Airpaq Rucksack: Nachhaltiger Daypack wird aus Airbags und Sicherheitsgurten gefertigt

Sucht ihr noch nach einem sehr geräumigen, aber höchst individuellen Laptop-Rucksack für den täglichen Transport eures MacBooks? Voilà, hier ist der Airpaq.

Airpaq 1

Ich bin vor einiger Zeit über die Kickstarter-Aktion des noch jungen Unternehmens auf den Airpaq aufmerksam geworden und habe mittlerweile auch einiges über die Geschichte der beiden Gründer Adrian und Michael erfahren. Alles begann mit einem Masterstudium in Rotterdam im Jahr 2015, als die beiden Studenten sich ein Apartment teilten, und auch gleichzeitig für ein Kursprojekt einen Schrottplatz besuchten. Fasziniert von all den Möglichkeiten des Re- und Upcyclings erstanden die beiden für ein paar Euro einen Airbag, Sitzgurte und andere Materialien und machten sich mit einer uralten Singer-Nähmaschine ans Werk.

Es dauerte einige Jahre, bis vom ersten Prototyp das jetzt im eigenen Webshop von Airpaq erhältliche marktreife Modell entstand. Der Airpaq lässt sich zum Preis von 115 Euro in vier Farben erwerben: Mitternachtschwarz, Sonnenblumengelb, Saphirblau und Bordeauxrot. Bei der Bestellung kann außerdem festgelegt werden, welche Farbe der Sitzgurt an der Vorderseite haben soll – hier muss man sich zwischen Grau und Schwarz entscheiden. Kleiner Hinweis am Rande: Aufgrund der vielen Bestellungen muss man aktuell bis April mit der Auslieferung warten.

Mein schlicht-schwarzes Exemplar mit einem grauen Frontgurt erreichte mich nach relativ kurzer Wartezeit von etwa 1-2 Wochen, so dass davon auszugehen ist, dass auch alle anderen Bestellungen zeitnah abgearbeitet werden. Hier handelt es sich nämlich beileibe nicht um ein Massenmodell von der Stange, sondern man bekommt ein individuelles Produkt, bei dem kein Rucksack wie der andere ist.

Viel Stauraum und großer Tragekomfort

Airpaq 2

Der bis zu 21 Liter fassende und 1,2 Kilogramm schwere Airpaq verfügt über ein großes Innenfach, in dem in einem separaten Laptopfach alle 13“-Modelle und auch einige moderne 15“-Notebooks Platz finden. Verschlossen wird das Innenfach über einen Rolltop-Mechanismus, bei dem das weiße Airbag-Material einfach aufgerollt und mit der Schließe aus einem Sicherheitsgurt verschlossen wird. Auf diese Weise lässt sich so einiges im geräumigen Rucksack verstauen, unter anderem Einkäufe, oder die Klamotten für den Weg zum Fussballtraining. Auch ein ganzer Tag an der Uni oder in der Schule sollte der Airpaq aufgrund seines Volumens bedenkenlos aushalten – Platz genug für Bücher, Ladekabel, eine Wasserflasche, Block und Schreibmappe ist auf jeden Fall gegeben.

Ich habe den Airpaq in den vergangenen Wochen für so einige Unternehmungen genutzt und dabei vor allem das große Platzangebot und auch den Tragekomfort schätzen gelernt. Die beiden Produktentwickler haben sich wirklich Gedanken gemacht und dem Rucksack neben gepolsterten Trägern, Boden und Griff auch eine besonders bequeme Rückenfläche aus übereinander geflochtenen Sicherheitsgurten spendiert. Das sieht nicht nur sehr ungewöhnlich aus, sondern hilft dem Rücken vor allem auch bei einem vollgepackten Rucksack. Lediglich auf einen zusätzlichen Brustquergurt muss bei diesem Exemplar verzichtet werden.

Viele kleine nützliche Details stecken im Airpaq

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Beim Design des Airpaq merkt man an jeder Ecke, dass sich die beiden Schöpfer auch über viele Kleinigkeiten Gedanken gemacht haben. Beispiele dafür finden sich im hellen, wasserabweisenden Innenfutter, das das Auffinden von Gegenständen in den Tiefen des Rucksacks erleichtert, in einem kleinen D-Ring am Tragegurt, in vier Neodym-Magneten am Rand des Rolltops, oder auch in einem kleinen Reflektor, der über dem Gurtschloss angebracht ist und die Sichtbarkeit im Dunkeln verbessert. Und damit man nicht immer umständlich das Hauptfach öffnen muss, um Schlüssel oder Smartphone schnell zur Hand zu haben, gibt es eine geschickt versteckte kleine Außentasche unter dem frontal verlaufenden Sicherheitsgurt.

Aufgrund des verwendeten Materials ist dann auch jedes Airpaq-Exemplar ein echtes Unikat. Die Gurtfarben und -Muster, die Farbintensität, die Struktur und Textur des zum Einsatz kommenden Airbags und dessen originale Nähte und Elemente, ebenso wie Barcodes, Stempel und Gurtschlossform variieren von Rucksack zu Rucksack. Das Team von Airpaq garantiert außerdem, dass nur Gurtschlösser, Airbags und Sicherheitsgurte von Schrottplätzen und Autoverwertungen bezogen werden, die nicht in Autos, die in schwere Unfälle verwickelt waren, verwendet wurden. „Um hygienische Bedenken auszuschließen, werden alle Stoffe antibakteriell bei über 90 Grad gewaschen, Gurtschlösser werden gesäubert und desinfiziert“, heißt es dazu auch auf der Website von Airpaq.

Ich jedenfalls wurde bereits einige Male auf diesen ungewöhnlichen Rucksack im Alltag angesprochen und werde ihn auch weiterhin für viele Erledigungen und Ausflüge nutzen. Der Airpaq eignet sich daher nicht nur für Automobil-Fans, sondern auch für Liebhaber von individuellen Taschen und Freunden von Upcycling-Produkten – und ist daher definitiv eine Empfehlung wert.

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