Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner: Zurück bei Startup für Haustier-Tracker

Chief Growth Officer bei Tractive

In letzter Zeit war es etwas still um den ehemaligen Runtastic-Chef Florian Gschwandtner geworden. Letzterer hatte die Fitness-Tracking-App zu großem Erfolg geführt und selbige dann im Jahr 2015 an den Sportartikel-Riesen Adidas verkauft. Zwischenzeitlich wirkte Gschwandtner als Investor in der österreichischen Sendung „2 Minuten 2 Millionen“, eine Gründershow ähnlich wie „Die Höhle der Löwen“, mit, und war danach für einige Zeit von der Bildfläche verschwunden.

Am Montag wurde nun bekannt, dass Florian Gschwandtner als Chief Growth Officer beim 2012 gegründeten Startup Tractive eingestiegen ist, und auch diesem jungen Unternehmen zu Erfolg am Markt verhelfen will. Dem Magazin t3n hat Gschwandtner nun kürzlich ein Interview gegeben, aus dem wir für euch die interessantesten Aussagen herausgepflückt haben. 


Während seiner einjährigen Auszeit, die sich Florian Gschwandtner genommen hat, hat der Gründer nicht nur viel gereist, sondern auch die Fühler nach neuen Aufgaben ausgestreckt. Dem Startup Tractive fühlte sich der jetzige Chief Growth Officer schon immer verbunden, da er nicht nur Vorstandsmitglied, sondern auch Aktionär ist – und zudem mit Tractive-CEO Michael Hurnaus befreundet ist. 

Als Chief Growth Officer hat sich Gschwandtner nun vor allem drei Aufgaben vorgenommen. „Zum einen bauen wir gerade einen LTE-Tracker für den amerikanischen Markt, damit wir in den USA durchstarten können. […] Auch an der App kann man noch einiges machen. Das Produkt ist zwar supercool und hat mega viele Features, aber gerade was Design und Usability angeht, würde ich die App gerne auf ein anderes Level bringen.“ Auch die Bekanntheit von Tractive soll gesteigert werden. „Das dritte entscheidende Thema ist ganz klar das Brand-Building und die PR“, so Gschwandtner gegenüber t3n. „Um die Bekanntheit habe ich mich auch damals bei Runtastic schon ganz stark gekümmert, da werde ich mich auch zukünftig einsetzen, dass wir auf die ein oder andere Bühne kommen.“

„Es ist nicht schwer, einen Schlussstrich zu ziehen“

Der Abschied vom Fitness-Startup Runtastic sei dem Gründer allerdings nicht schwer gefallen. „Ich wusste, ich habe ein Team aufgebaut, das super funktioniert“, berichtet Florian Gschwandtner. „Wenn man sein Baby in guten Händen weiß, ist es nicht schwer, einen Schlussstrich zu ziehen. So ging es mir zumindest.“ Auch wenn er manche Entscheidungen nicht verstanden habe und anders gehandelt hätte, gelang es dem Gründer, die notwendige Distanz zu wahren. „Aber am Ende ist es dann eben nicht mehr mein Unternehmen und ich muss die Entscheidungen auch nicht tragen“, so der neue CGO von Tractive. 

Dank des GPS-basierten Trackings von Tractive – das hier allerdings auf Haustiere und nicht auf Menschen konzentriert ist – finden sich sogar einige Gemeinsamkeiten zu Runtastic. Tractive aufzubauen, um es dann baldmöglich zu verkaufen, steht allerdings noch nicht auf Florian Gschwandtners ToDo-Liste: „Tractive ist ein wirklich tolles Unternehmen und hat durch Konzept, Idee und die vielen Leute, die an Tractive glauben, einfach das Zeug dazu, genauso erfolgreich zu werden wie Runtastic.“ Wir dürfen also gespannt sein, was uns in Zukunft mit dem GPS-Tracker für Hunde und Katzen noch erwartet. Weitere Infos zu Tractive gibt es auf der Website des Startups, das gesamte Interview in voller Länge findet ihr hier(1. Foto: Florian.do)

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Kommentare 6 Antworten

    1. Auch wenn das Unternehmen in Österreich sitzt, arbeiten Mitarbeiter aus 20 Nationen dort. Und da Englisch die Weltsprache ist…
      Sie wollen sich in Amerika positionieren, dazu gehört eine amerikanische Unternehmenskultur. Wir Deutschen spielen in der Weltwirtschaft keine große Rolle mehr. Alle wissen es, nur wir nicht. Wir zehren von vergangenen Tagen, die vorbei sind. Die Realität hat und eingeholt. Wer trägt Schuld daran? Auch Menschen, die wie du denken und es sogar mitteilen. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

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