Angels In The Sky: Das erste Spiel mit Unreal Engine 4

Wir haben uns das erste Spiel mit der beeindruckenden Unreal Engine 4 angesehen – und wurden schwer enttäuscht.

Angels In The Sky 1

Auf der WWDC wurde vor knapp einem Monat die neue Unreal Engine 4 vorgestellt, mit der iPhone und iPad eine noch bessere Grafik mit mehr Details und mehr Effekten entlockt werden können. Nach wenigen Wochen hat es das erste Spiel mit dem neuen Unterbau in den App Store geschafft: 5,99 Euro sollen für Angels In The Sky (App Store-Link) investiert werden. Wir haben die Neuerscheinung bereits ausprobiert.

Die Screenshots sehen jedenfalls sehr beeindruckend aus: Lichteffekte, Explosionen und Details, die man sonst nur von der Konsole kennt. Das erste Fragezeichen taucht aber schon nach wenigen Sekunden auf: Die Entwickler von Angels In The Sky geben an, dass das Spiel nur mit dem iPhone 5s kompatibel sei, liefern aber gleichzeitig eine Universal-App, die sich auch auf dem iPad installieren lässt. Auf dem iPad Air startet es tatsächlich, allerdings sind die Anzeigen auf dem Display nicht korrekt angepasst.

Das ist aber nur das kleinere Übel. Wer Action und ein spannendes Gameplay erwartet, mit seinem futuristischen Raumschiff durch die Gegend fliegen und dabei die Gegner gezielt vom Himmel holen will, den müssen wir enttäuschen. All das gibt es in Angels In The Sky nicht.

Angels In The Sky langweilt mich

Das Gameplay ist so eintönig, das ich vor meinem Schreibtisch schon fast wieder eingeschlafen wäre. Man fliegt auf einem festen Pfad automatisch durch die Gegend, die gegnerischen Flugzeuge werden automatisch anvisiert und die einzige Aufgabe des Spielers ist es, zwei Waffen mit einem einfachen Fingertipp abzufeuern. Jedes andere Spiel aus dem App Store ist spannender – und das meine ich ernst.

In Angels In The Sky soll es sogar Boss-Gegner und weitere Waffen geben. Natürlich muss man genug Punkte sammeln oder per In-App-Kauf nachhelfen, wenn man letztere freischalten möchte. Allerdings hatte ich rein gar keine Lust, das auszuprobieren. Auch ein Gameplay-Video schenke ich mir, es wäre Zeitverschwendung.

Wenn die Entwickler Angels In The Sky als kostenlose Tech-Demo veröffentlicht hätten, würden wir nicht meckern. Für 5,99 Euro darf man aber wohl ein Spiel erwarten, das mit einem spannenden Gameplay und nicht nur mit der Grafik überzeugt. Da bringt es auch nichts, wenn man das erste Spiel mit der Unreal Engine 4 in den App Store bringt. Investiert die 5,99 Euro lieber in Modern Combat 5.

Angels In The Sky 2

Kommentare 5 Antworten

  1. Nachdem ich einige verhaltene Kritiken, in den meisten Eurer Berichterstattungen, angemerkt/kritisiert habe, bin ich nun beeindruckt, dass Ihr auch anders, professioneller schreibt. Das geht auch bei anderer Soft-/ und Hardware. Dass es keine Frage von Können oder Nichtkönnen war, hat Mel ja bereits in sehr guten Mitteilungen bewiesen. Jetzt noch den angebrachten/ausgewogenen Mittelweg finden und könntet Euch in die Riege der großen und kleinen ernstzunehmenden Verlage und Redaktionen einreihen. Dieser Artikel ist ein guter Anfang.

    1. Hallo Coolrunning,

      wir sind bei unseren Artikeln immer objektiv. Natürlich haben wir aber eine persönliche Meinung, die wir in unserem Blog gerne zum Ausdruck bringen. Daher kann es vorkommen, dass wir ein Spiel toll finden, während andere damit gar nichts anfangen können. Ebenso kann es vorkommen, dass die Spiele auf unseren Testgeräten laufen, es auf älteren iPhones oder iPads aber zu Problemen kommt. Das lässt sich aufgrund unserer Kapazitäten nicht vermeiden, wir können nicht jedes Spiel auf 4-5 Geräten ausprobieren.

      „Vernichtende“ Kritiken wie diese könnte ich jeden Tag zu Dutzenden schreiben, so viel Schrott ist im App Store unterwegs. Aus unserer Sicht ist es auch unsere Aufgabe, diesen Schrott, der ohnehin schnell in den Tiefen des App Stores verschwindet, für euch zu filtern. Daher kann durchaus der Eindruck aufkommen, dass wir nur „positiv“ über Apps schreiben. In diesem Fall hier war ich aufgrund der verwendeten Engine aber sehr gespannt und wurde umso mehr enttäuscht.

      Aber wie dem auch sei – fundierte Kommentare wie deiner sind stets gerne gesehen und helfen uns, in Zukunft noch besser zu werden.

      Vielen Dank,
      Fabian

      PS: Das geht über eure Vorstellungskraft, Jamaika hat ’ne Bobmannschaft 😉

  2. Daher der Name Coolrunning, 1988 starteten Jamaikaner bei den olympischen Spielen mit einer Bobmanschaft. Der darauf basierende Film heißt eben Cool Runnings. Dankeschön für Deine Rückmeldung. Wie gesagt, informative Artikelgestaltung sowie ausgewogene Berichterstattung sind lesenswerter als Autorenbeiträge, die sich wie Werbetexte der Hersteller-Pressestelle lesen. Ihr macht das schon… Gruß Tom

    1. Das Spiel müsste AITS heißen, da „in“ in der Abkürzung vorkommt. Diese Abkürzung ist laut Artikel bezeichnender wegen der phonetischen Ähnlichkeit zu einer Infektion. 🙂

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