Zolo Liberty: Kabellose Bluetooth-InEars mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis im Langzeittest

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Mel 07. März 2018, 18:15 Uhr

Vor kurzem waren die komplett drahtlosen InEars Zolo Liberty+ im Amazon-Angebot. Wie sich die Normalversion im Alltag schlägt, erfahrt ihr in unserem Bericht.

Zolo Liberty 1

Der Hersteller Zolo, der zum Unternehmen Anker gehört, hat uns in der Vergangenheit bereits mit einigem Zubehör für iPhone und iPad versorgt. Zu einer der hochwertigsten Produkte von Zolo gehören sicherlich der Zolo Liberty und Zolo Liberty+, zwei optisch identische InEar-Kopfhörer, die sich nur funktional und preislich unterscheiden. Beiden ist gemeinsam, dass sie immer wieder bei Amazon im Angebot sind und sich so zu einem sehr erschwinglichen Kaufpreis erwerben lassen. Zuletzt gab es beispielsweise den Zolo Liberty+ in einem Tagesangebot für 89,99 Euro statt sonst üblicher 129,99 Euro. Für den Zolo Liberty wird aktuell 89,99 Euro fällig, auch hier gab es bereits entsprechende Angebote.

  • Zolo Liberty in Schwarz und Weiß für 89,99 Euro (Amazon-Link)
  • Zolo Liberty+ in Schwarz und Weiß für 129,99 Euro (Amazon-Link)

Zu den Unterschieden zwischen den beiden Modellen haben wir bereits in einem separaten Artikel genauer Stellung bezogen, den ihr hier nochmals nachlesen könnt. Ich hatte die Möglichkeit, den Zolo Liberty einige Zeit lang ausprobieren zu können, und möchte euch daher meine Erfahrungen mit dem komplett kabellosen Modell mitteilen.

Erfahrungen mit drahtlosen Bluetooth-InEars habe ich vorab bereits gemacht: Zu meinem Standard-Repertoire im Gepäck gehörte bislang der Jabra Elite Sport der ersten Generation, der mich mit seinem bequemen Sitz und dem hervorragenden Sound sehr begeistert hatte. In den letzten Monaten musste das Exemplar aus Testgründen jedoch dem Zolo Liberty weichen - und soviel kann ich jetzt bereits sagen: Die Entscheidung für oder wider eines der beiden Modelle fällt enorm schwer.

Viel Zubehör und Ladecase mit 24 Stunden Akkulaufzeit

In Sachen Ausstattung und Präsentation steht der Zolo Liberty anderen InEar-Modellen in nichts nach: Beim Auspacken der kabellosen InEars fällt neben der hochwertigen Verpackung in einem magnetisch verschlossenen Karton auch das reichhaltige Zubehör sowie das hübsch designte Transport- und Ladecase auf, das mit seinen abgerundeten Ecken ein wenig an einen Kieselstein erinnert. Letzteres hält die beiden Ohrhörer sicher im Inneren fest und lädt sie außerdem beim Transport gleichzeitig auf: Bis zu 24 Stunden zusätzliche Akkulaufzeit sind damit möglich. Pro Ladung kommt man laut Hersteller auf etwa 3,5 Stunden Spielzeit, was ich auch in etwa bei meinen Tests bestätigen konnte - je nach verwendeter Lautstärke.

Zolo Liberty 2

Das erstmalige Einrichten des Zolo Liberty ist dank einer sogenannten „Push and Go“-Funktion kinderleicht und binnen weniger Sekunden erledigt. Die Ohrhörer werden dabei einfach aus der Ladeschale genommen, und das Bluetooth-Menü des Smartphones oder Tablets aufgerufen. Dort findet sich das Modell dann nach kurzer Zeit in der Liste und kann direkt verbunden werden. Ab der zweiten Verwendung baut der Zolo Liberty dann automatisch eine Verbindung mit dem bereits bekannten Gerät auf, und trennt selbige, sobald die beiden InEars wieder in das Ladecase gelegt werden. Einfacher und unkomplizierter geht es nicht.

Verbindungsabbrüche habe ich während meiner ganzen Testphase nur ein einziges Mal erlebt, und das auch nur, weil ich die Anwesenheit der Kopfhörer in den Ohren vergessen hatte und mit ihnen in den Wäschekeller gegangen bin. In einem Umkreis von etwa 7-10 Metern jedoch gibt es absolut keine Probleme mit den Libertys, in meiner Wohnung konnte ich mich ungehindert und frei in mehreren Räumen bewegen, ohne kurzzeitig oder ganz auf Musik verzichten zu müssen.

Darüber hinaus finden sich einige weitere praktische Funktionen im Zolo Liberty: Insgesamt drei Paar Silikonstöpsel in verschiedenen Größen sowie vier Paar sogenannte „GripFits“, Silikonhalterungen für einen perfekten Sitz im Ohr, befinden sich im Lieferumfang. Die GripFits lassen sich dabei einfach ins Ohr einstecken und drehen, so dass sie sicher in der Ohrmuschel arretiert sind. Wie bei allen InEars gilt allerdings auch hier: Probieren geht über Studieren. Auch ich brauchte einige Anläufe und Teststunden mit dem Kopfhörer, ehe ich die für mich optimalste Kombination aus Silikonstöpsel- und GripFit-Größe gefunden habe.

Soundqualität muss sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken

Zu den weiteren Features des Zolo Liberty zählt Bluetooth 4.2, ein kleines Mikrofon samt Geräuschreduzierung am rechten Ohrhörer zum Führen von Anrufen und Nutzung des Sprachassistenten, Schweißresistenz nach IPX5 und die Verwendung eines AAC/SBC-Audio-Codecs. Für besonders guten Klang sollen Graphenmembranen sorgen, die selbst feinste Schwingungen reproduzieren und damit einen vollen, klaren Sound generieren.

Zolo Liberty 3

Denn wie bei jedem Kopfhörer gilt auch beim Zolo Liberty: Ohne einen guten Klang ist jedes Modell so gut wie wertlos, ganz egal, wie bequem oder gutaussehend das Exemplar ist. Und nach einiger Zeit mit den Zolo Liberty in den Ohren kann ich sagen: Soundtechnisch müssen sich die Bluetooth-InEars nicht vor der oft kostenintensiveren Konkurrenz verstecken. In der Tat gibt es einen sehr schönen, lebendigen Klang, in dem die Höhen und vor allem auch die Tiefen sehr gut zur Geltung kommen. Letzteres wird lediglich bei basslastigen Genres und hohen Lautstärken etwas unangenehm im Ohr. Im direkten Vergleich zum vorhandenen Jabra Elite Sport, der mit etwa 180 Euro zu Buche schlägt, gab es kaum nennenswerte Unterschiede außer einem etwas zurückhaltenderen Bass und minimal klareren Höhen.

Insgesamt ist der Zolo Liberty daher auf jeden Fall eine Empfehlung für Musik- und Sport-Fans, die auf ein komplett kabelloses Modell umsteigen wollen. Hat man die Anpassungsphase überstanden und den für sich perfekten Sitz gefunden, bekommt man einen tollen, gut verarbeiteten Kopfhörer, der in Ausstattung und Klangbild in seiner Preiskategorie sicher seinesgleichen sucht. Abschließend stellt sich nur noch die Frage, ob man die zusätzlichen Features des Zolo Liberty+ wirklich benötigt und daher auf das etwas teurere Modell setzen soll - aber wie immer geben auch hier persönliche Präferenzen den Ausschlag.

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Kommentare13 Antworten

  1. iMactouch sagt:

    Moin!

    Hast Du die Kopfhörer auch einmal mit Schaumstoffstöpseln z.B. Comply Foams ausprobiert?
    Seitdem ich In-Ears benutze (etwas über sechs Jahre) benutze ich die nur noch, weil der Sitz in den Ohren besser ist und die Umgebung noch besser abgeschirmt wird.
    Würden sie damit auch noch in die Ladeschale passen?

    • Mel sagt:

      Habe gerade mal meine Memoryschaum-Stöpsel der Jabra Elite Sport (Größe S/M) auf den Zolo Liberty gesetzt und die Ohrhörer in die Ladeschale gelegt – passt. Die Aussparung für die Ohrstöpsel im Case ist relativ groß, daher sollten auch Comply Foams passen, sofern sie nicht gerade riesengroß sind und die Maße normaler Silikonstöpsel überschreiten.

  2. freakyluke sagt:

    Ich habe die Dinger auch seid ca. 5 Monaten und bin sehr überzeugt von Ihnen! Habe sie als Alternative zu AirPods genommen und in einer Aktion für 53,99€ bekommen. Damit ist es ein überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Klare Kaufempfehlung!

  3. t3st0r sagt:

    Ich hatte die Liberty+ bei Kickstarter unterstützt und nach 5 Minuten Betrieb funktionierte nur noch der rechte Ohrstöpsel…
    Umtausch ging Monate lang nicht, habe dann mein Geld zurückbekommen.
    Hätte die Ohrhörer aber so oder so loswerden wollen, der Klang ist wirklich nicht der Rede wert, dieses Transparency Feature ist grottig und die Verzögerung macht Videos schauen unmöglich.
    Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie man diese Kopfhörer guten Gewissens empfehlen könnte 😅

  4. Sven sagt:

    Ich habe die Liberty ohne Plus auch in einer Rabattaktion für ca. 54€ bekommen. Von Klang und Passform war ich positiv überrascht, nachdem ich erstmal den richtigen Sitz im Ohr gefunden habe, was etwas gedauert hat und fummelig war. Allerdings gab der linke Ohrhörer auch bei mir nach wenigen Wochen der Geist auf. Der Austausch war unkompliziert und ich durfte die alten behalten, aber auch beim Austauschpaar ging der linke Hörer nach ca. 2 Wochen kaputt. Diesmal gabs dann keine neuen Höhrer, sondern das Geld zurück, so dass ich jetzt mit zwei halben Liberty für lau da sitze und wieder nach guten True Wireless Höhrern suche.

  5. Kevin Rdel sagt:

    Ich mach es kurz. Nutze die Kopfhörer bereits 6 Monate und bin mehr als zufrieden 😁 guter Klang top Passform und gute Haptik. Das einzige Manko ist das meine Segelohren durch die Hörer noch mehr betont werden 😂 Ich spreche eine klare Kauf Empfehlung aus.

  6. iMactouch sagt:

    Moin!

    Benutzt Ihr die alle nur mit den Silikonstöpseln?

  7. QMX sagt:

    Ich benutze sie nur mit den Silikonstöpseln. Die Dinger saugen sich bei mir regelrecht fest. Optimale Passform und dadurch Mega-Sound. Auch zum Filme schauen gut geeignet. Ich benutze die Plus-Version.

  8. Shailiha sagt:

    Schirmen die Kopfhörer Umgebungsgeräusche komplett ab? Ich würde sie gerne beim Laufen benutzen und dabei gerne noch etwas vom Straßenverkehr mitbekommen.

    • Mel sagt:

      Sie schirmen Umgebungsgeräusche sehr stark ab, ja. Prinzipiell wie bei allen InEars, die gut im Ohr sitzen.
      Als Alternative ist dann vielleicht für dich der im Artikel erwähnte Jabra Elite Sport empfehlenswert, der hat nämlich eine optionale „Mithör“-Funktion, die per Mikro die Außengeräusche durchlässt. Fand ich speziell beim Laufen auch immer sehr angenehm, weil man nicht komplett abgeschottet ist.

  9. Shailiha sagt:

    Danke für den Tipp!

  10. Murph sagt:

    Ich hatte vor kurzem den Liberty und Probleme mit einem Zeitversatz zwischen Bild und Ton, sowohl am Laptop als auch am Handy.
    Habt ihr die Erfahrung auch, oder liegt es nur an meinen?
    Gibt es evtl. den Versatz bei den Liberty+ nicht?

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