Google hat im eigenen Blog die Markteinführung einer ersten „intelligenten Brille“ für diesen Herbst angekündigt. Das Unternehmen kooperiert dabei mit Samsung sowie den Brillenherstellern Gentle Monster und Warby Parker, um eine KI-gestützte Audiobrille zu entwickeln. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres gab es erste Prognosen, dass Google an KI-basierten Smart Glasses arbeiten würde, auch wir berichteten darüber.
Die Brille wurde offiziell im Rahmen der der Google I/O 2026-Keynote präsentiert und basiert auf Android XR, Googles Plattform für Smart-Brillen und AR/VR-Headsets. Sie ist mit Kameras, Lautsprechern und Mikrofonen ausgestattet, verzichtet jedoch auf ein Display in den Gläsern. Zum Start werden Gentle Monster und Warby Parker vollständige Kollektionen an Designs anbieten, wobei Google bereits zwei Modelle vorgestellt hat.
Die Brille integriert Googles KI-Assistenten Gemini, der durch Sprachbefehle wie „Hey Google“ oder durch Antippen des Brillengestells aktiviert werden kann. Gemini unterstützt die Nutzer und Nutzerinnen bei verschiedenen Aufgaben: Von der Bereitstellung von Informationen zu sichtbaren Objekten, etwa Restaurantbewertungen, Wolkenformationen oder Parkschildern, bis hin zu navigationsbasierten Anweisungen. Dabei können auch Zwischenstopps oder nahegelegene Orte wie Restaurants eingebunden werden.
Echtzeit-Übersetzungen und Bildbearbeitung möglich

Zusätzlich ermöglicht die Brille das Verwalten von Anrufen, das Versenden und Zusammenfassen von Nachrichten, das Abspielen von Musik sowie das Aufnehmen und Bearbeiten von Fotos und Videos mit Hilfe von Googles KI-Bildbearbeitungstechnologie „Nano Banana“. Auch Echtzeit-Übersetzungen von Sprache und Text sowie die Steuerung von Apps auf einem verbundenen Smartphone per Sprachbefehl sind möglich.
Ein besonderes Merkmal der neuen Brille ist ihre Kompatibilität nicht nur mit Android-Smartphones, sondern auch mit iPhones. Damit hebt sich Google von Apple ab, das voraussichtlich erst 2027 eigene KI-Smart Glasses mit ähnlichen Funktionen auf den Markt bringen wird.
Für die Zukunft plant Google auch die Einführung einer intelligenten Brille mit Display, die über einen kleinen Bildschirm in der Linse verfügt, um Informationen von Gemini direkt ins Sichtfeld des Trägers bzw. der Trägerin zu projizieren. Dieses Modell soll jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.

Es wird eng für Meta und Ray Ban, wenn sie sich nicht langsam mal auf die Software Pflege und konsequentes Featureverteilen konzentrieren. Immerhin haben sie die Ki ja jetzt schon mal schlauer gemacht.
Die Frage ist:
Wenn künftig potenziell jede Brille einen fotografiert und filmt, und das Bildmaterial in irgendeine Cloud lädt, wie kann man sich davor wirksam schützen?