Screenhero: StartUp aus San Francisco stellt Screen Sharing-Tool für Teamarbeit bereit

Wir sind für gewöhnlich Feuer und Flamme, wenn junge Unternehmen mit innovativen Ideen auf den Markt drängen. Auch Screenhero könnte so eine Idee sein.

Screenhero

Viele Nutzer kennen sicherlich das Screen Sharing- und Fernwartungs-Tool TeamViewer, mit dem mit Hilfe eines kleinen Programms und eines persönlichen Codes Zugriff auf fremde Computer gewährt werden kann. Auch ich habe auf diese Art und Weise schon meinen Eltern bei ihren PC-Problemen helfen können.

Etwas kreativer geht es beim StartUp Screenhero aus dem kalifornischen San Francisco zu: Das junge Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schreibtische von mehreren Nutzern an verschiedenen Orten zu verknüpfen, um einen unkomplizierten Workflow innerhalb eines Teams verwirklichen zu können. Auch in unserer Redaktion wird oft an unterschiedlichsten Orten gearbeitet – mit Screenhero könnte sich das gesamte Team auf einen Desktop einloggen und gemeinsam an Dokumenten, Projekten oder Designs arbeiten.

Die Features von Screenhero lesen sich eindrucksvoll: Neben der Möglichkeit, gleich mehrere Maus-Zeiger auf dem Screen anzeigen zu lassen und simultan mit diesen zu arbeiten, verfügt die Applikation über eine systemübergreifende Unterstützung. So lässt sich Screenhero sowohl auf Windows 7/8 bzw. 8.1, als auch unter Mac OS X 10.6.8, 10.7+, 10.8+ und 10.9+ installieren. Die Macher aus San Francisco geben zudem an, dass ihr Programm über eine der schnellsten Verbindungsgeschwindigkeiten und geringsten Latenzzeiten auf dem Markt der Screen Sharing-Tools verfügt, „sogar bei größtmöglicher Auflösung. Es fühlt sich an, als wenn man am gleichen Schreibtisch sitzt“.

Screenhero integriert eigenen Voice Chat

Da sich nicht alle Teamwork-Arbeiten nur über bloße Mausaktionen auf dem Bildschirm erledigen lassen, stellen die Screenhero-Entwickler zusätzlich einen Voice Chat mit 48 kHz-Audio und integrierter Echo-Minimierung zur Verfügung. Die eingerichteten Verbindungen zwischen Geräten sind übrigens durch die Verwendung einer SSL-basierten TLS-Peer-to-Peer-Lösung komplett verschlüsselt, so dass nur die beteiligten Screen-Partner Zugriff auf die geteilten Inhalte haben. Die Screenhero-Macher geben an, dass diese Peer-to-Peer-Lösung in 92% der Zeit bestehen bleibt – selbst wenn in 8% der Fälle die Verbindung über den Screenhero-Server geleitet wird, sind laut Angaben der Developer alle Inhalte bereits verschlüsselt. Als amerikanisches Unternehmen betont man solche Features natürlich gerne – ob dieses Versprechen eingehalten wird, kann jedoch nicht garantiert werden.

Ganz kostenlos ist die Nutzung von Screenhero leider auch nicht: Auf der Website des StartUps kann zwar eine kostenlose Testphase der Applikation genutzt werden, allerdings wird nach Ablauf von 14 Tagen ein kostenpflichtiges Abo fällig, das mit mindestens 9,99 USD im Monat zu Buche schlägt. Für Unternehmen gibt es gesonderte Preismodelle, die auf Anfrage näher erläutert und gebucht werden können. Rabatte gibt es allerdings für Lehrer, Studenten und andere nicht-kommerzielle Nutzer – auch hier ist eine Anfrage an das Screenhero-Team notwendig. Immerhin können User den Service auch nach Ablauf der Testphase kostenlos als Gast nutzen, sofern der oder die Partner auf der anderen Seite der Leitung ein Abo abgeschlossen haben.

Zugegeben, das Modell von Screenhero klingt wirklich interessant und dürfte das Arbeitsleben von vielen Teams, die an verschiedenen Orten tätig sind, deutlich vereinfachen. Für die Fernwartung von Computern ist aber wohl auch weiterhin das beliebte TeamViewer die erste Wahl, da es zudem als nicht-kommerzieller Nutzer auch kostenlos anwendbar ist und über mobile iOS-Apps verfügt.

Wir sind gespannt auf eure Meinungen: Nutzt ihr bereits Screen Sharing-Programme wie TeamViewer oder ähnliche Lösungen? Könntet ihr euch vorstellen, eine App wie Screenhero in den Arbeitsalltag zu integrieren?

Kommentare 1 Antwort

  1. Ich habe gelegentlich teamviewer verwendet… Verwende häufig ARD.
    Beruflich wird bei uns GoToMeeting verwendet. Aber eher als Conference Tool (was es ja auch ist) bei dem der Moderator seinen Screen shared.
    Ich kann mir schon vorstellen das man es auch tiefer in das Arbeitsleben integrieren kann als einfach nur Einstellungen zu korrigieren.
    Wie effektiv das ist muss sich erst zeigen. Wir haben einige Angestellte 500 und mehr Kilometer vom Stammsitz entfernt im Einsatz es könnte schon Fahrkosten verringern.

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