99 Cent: Mehr Möglichkeiten für Entwickler

Bereits am Mittwoch haben wir berichtet, dass die Preise einiger Apps um 10 Cent gestiegen sind. Nun gibt es nähere Details.

App Store PreiseEine generelle Preiserhöhung gibt es im App Store zum Glück nicht, erst im Oktober 2012 wurden die Preise in Deutschland ja um knapp 10 Prozent angehoben. Nun haben Entwickler allerdings mehr Möglichkeiten, die Preise ihrer Apps anzupassen.


Neben den bisherigen Preisstufen wie 89 Cent oder 1,79 Euro haben Entwickler nun auch die Option, die Preise ihrer Apps auf 99 Cent, 1,99, 2,99, 3,99 oder 4,99 Euro zu stellen.

Ein Beispiel sind aktuell zum Beispiel diverse Spiele von Chillingo, die nicht mehr 89 Cent, sondern eben etwas mehr kosten. „Betroffen“ sind neben dem deutschen App Store auch andere europäische Länder wie Österreich, Frankreich oder die Niederlande – außerhalb des Euro-Raums gab es allerdings keine Veränderungen.

Es bleibt fraglich, warum Apple den Entwicklern eine solche Option anbietet, denn mit den aktuellen Preisstufen waren die Umrechnungskurse bisher sehr korrekt. Verkauft ein Entwickler eine App in Deutschland für 89 Cent, bekommt er von Apple rund 62 Cent. Rechnet man die deutsche Mehrwertsteuer auf 0,99 US-Dollar (die unterste Preisstufe in Amerika) und zieht Apples 30 Prozent ab, so kommt man auf etwa 0,82 US-Dollar, das sind ziemlich genau 63 Cent.

Man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich die neuen Preisstufen entwickeln. Automatisch schlecht sein muss das ja nicht: So kann ein Entwickler eine App nun auch für 2,99 statt 3,59 Euro anbieten. Fraglich bleibt nur, welche Entwickler von einer solchen Option Gebrauch machen werden…

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Kommentare 28 Antworten

  1. Ich denke es ist eher eine Preiserhöhung. Die Apps werden mittelfristig öfters auf x,99 € enden.

    „So kann ein Entwickler eine App nun auch für 2,99 statt 3,59 Euro anbieten.“ Dies wird wohl nicht passieren eher wird er auf 3,99 € gehen

  2. Ich denke längerfristig ist es eine Preiserhöhung.

    „So kann ein Entwickler eine App nun auch für 2,99 statt 3,59 Euro anbieten.“ Das wird wohl kaum ein Entwickler so entscheide. Eher wird er zu 3,99 € greifen.

  3. Das klingt ein wenig so wie bei den Benzinpreisen. Auch da KÖNNTEN die Tankstellen den Sprit einen Cent billiger anbieten – die wenigsten tun das aber, sondern der Kunde darf zahlen 🙁

  4. Das machen sie, um uns langsam an die höheren Preise zu gewöhnen… ich denke ab Ende des Jahres gehören die 89 Cent auch der Vergangenheit an…

  5. 89 Cent oder 99 Cent sollten niemandem, der sich ein teures iPhone/iPad/iPod leistet, wirklich weh tun. Dennoch ist es ärgerlich, dass Apple dies nur in Europa so gestaltet, das stört mich daran. Wenn es für den amerikanischen AppStore auch gelten würde, dass die dortigen Entwickler dann 1,19$ oder so ähnlich verlangen könnten, wär’s mir Wurst.

    1. Ganz so helle bist du auch nicht, oder?
      Zwar mögen 10ct nicht viel klingen, aber gerade Leute die viel konsumieren trifft das. Und nicht nur die. Denn von 2,69 auf 2,99 sind auch keine 10ct mehr. Und in den oberen Preisklassen (z.B. Navis) kann dieser „kleine Sprung, dem niemanden weh tun sollte,“ von 74,99 auf 79,99 Euro sehr wohl weh tun.
      De facto werden die Apps allgemein teurer. Sie kommen sehr viel häufiger für 2,69 raus als früher. Heißt der Durchschnittspreis ist unabhängig von Apples Preiserhöhungen gestiegen.
      Und nur weil ich oder sonst jemand ein Mobiltelefon für mehrere Hundert Euro besitze bedeutet das noch lange nicht, dass ich reich bin und mich solche Mätzchen nicht stören. Durch solche Maschen wird ein „Luxus“produkt – was mittlerweile gar nicht mehr Als Luxus gilt, sondern eine Massenware ist, die für 0€ bei jedem Vertrag hinterher geworfen wird – noch teurer als es ohnehin schon ist.
      Abschließend möchte ich mich noch selbst zitieren: „Ganz so helle bist du auch nicht, oder?“
      Das nächste mal benutz deinen Kopf zum denken.

      1. Gut gebrüllt, Löwe. Und jetzt benutzen wir alle mal unseren Kopf, um zu denken:

        Dein Luxusprodukt erhältst Du NICHT für 0 Euro. Kein Unternehmen verschenkt ein teures Smartphone, das finanzierst Du durch Deinen Vertrag und einer Laufzeit von einem oder zwei Jahren. Sei sicher, aber ganz sicher, dass der volle Preis des Telefons in den Vertrag reingerechnet wurde, selbst wenn er nicht separat aufgeführt ist. Wenn das sich für Dich „kostenlos“ anfühlt, ist die Strategie immerhin aufgegangen.

        1. Und jetzt setz dich noch mit dem Rest meines Post auseinander.
          Das Kaufbeispiel diente dazu zu zeigen, dass sich so gut wie jeder ein iPhone holen kann. Sogar die, die diese 10ct sehr kratzen

    2. App-Preise und die damit verbundene Verkaufsstrategie hat für mich nichts mit Hardwarepreisen zu tun. Warum das immer in einen Topf geworfen wird ist mir rätselhaft. Ich kaufe ein teures Gerät und muss deswegen zwangsläufig viel bzw. immer mehr für Software ausgeben? Den Zusammenhang finde ich sehr fraglich.

  6. Man muss so verstehen.Überwiegend sind die Preise von den Anbieter sehr niedlich gehalten.So das die Anbieter da durch mehr Kunden haben,aber wenn die Apps so billig ist hat Apple nicht davon.Um so teuer die Apps um so besser.Irgendwo müssen sie ihr Geld wieder reinbekommen.Was sie bei dem Geräte langfristig einbüßen,um dort nicht den Boden zu verlieren.Wäre so wie bei Nokia die haben dort einfach gepennt.In Medienbereich muss man heute sehr aufpassen

    1. Sorry, aber das stimmt so nicht. auch Apples „Mitverdienst“ ergibt sich aus der schieren Masse an Verkäufen von Software zu Niedrigstpreisen. Und das ohne eigene Arbeit.
      Wenn Apple das wirklich erzwingen würde, dass die Preise steigen, würde „Gratis“ doch vermutlich als erstes abgeschafft werden (oder z.B. Zeitlich begrenzt), oder nicht!? man stelle sich nur vor, was alleine durch die hinzukommende Masse an 89ct-Mitverdiensten reinkäme…

    2. „Was sie bei dem Geräte langfristig einbüßen…“
      Du verwechselst Spielekonsolen mit Handys. Geräte wie Playstation und Xbox bringen Verluste – da wird mit den Spielen Geld verdient. Ein iPhone um € 700,– bringt fette Gewinne!!! Apple verdient bestens an ALLEN seinen Produkten… ;0)

  7. Nit: wer Apps in Europa kauft, zahlt in Luxemburg Mehrwertsteuer. D.h. Apple führt die 15% dort ab.

    Kunde zahlt 0.99 Cent == 115%
    Apple führt in LUX 15% Umsatzsteuer ab: 0.86 Cent kostet die App netto
    Entwickler bekommen 70%: 0.60 Cent landen beim Entwickler

    Ähnliches gilt für andere Regionen, d.h. Mehrwertsteuer wird lokal abgeführt und der Entwickler bekommt 70% des Nettoumsatzes in seiner Währung überwiesen.

    Ob bei US Kunden VAT oder State Tax auf die Preise gerechnet wird, weiß ich nicht — oft werden in den USA Nettopreise ausgezeichnet, d.h. ein Stück Hardware für 100 Dollar kann im Laden an der Kasse 110 Dollar kosten. Onlinehändler können/konnten das allerdings geschickt umgehen, indem sie in einem Bundesland verkaufen und versenden, welches keine State Tax erhebt (Amazon beispielsweise). So oder so, Vorsicht beim Preisvergleich mit den USA, sonst vergleicht man schnell Äpfel und Birnen 🙂

  8. War ja klar, dass selbst die nächste Preiserhöhung hier doch tatsächlich wieder schön geredet wird, wie eigentlich jede Entscheidung die Apple trifft.
    Verblendet? Manchmal könnte man es echt meinen.

  9. Die meisten Apps gibt’s doch eh umsonst.
    Ein wenig warten und appzapp nehmen, dann gibts früher oder später alles für umme.

    Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren drei Apps gekauft und ein paar hundert inkl. Premium umsonst geladen.
    Also, was soll die Aufregung…….

    1. Genau so mache ich es mittlerweile auch. Nur noch Apps mit AppZapp laden und gekauft werden lediglich jene Apps, die unabdingbar für mich sind. Die Preiserhöhung von .79 auf .89 EUR und nun von .89 auf .99 EUR sind in meinen Augen kein Segen für Entwickler. Denn auch wenn sie nun einen Cent mehr erhalten, kaufen doch deutlich weniger iPhone-Nutzer Apps als zu 79er-Zeiten – davon bin ich überzeugt.

    1. Weil es ausreichend fanatische Webportale gibt, die diese Politik und die Preiserhöhung schön reden und das einfache Volk für dumm verkaufen. Zugegeben, manche Extrem-Fanboys sind tatsächlich nicht unbedingt die hellsten.

  10. Hat mal jemand bedacht, das dadurch wohl noch mehr IAP Hölle auf uns zukommen könnte? Je höher der Einstiegspreis desto niedriger die Spontankäufe. Dann wird die App halt umsonst rausgehauen und mit InApp Purchase gewürzt. Ganz tolle Sache das. -__-
    Verstehe eh bis heute nicht welche Spacken da unverhältnismäßig viel Kohle ausgeben und die umsatzstärksten Apps immer mehr zur „Apps die man meiden sollte“-Liste mutiert.

    Gegen einmalige, vernünftig beprelste Features per IAP habe ich meist nichts, aber was die Spiele verunstaltet werden… Seien es nun Goldstücke, Tickets, Donuts oder sonst ein dringend benötigter Schmarrn, wenn man nicht 100 Jahre spielen und/oder warten will. Wer lässt sich denn freiwillig so verarschen?!

  11. Erhöhungen sind immer schlecht,
    In diesen fall macht es aber leider Sinn.

    Warum? Ganz einfach.
    Für den Einzelhandel ( als Beispiel ) ist der Betrag 0,99 extrem wichtig um den Kunden mit beispielsweise 19.99€ psychologisch zu beeinflussen, hört sich einfach besser an als 20€.
    Das ist eine wichtige Strategie in der Preisgestaltung.

  12. Also mir ist das ganze vollkommen Wurst. Mich stören weder 79 ct oder 89 Ct oder 99 Ct. Leute, eine Kinokarte kostet mittlerweile 8€, ein Xbox Spiel 60€! Dinge werden teurer. Das nennt man Inflation. Wenn jetzt plötzlich alle Apps 10% teurer würden, würde ich den Aufschrei ja verstehen, aber bei der puren Möglichkeit, ist mir das echt rille. Und ich bin froh, wenn Entwickler genug Geld verdienen, um tolle Spiele zu entwickeln (EA mal ausgenommen, wobei das noch ein anderes Problem ist). Bei World of Tanks habe ich in den letzten drei Monaten 30€ für IAP ausgegeben, da komme ich mit meinen Ipad Apps nicht ansatzweise hin. Und, Ehrlich gesagt habe ich die Hälfte meiner 89 Ct Apps eh nicht gespielt.

    1. EA hat Geld wie sonst was und hat die meisten seiner Apps seit 2011 nicht mehr aktualisiert, das Icon vieler Apps ist nicht mal Retina, Werbung ohne Ende und teuer.
      Hatte letztens einen seltsamen Moment: Ich sah, dass eine App von denen aktualisiert wurde.
      Und dann kam es, es wurde folgendes aktualisiert:
      »Es wurden Rechtschreibfehler in der Anleitung korrigiert.« 🙂

  13. Also ich fände es cool, wenn es da gar keine Vorgaben gäbe und Entwickler auch Preise wie 84 Cent oder 2,37 € nehmen könnten 🙂

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