenz für rund 50 € bekommen. Jetzt stand die Verlängerung an und es gab keine Angebote mehr, weshalb ich direkt bei Microsoft das Doppelte abdrücken musste. Und das vor dem Hintergrund, dass seit Einführung der KI bei allen Programmen alles mögliche auch noch verschlimmbessert wurde. Inzwischen läuft alles wieder stabil, aber ich werde mich im neuen Jahr definitiv mit den Apple Produkten befassen und auf jeden Fall das Microsoft Abo kündigen.
mein Beileid, dass du es nicht geschafft hast, frühzeitig die Lizenz zum Angebotspreis zu verlängern und jetzt völlig überraschend 8,25 EUR pro Monat für die ganze Familie „abdrücken“ musstest 😆
Du fängst an dass du es im privaten und ehrenamtlichen Bereich nutzt weil so der Datenaustausch einfacher ist. Nun willst du auf einmal dich aber mit den Apple Office Suite „iWork“ beschäftigen.
Dir ist klar das Word zum Beispiel doc oder docs verwendet und Pages verwendet ein proprietäres Dateiformat (.pages), Pages kann zwar die Word Dokumente öffnen aber mir hat es mit einer Regelmäßigkeit dann das Layout zerhauen. Noch schlimmer wird es wenn du mit Exceltabellen arbeitest die deutlich mehr können als nur + und – Rechnen.
Heißt es wird kein bisschen einfacher für dich allein wenn du mit deinen eigenen Daten arbeitest, kommen dann noch von anderen welche hinzu wird es noch schlimmer.
Du solltest dir da eher open Office oder so ansehen aber nicht das „iWork“.
Seit gefühlt 30 Jahren ist Outlook so besch… und funktionsarm wie eh und je. Leider muss ich es geschäftlich nutzen.
Ich habe Outlook den Rücken gekehrt und nutze den emClient. Ein mächtiges Tool, das zumindest für mich alles verbessert hat 🙂
Bei Apple habe ich mittlerweile 2TB CloudDrive, das macht Onedrive demnächst auch obsolet und danach nehme ich Open Office bzw. die Apps von Apple
Als die Rechner laufen lernten, musste man das MS-Zeug nutzen, weil es die Firma so wollte. Heute, Jahrzehnte später, haben sich die Unternehmen mit ihren schlauen MS-IT-Gefolge, noch mehr in den Mist reingeritten und sich immer mehr abhängig gemacht. Als Einzelanwender kommt man da mit etwas Umsicht ganz leicht wieder raus – wo Apple mit seinem Office-Paket gut hilft. Aber in einem Unternehmen ist man wirklich dumm dran. Ich schleppe täglich mein iPad und MBA mit ins Büro, um die wirklich wichtigen Sachen mit meiner Technik abzuleisten.
Bei uns (deutschen Luftfahrt Unternehmen) ist es essenziel wichtig für den Austausch mit Lieferanten, Partner und Kunden dass wir MS Office verwenden. Neuerdings damit alles schneller geht sogar, sowie es entsprechend Sicherheitstechnische Freigaben erlauben, via M365 (also eben Cloud).
Bei meiner Frau (deutsche Automotive Branche) ist es da sehr ähnlich.
Privat langt uns open Office vollkommen und da ist es open Office geworden da es dass einfach überall gibt. Da muss ich mir keine Gedanken machen, wenn ich von macOS zu Windows wechsel oder Linux.