Smarter Stand: Mehr Möglichkeiten für das Smart Cover

Mit dem Smarter Stand wollen wir euch ein weiteres Kickstarter-Projekt vorstellen. Wir haben sogar schon einen Prototypen testen können.

Eigentlich ist das Smart Cover ja nicht gerade flexibel, denn man kann es nur in zwei Winkeln aufstellen. Eine Lösung für dieses Problem hat Dotan Saguy, der daraufhin den Smarter Stand entwickelt hat. Wir haben bereits ein Exemplar der Vorserienproduktion erhalten und können euch daher unsere Eindrücke von dem einfachen, aber wirklich genialen Produkt schildern. Zusätzlich gibt es ein kleines Interview mit dem Entwickler.

Der Smarter Stand funktioniert wirklich spielend einfach. Mit zwei Clips, die sich frei am Smart Cover oder Smart Case bewegen lassen, blockiert man einfach die Falten, an denen das Cover normalerweise geknickt wird. Durch die verschiedenen Falten ist es möglich, sein iPad in unterschiedlichen Winkeln aufzustellen – neben 33 und 45 Grad ist es sogar möglich, sich einen kleinen Sichtschutz zu bauen.

Besonders praktisch ist die Tatsache, dass der Smarter Stand die eigentlichen Funktionen des Smart Cover nicht beeinträchtig und problemlos am Smart Case verbleiben kann, wenn man ihn nicht benötigt. So ergeben sich keine Einschränkungen in der gewohnten Nutzung. Schade ist nur, dass das iPad ohne einen kleinen Gummi-Aufkleber auf glatten Oberflächen wegrutscht, wenn man es mit dem Smarter Stand aufstellt. Mit dem Smart Case oder einem anderen rutschfesten Rückseitenschutz aus Kunststoff ist dieser Aufkleber allerdings nicht nötig.

Für gerade einmal 12 US-Dollar inklusive Versand kann man sich ein Smarter Stand sichern, bestehend aus zwei Clips und einem kleinen Anti-Rutsch-Aufkleber, den man an der Rückseite des iPads anbringen muss, damit es auf glatten Oberflächen nicht wegrutscht. Wer statt der weißen eine farbige Version wünscht, muss nur 2 US-Dollar drauflegen. Alle Informationen zum Projekt, das noch 22 Tage läuft, gibt es direkt auf Kickstarter.com.

Wann hast du die Idee für den Smarter Stand bekommen und warum hast du entschieden, das Projekt auf eigene Faust umzusetzen?
Dotan Saguy: Die Idee kam mir beim Frühstück, als ich die New York Times auf meinem iPad in einem angenehmen Winkel lesen wollte. Die eingeschränkte Flexibilität des Smart Covers hat mich schon einige Monate gestört, an diesem Tag habe ich mir die Falten auf dem Cover aber genauer angesehen und da ist mir die passende Idee gekommen. Ich wollte eine Falte blockieren und habe in der Küche nach einem Verschluss für einen Beutel gesucht, was auch gar nicht so schlecht funktionierte – das iPad rutschte nur ein bisschen, was ich mit einem kleinen Gummi verhindern konnte.

An ein richtiges Produkt habe ich da noch gar nicht gedacht und habe aus einem Aktenhefter einen kleinen Prototypen gebaut, den ich zwei Wochen lang verwendet habe. Als meine Frau mir das Teil stibitzt hat, wusste ich, dass es gut ist und so kam ich auf die Idee, eine elegante Lösung zu basteln. Allerdings habe ich das zuvor noch nie gemacht und wusste nicht, wo ich anfangen soll. Über die Craigslist-App habe ich aber einen Kollegen gefunden, der mir ein 3D-Modell angefertigt hat. Als ich davon einen Abdruck bekam war mir klar, dass aus diesem Projekt etwas werden kann.

Warum hast du dich dann für die Plattform Kickstarter entschieden?
Dotan Saguy: Ich habe dort die Pebble-Uhr unterstützt und habe schon einige Kickstarter-Produkte gekauft, nachdem sie in den Handel gekommen sind. Daher war mir immer klar, dass für mich Kickstarter die beste Lösung sein würde. Wenn man sich auf die Suche nach Investoren macht, kann man dort sehr viel Energie liegen lassen und das eigentliche Projekt gerät in Vergessenheit. Mit Crowdfunding ist man einfach viel schneller, hat mehr Zeit und mehr Freiheiten, um sich auf das Produkt zu fokussieren. Natürlich kann man auch mit einem Investor sehr viel Glück haben und es können sich Türen öffnen, aber das geht mit 10.000 Unterstützern auch. Von ihnen habe ich bisher sehr viel hilfreiches Feedback bekommen.

Was war die größte Schwierigkeit beim Design des Smarter Stand?
Dotan Saguy: Am schwierigsten war es, die richtige Form zu finden, damit die Clips sich am Smart Cover einfach verschieben lassen und trotzdem einen sicheren Halt haben. Ich musste außerdem sicherstellen, dass die Magnete nicht beeinflusst werden und es keine Kratzer auf dem Display gibt. Kurz nachdem ich den finalen Prototyp fertig gestellt hatte, gab es von Apple mit dem Smart Case ein weiteres Puzzle-Teil. Ich musste einen eleganten Weg finden, um auch dieses Produkt zu unterstützen.

Warum sollten die Leute dein Projekt unterstützen?
Dotan Saguy: Das ist ganz einfach. Wenn man ein Smart Cover an seinem iPad nutzt, braucht man den Smarter Stand. Man könnte es damit vergleichen, ein tolles Auto mit nur einem Gang zu haben. Mit dem Smarter Stand kommt man dagegen auch in den zweiten, dritten und vierten Gang. Es gibt sogar einige Unterstützer, die bisher gar kein Smart Cover gekauft haben, weil sie es zu wenig flexibel fanden. Mittlerweile ist das Projekt komplett finanziert und für weitere Unterstützer gibt es kein Risiko. Da es ein durchdachtes, aber sehr einfaches Produkt ist, werden wir unseren Zeitplan einhalten können, was bisher nicht bei allen Kickstarter-Projekten der Fall war.

Was sind die notwendigen Schritte, um den Smarter Stand später auch in regulären Online-Shops zu verkaufen?
Dotan Saguy: Ich habe bereits eine Firma gefunden, die sich in den USA um das Produkt kümmern wird. Wir sind bereits mit großen Distributoren und Händlern in den USA und Kanada im Gespräch. Die gleiche Schritte habe ich jetzt für Europa gestartet, auch dort wird das Produkt in einigen Monaten hoffentlich überall verfügbar sein. Diese Dinge brauchen einfach etwas Zeit. Die einfachste Möglichkeit an den Smarter Stand zu kommen, ist derzeit Kickstarter. Günstiger und leichter wird es nicht gehen.

Kommentare 6 Antworten

  1. Hey, Leute, das mit den Bewerbungshefterklammern geht wirklich! Zwei schwarze ausgebaut und schwupp muss ich das Produkt nicht mehr kaufen.

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