Apple steht offenbar vor einem ungewöhnlichen Strategiewechsel: Künftig könnten Teile der neuen, auf Googles Gemini basierenden Siri über Infrastruktur laufen, die weder Apple gehört noch direkt von Apple kontrolliert wird. Laut eines Berichts von The Information erwägt das Unternehmen, bestimmte Anfragen über die Google Cloud abzuwickeln.
Im Zentrum dieser möglichen Partnerschaft stehen Nvidias neue Blackwell-B200-Chips, die speziell für KI-Workloads in Rechenzentren entwickelt wurden. Diese Hardware soll es Apple ermöglichen, leistungsintensive Anfragen effizient zu verarbeiten, ohne vollständig auf eigene Serverlösungen angewiesen zu sein.
Apple will dabei dennoch an seinem zentralen Versprechen festhalten: Datenschutz. Möglich machen soll das Nvidias „Confidential Computing“. Diese Technologie verschlüsselt Daten direkt während der Verarbeitung auf dem Chip, sodass selbst Betreiber der Infrastruktur, in diesem Fall Google, keinen Zugriff auf Inhalte haben.
Ein Bruch mit Apples Hardware-Philosophie
Der Schritt wäre bemerkenswert, da Apple traditionell auf maximale Kontrolle setzt – von eigenen Chips bis hin zu eigens entwickelten Betriebssystemen. Bislang galt: Sicherheit entsteht durch vertikale Integration. Die mögliche Nutzung externer Hardware markiert daher eine deutliche Abweichung von dieser Strategie.
Der Hintergrund für diese Öffnung dürfte im rasanten Fortschritt generativer KI liegen. Während Wettbewerber ihre Modelle aggressiv skalieren, musste Apple zuletzt Kritik einstecken, im KI-Bereich hinterherzuhinken. Die Nutzung bestehender Cloud- und KI-Infrastruktur könnte Apple daher helfen, schneller zur Konkurrenz aufzuschließen.
Unklar bleibt, wie sich diese neue Architektur mit Apples bestehendem „Private Cloud Compute“-Ansatz verträgt. Dieses System setzt auf Apple-eigene Server mit speziell gehärteter Hardware. Wie genau die Aufgaben künftig zwischen On-Device-Verarbeitung, Apple-Servern und Googles Cloud aufgeteilt werden, ist bislang nicht bekannt.
Fest steht: Die nächste Siri-Generation dürfte deutlich komplexer aufgebaut sein als bisher. Ein Mix aus lokaler Verarbeitung, Apple-Infrastruktur und externer Cloud könnte künftig bestimmen, wie Anfragen beantwortet werden. Wahrscheinlich werden wir schon während der WWDC 2026-Keynote, die am 8. Juni stattfinden soll, mehr zu diesem Thema erfahren.


Dachte Apple wäre Datenschutz so wichtig. 😂😂
Ist er ja auch, aber nur so dass sie keinen an die Gesammelten Daten lassen und nur weil es in Googles Cloud ist heißt es ja noch lange nicht dass Apple es nicht selbst verschlüsselt und Google so nicht ran kommt.
Solange es wirklich Ende-zu-Ende verschlüsselt ist, können die Daten auf einem öffentlichen Server bereitgestellt werden. Keiner kommt an den Inhalt.
Die Frage ist bloß, ob man das komplett durchzieht oder in abgespeckten Versionen wirklich alle Daten verschlüsselt werden, die Rückschlüsse auf die ursprüngliche Nachricht erkennen lassen.
Google clont den Inhalt und in ein paar Jahren sind sie mit den Quantencomputern soweit um es zu knacken. Immer Obacht.
Auch wenn Quantencomputer das natürlich dann sehr schnell hin bekommen können.
Kann man sich trotzdem fragen wie eng dein Aluhut sitzt, denn Google bist du als Person komplett egal. Wenn dann würden die Daten eh nur genutzt werden fürs KI Training und dass wäre perse nicht schlecht.
Der Trick lautet Informationstheoretische Sicherheit. Man kann problemlos nicht übermäßig aufwändige Verschlüsselungen bauen, die auch ein Quantencomputer nicht schneller geknackt bekommt. Da müssen erst Aliens mit einer uns unbekannten Mathematik um die Ecke kommen, damit es schneller geht.