Gerätetausch: Apple kürzt Gutschriften für Trade-In-Geräte drastisch

Kunden bekommen weniger Geld für Altgeräte

Das sogenannte Trade-In-Programm von Apple wurde vom Konzern aus Cupertino im letzten Jahr massiv beworben, unter anderem in den Apple Stores vor Ort, und auch im Apple Online Store. Tim Cook zeigte sich jüngst zufrieden mit dem Programm und gab gegenüber GQ an, dass etwa ein Drittel aller Store-Besucher ein altes Apple-Gerät in Zahlung geben wollen. Möchte man im Online Store ein neues iPhone kaufen, wird direkt nach einem Altgerät gefragt, das man eintauschen könne. 

Bei den zu erzielenden Preisen für ein in Zahlung gegebenes Gebrauchtgerät hat Apple nun den Rotstift angesetzt und diese teils massiv reduziert. Wie unter anderem MacRumors berichtet, wurden die Prämien für Altgeräte um einiges nach unten verschoben. Dies gilt übrigens nicht nur für den US-Store, sondern gleich in mehreren Ländern, darunter Großbritannien und auch Deutschland. 

Die nach unten korrigierten Eintauschwerte finden sich sowohl bei iPhones, iPads, Apple Watches als auch Macs. In letzterem Bereich sind die Einbußen dann auch am größten: Bisher bot Apple bei einem Eintausch eines MacBook Pros bis zu 1.200 Euro Prämie beim Kauf eines Neugeräts. Dieses wurde nun mit einer Obergrenze von 690 Euro versehen – das ist fast eine Halbierung der bisher verrechneten Werte. Ein MacBook Air erzielte sonst bis 450 Euro, nun wurden daraus bis zu 320 Euro. 

Freier Markt bietet deutlich attraktivere Verkaufspreise

Beim iPad fiel die Reduktion der Gutschrift noch relativ moderat aus: So gibt es für ein gebrauchtes iPad Pro statt 250 nun maximal 210 Euro. Im direkten Vergleich ist der Eintauschwert des noch als Top-Modell einzustufenden iPhone XS Max um ganze 70 Euro gesunken: Bis zu 500 Euro waren vorher beim Eintausch möglich, nun sind es nur noch 430 Euro. Alle neuen Trade-In-Preise gibt es auf dieser Apple-Übersichtsseite.

An den Verkaufspreisen der Neugeräte hat Apple übrigens nichts geändert, diese sind identisch geblieben. Wir können bei einem geplanten Verkauf eines Apple-Gebrauchtgerätes daher das Trade-In-Programm von Apple nur im Notfall empfehlen: Nur wer keinen Aufwand mit dem Verkauf über andere Plattformen wie eBay Kleinanzeigen und Co. haben möchte, sollte diesen Weg wählen. Im Vergleich zu den auf dem freien Markt zu erzielenden Verkaufspreisen sind die angebotenen Gutschriften von Apple jedoch gelinde gesagt als Frechheit zu bezeichnen. 

Fotos: Apple.com

Kommentare 15 Antworten

  1. Es ist echt ein Witz was Apple einen für sein gerade erst 1 Jahr alten iPhone XS anbietet, zum Vergleich was das Gerät gekostet hat. Ich kann nicht glauben das die Zahlen die Tim Cook angibt echt stimmen und nun soll es noch weniger werden, Ja die haben echt den Schuss nicht gehört, den geht es zu gut einfach. Ich persönlich kennen keinen einzigen der sein altes Gerät bei Apple in Zahlung gibt und ich kenn schon viele Leute mit einen Apple Gerät. Ich Verkauf mein Vorjahres Gerät immer über eBay und bekomm da zumindest 50-60% vom Neupreis. Gruß an euch.

  2. Apple ist da wirklich knallhart!
    Meine Güte! Aber so führt man nun mal ein erfolgreiches Unternehmen! Ohne Rücksicht auf seine Kunden. Ich kann nur jedem, der mit seinem Geld rechnen muss, raten, woanders zu verkaufen

  3. Wie man ja am Logo schon sieht ist der Apfel schon faulig.
    Das Verhalten von Appel gegenüber ihrer Kundschaft wird immer fraglicher.
    Man sollte diesen Hersteller mal 3 Monate boykottieren vielleicht kommen die
    Apfelstrategen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
    Die Preisstrategie immer teurer geht irgendwann nicht mehr auf 👎👎👎

  4. Das finde ich super! Danke Apple 🙂
    Endlich bekomme ich auf dem Zweitmarkt wieder ordentliche Preise für meine Altgeräte und als Teilhaber an Apple freue ich mich natürlich, dass mehr Geld im Unternehmen verbleibt. 🙏

  5. Ist ja auch nur eine Notlösung um es wenigstens anzubieten. Als ob Apple großes Interesse hätte alte Geräte zu horten Ein Autohersteller will ja auch nicht die ganzen Altmodelle stehen haben. Und ein vorletztes Modell ist in Hersteller Sicht schon echt unattraktiv. So muss man eben überlegen ob man verkauft oder nutzt bis es eben defekt ist oder Ähnliches. Finde den Rythmus eh viel zu kurz gehalten mit dem jährlich neu präsentierten. Grad wenn man mal sieht wie lang ein Großteil der Geräte funktioniert. Aber nun ist es so.

  6. Wer das Programm nutzt, war schon vor der Änderung der Beträge selbst Schuld. Vorher bleibt das Altgerät in der Schublade liegen oder wird im Freundeskreis verschenkt.

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