Dass Apple seinen Mac-Kosmos immer weiterentwickelt, ist bekannt. Während zuletzt das günstige MacBook Neo zahlreiche Erfolge feien konnte, denkt Apple auch in die andere Richtung. Dem Vernehmen nach arbeitet der Konzern an einem völlig neu gedachten Hochleistungs-MacBook, das intern möglicherweise unter dem Namen „MacBook Ultra“ firmiert. Ob dieser Name tatsächlich so auf der Verpackung landet, steht noch in den Sternen. Fest steht: Es soll sich um das bisher ambitionierteste Gerät der MacBook-Pro-Familie handeln.
Neues Design nach Jahren der Stagnation
Seit dem Wechsel zu Apple Silicon im Jahr 2021 hat Apple die äußere Form des MacBook Pro nicht mehr grundlegend angetastet. Das MacBook Ultra soll schlanker ausfallen als seine Vorgänger, und auch die ungeliebte Notch im Display könnte endlich der Vergangenheit angehören. Als Ersatz peilt Apple offenbar eine „Dynamic Island“ an, wie man sie bereits vom iPhone kennt. Ein Schritt, der die Siri-KI-Funktionen unter iOS 27 und macOS Golden Gate visuell und funktional stärker aneinander annähern würde. Erhältlich sein soll das Gerät in den vertrauten Größen von 14 und 16 Zoll.
OLED und Touchscreen: zwei Premieren auf einmal
Zwei Neuerungen stechen dabei besonders heraus. Erstens: Das MacBook Ultra wird das erste Mac-Modell überhaupt mit einem OLED-Display sein. Die Technologie, die Apple bei iPhone, Apple Watch und iPad Pro längst einsetzt, hielt beim Mac bislang aus Kostengründen nicht Einzug. Da mittlerweile die Preise für großformatige OLED-Panels jedoch gesunken sind, scheint der Einbau realistisch. Gegenüber der aktuellen Mini-LED-Technik punktet OLED vor allem mit tieferen Schwarzwerten, satteren Farben und einem deutlich höheren Kontrastverhältnis, da einzelne Pixel sich vollständig abschalten lassen. Bei der Spitzenhelligkeit kann Mini-LED mitunter noch die Nase vorn haben.
Zweitens: Das MacBook Ultra soll erstmals einen Touchscreen erhalten. Die Fingereingabe würde dabei Trackpad und Tastatur nicht ablösen, sondern ergänzen, ähnlich wie beim iPad. Damit das Display beim Antippen nicht ins Wackeln gerät, plant Apple dem Vernehmen nach ein verstärktes Scharniersystem. Passend dazu bereitet macOS Golden Gate bereits die Weichen: Funktionen wie „Pull-to-Refresh“ in Safari, Mail oder Kalender sowie die erweiterte Touch-Unterstützung in Sidecar deuten klar auf einen bevorstehenden Mac mit Berührungssteuerung hin.
Nur ein M5- statt M6-Chip
Beim Prozessor hält Apple eine Überraschung bereit, allerdings keine erfreuliche für alle. Das MacBook Ultra soll auf M5 Pro- und M5 Max-Chips setzen, also auf dieselben Prozessoren, die bereits in den aktuellen MacBook-Pro-Modellen stecken. Der Grund: Apple bringt zwar noch Ende 2026 den M6-Chip auf den Markt, verzichtet laut Bloomberg jedoch auf eine M6 Pro- und M6 Max-Variante. Um nicht auf die übernächste M7-Generation warten zu müssen, greift man kurzerhand auf die M5-Chips zurück. Erst die zweite Generation des MacBook Ultra soll dann M7 Pro und M7 Max erhalten.
Ob das neue Gerät die bestehenden 14- und 16-Zoll-MacBook-Pro-Modelle ablöst oder als eigenständige Premium-Option obendrauf kommt, ist bislang offen.
Preis und Verfügbarkeit
Wer auf das MacBook Ultra schielt, sollte schon mal anfangen zu sparen. Apple hat im Juni bereits die Preise für seine gesamte Mac-Reihe erhöht, und das neue Flaggschiff wird noch über den aktuellen Einstiegspreisen liegen: Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Pro startet derzeit bei 2.199 Euro, das 16-Zoll-Pendant bei 3.399 Euro. Das MacBook Ultra dürfte diese Marken noch übertreffen.
Als Markteinführung gilt der Zeitraum Ende 2026 bis Anfang 2027 als wahrscheinlich, die Massenproduktion soll noch Ende 2026 anlaufen. Ein Debüt auf dem iPhone-Event im September ist ausgeschlossen, realistischer wäre ein eigener Mac-Termin zwischen Oktober und Dezember 2026 oder alternativ Apples erstes großes Event im Frühjahr 2027.


„Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Pro startet derzeit bei 2.199 Euro“
Hier hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Das MBP mit M5 Pro startet bei 2.899 Euro. Für 2.199€ gibt es „nur“ den Non-Pro M5. 🙂
Ich glaube wir könne uns für das Ultra auf Preise jenseits der 3.000 Euro einstellen. Persönlich denke ich, dass die Pro-Reihe bleiben wird und sich das Ultra dann darüber als neue Highend-Option ansiedeln und vermutlich nicht unter 3.299 Euro zu haben sein wird für die 14 Zoll Variante. Die Stückzahlen werden SEHR gering sein. 😀
Frage mich auch welchen Markt sie damit adressieren wollen, kein „echter“ Pro Benutzer hat Interesse an einem Touch Panel.
Im Prinzip ist es nur eine MacBook Pro mit Touch-OLED, und das einen, erwarteten, Preisaufschlag rechtfertigt will mir auch nicht so richtig in den Kopf.