Apples geplante OLED-MacBook-Pro-Modelle scheinen einen wichtigen Schritt in Richtung Marktreife gemacht zu haben. Laut eines Berichts der koreanischen Publikation The Elec erreicht Samsung Display auf seiner Gen-8.6-OLED-Fertigung inzwischen Ausbeuten von über 90 Prozent.
In einzelnen Produktionsschritten sollen die Werte sogar bei bis zu 95 Prozent liegen. In der Display-Branche wird dieses Niveau als „goldene Ausbeute“ bezeichnet und ist gleichzeitig ein Indikator dafür, dass sich ein Produktionsprozess für die Massenfertigung stabilisiert hat.
Das Timing passt: Samsung könnte bereits im Juni mit der Auslieferung erster OLED-Laptop-Panels beginnen. Diese sind für kommende MacBook-Pro-Modelle mit 14- und 16-Zoll-Displays vorgesehen, mit einem geschätzten Volumen von rund zwei Millionen Einheiten im Laufe des Jahres.
Tandem-Two-Stack-OLED-Technologie wie beim iPad Pro?
OLED-Panels in dieser Größenordnung gelten als deutlich anspruchsvoller als ihre Pendants aus dem Smartphone-Bereich. Größere Displays müssen höhere Anforderungen bei Helligkeit, Effizienz und Haltbarkeit erfüllen, diese Faktoren machen jedoch gleichzeitig die Fertigung komplex und anfällig.
Apple soll bei den neuen Panels auf eine Tandem-Two-Stack-OLED-Technologie setzen, ähnlich wie beim aktuellen iPad Pro. Ergänzt wird das Setup durch Oxid-TFT-Backplanes zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie eine Hybrid-Verkapselung, die die empfindlichen Displays besser vor Feuchtigkeit schützt.
Samsung investiert bereits seit 2023 in seine Gen-8.6-IT-OLED-Produktion und betreibt aktuell eine von zwei geplanten Fertigungslinien. Sollte die Nachfrage nach OLED-MacBook-Pro-Modellen steigen, die Gerüchten zufolge erstmals auch Touchscreen-Unterstützung bieten könnten, dürfte der Ausbau der Kapazitäten folgen. Als möglicher Marktstart gilt weiterhin der Zeitraum Ende 2026 bis Anfang 2027, wobei zuletzt eher ein späterer Launch erwartet wurde.

