Ich habe in letzter Zeit häufiger gehört, dass rund um das Streaming früher alles besser war: Es gab keine Werbung und mit Netflix im Prinzip nur einen Anbieter. Das alles sieht mittlerweile natürlich anders aus. Werbung gehört bei den günstigen Abos mittlerweile mit dazu, zudem verteilen sich die Inhalte auf sicherlich vier oder fünf Plattformen.
Apple treibt seine Werbepläne weiter voran, denn mit der zweiten Beta von iOS 26.5 verdichten sich die Hinweise darauf, dass Werbung in Apple Karten schon sehr bald Realität werden könnte.
Neue Hinweise direkt in der App
Mit der aktuellen Beta-Version hat Apple eine neue Einblendung integriert, die beim App-Start der Karten-App begrüßt. Diese sogenannte Splash-Screen-Nachricht erklärt erstmals konkret, wie Werbung künftig ausgespielt werden soll.
Demnach orientieren sich Anzeigen unter anderem am ungefähren Standort, an aktuellen Suchanfragen sowie an der gerade angezeigten Kartenansicht. Gleichzeitig sollen Anzeigen auch im Bereich „Vorgeschlagene Orte“ auftauchen – eine Funktion, die bereits in der ersten Beta-Version von iOS 26.5 eingeführt wurde.
Werbung in Apple Karten kommt vorerst in den USA und Kanada. Foto: Macrumors.
Allerdings bleibt bislang unklar, ob Apple mit der zweiten Beta lediglich die technische Grundlage schafft oder ob erste Nutzer und Nutzerinnen bereits konkrete Werbung zu sehen bekommen. Fest steht nur: Die Integration schreitet sichtbar voran.
Datenschutz bleibt zentrales Argument
Gerade weil Standortdaten eine zentrale Rolle spielen, setzt Apple kommunikativ stark auf das Thema Privatsphäre. Der Konzern betont, dass Werbeinformationen nicht mit einem persönlichen Apple Account verknüpft werden.
Rollout im Sommer geplant
Bereits im März hatte Apple offiziell angekündigt, Werbung in Apple Karten einführen zu wollen. Damals sprach das Unternehmen von einem Start „im Sommer“.
Mit Blick auf die aktuelle Beta-Phase scheint dieser Zeitplan weiterhin realistisch. Zunächst soll die Einführung allerdings regional begrenzt erfolgen: Geplant ist ein Start in den USA und Kanada – und zwar auf iPhone, iPad und Mac.
Darüber hinaus wird Apple die Anzeigen klar kennzeichnen. Ähnlich wie im App Store sollen Werbeinhalte mit einem deutlichen „Ad“-Label versehen werden, sodass Nutzer und Nutzerinnen sie sofort erkennen können.
Wann die Anzeige von Werbung in Apple Karten in Deutschland startet, ist bisher noch nicht bekannt.
Ich habe mich ja immer noch nicht entschieden, und deswegen sind auf der ersten Seite meines Homescreens zwei Anwendungen direkt nebeneinander zu finden: Google Maps und Apple Karten. Nun soll Apple in einer bestimmten Kategorie mit Google gleichziehen – doch darauf hätte ich gerne verzichtet.
Vor zwei Jahren noch Vorreiter in Sachen KI-Werbung
Perplexity zieht einen klaren Schlussstrich unter die eigenen Werbepläne: Das KI-Unternehmen kehrt Anzeigen im eigenen Dienst den Rücken. Man fürchtet, dass Werbung das Vertrauen der Nutzer und Nutzerinnen in die Antworten des Assistenten untergraben könnte. Während große Konkurrenten verstärkt auf Anzeigen als zusätzliche Erlösquelle setzen, positioniert sich Perplexity gegen den Branchentrend und setzt stattdessen auf Bezahlmodelle. Das berichtet die Financial Times in einem aktuellen Artikel.
ChatGPT dürfte eines der beliebtesten KI-Tools im Netz sein und auch von einigen von euch rege genutzt werden. Für die meisten von uns dürfte die Basis-Version des Chatbots absolut ausreichend sein, zumal diese bisher ja noch komplett werbefrei ist. Das könnte sich aber schon bald ändern.
Angekündigt wurde es bereits im vergangenen Jahr, jetzt werden anscheinend Nägel mit Köpfen gemacht. Schon bald wird Apple im App Store mehr Werbung anzeigen, wie man jetzt in einer offiziellen Mitteilung an registrierte Entwicklerinnen und Entwickler bekannt gegeben hat.
Eine werbefreie Plattform von Meta? Ja, Threads (App Store-Link), der Konkurrent von X, hat knapp zweieinhalb Jahre keine Werbung angezeigt. Doch damit ist in Kürze Schluss, denn wie angekündigt, rollt Meta Werbung bei Threads noch in der kommenden Woche aus.
Auch ihr habt euch in den vergangenen Jahren vermutlich daran gewöhnt: Bei einer Suche im App Store ist das erste Ergebnis eine Anzeige. Markiert mit dem Hinweis „Ad“ und einem blau eingefärbten Hintergrund. Erst darunter folgen die eigentlichen Ergebnisse zum von euch eingegebenen Suchbegriff.
Wenn ihr künftig im App Store nach einer App sucht, werdet ihr mit einer höheren Anzahl an Werbeanzeigen auf der Suchergebnisseite konfrontiert. Das teilte Apple auf seiner Apple-Ads-Webseite mit. So wird dann nicht nur eine Anzeige zu Beginn der Ergebnisliste zu sehen sein, sondern die Liste immer wieder zwischendrin um Anzeigen angereichert. Im nächsten Jahr soll es losgehen.
Das Landgericht München I hat Amazon eine klare Grenze aufgezeigt: Streaming-Anbieter dürfen die Werbefreiheit nicht einseitig abschaffen. Mit Urteil vom 16. Dezember 2025 gab die 33. Zivilkammer einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen statt.
Seitenpanel mit Werbeanbieter lässt sich nicht mehr schließen
YouTube macht es Gratis-Usern des eigenen Videodienstes immer schwerer, Inhalte ohne nervtötende Werbeunterbrechungen anzusehen. Erst im Juni dieses Jahres hatte die mittlerweile zu Google gehörende Videoplattform 30-sekündige, nicht überspringbare Werbespots in einer Betaphase getestet.
Werbebanner auf Kühlschrank-Displays in neuem Testprogramm
Erst kürzlich sorgte ein Bloomberg-Artikel für Aufsehen: Demnach plant Apple ab 2026, in der eigenen Karten-App Apple Maps Werbeanzeigen auszuspielen. So sollen zum Beispiel Restaurants dafür bezahlen können, in der Navigations- und Karten-App besser sichtbar zu sein.
So wirklich entscheiden kann ich mich bisher nicht. Google Maps oder Apple Karten? Aktuell sind beide Anwendungen auf der ersten Seite meines Homescreens untergebracht. Im Auto navigiere ich lieber mit Google Maps und zu Fuß oder auf dem Fahrrad freue ich mich über die gute Anbindung von Apple Karten an die Apple Watch.
Bei Apple sorgt derzeit ein neuer Spielfilm, F1 Der Film, für Aufsehen: Die hauseigene Produktion soll ab dem 26. Juni in den Kinos starten und wird auch bei Apple TV+ mit Trailern und Bannern für eine spätere Ausstrahlung großflächig beworben. Der Spielfilm mit Brad Pitt in der Hauptrolle taucht näher in die Welt der Formel 1 ein und wurde bei echten Grand-Prix-Rennen mit Hilfe von Apple-Technologie, darunter in F1-Boliden montierten Kameras aus iPhone-Teilen, gedreht.
Meta will bei WhatsApp (App Store-Link) bald Werbung anzeigen – aber in der EU müssen wir uns damit erst einmal nicht herumschlagen. Bis 2026 soll hierzulande keine Werbung ausgerollt werden, wie das Unternehmen gegenüber der irischen Datenschutzbehörde bestätigt hat.