Cowboy: Dritte Generation des smarten E-Bikes vorgestellt

Diese Neuerungen sind mit an Board

Im vergangenen Jahr habe ich bereits die Chance erhalten, das Cowboy für euch zu testen. Das E-Bike mit App-Anbindung konnte mich mit einigen spannenden Details überzeugen, unter anderem mit dem geringen Gewicht und dem leisen Motor sowie dem entnehmbaren Akku. Heute hat der belgische Hersteller die dritte Generation mit einigen Neuerungen vorgestellt.

Das Cowboy 3 verfügt neben den Key-Features des Vorjahresmodells – insbesondere des herausnehmbaren Akkus und der Leichtbauweise mit einem Gewicht von nur 16,9 kg – über eine Reihe Neuerungen im Hardware-Bereich. Dazu zählen unter anderem:


  • Carbon-Riemenantrieb: Der Riemen kommt ohne Öl aus und schafft 30.000 Kilometer ohne Wartung.
  • Niedrigeres Übersetzungsverhältnis: Sorgt für einen schnelleren Start und leichtere Fahrt am Hang.
  • Maßgefertigte, neue Schutzbleche: Genau auf das Rad angepasst (erhältlich zu einem UVP von 89 €).
  • Pannensichere Reifen: Mit starkem Grip und einer extra Pannenschutz-Beschichtung.
  • Komfortable Fahrt: Erhöhter Komfort dank einer breiteren Reifenoberfläche.
  • Drei Farbgebungen: Jetzt erhältlich in den Farben Absolute Black, Anthracite Grey und Mineral Grey.

Was für mich immer noch fehlt: Zumindest als optionales Extra hätte ich mir auch einen Ständer und einen Sattel gewünscht, die zum Design des Fahrrads passen.

Zudem hat Cowboy ein Software-Update angekündigt. Die hauseigene App soll in den kommenden Monaten mit vier großen neuen Funktionen ausgestattet werden, unter anderem mit einem Automatischen Entsperren. Einer meiner großen Kritikpunkte beim Vorgänger war ja, dass man zum Aufschließen des Rads jedes Mal sein Smartphone aus der Tasche holen und die Cowboy-App öffnen musste.

‎Cowboy - Electric Bikes
‎Cowboy - Electric Bikes
Entwickler: Cowboy SA
Preis: Kostenlos

Ganz optimal finde ich diese Software-Lösung aber immer noch nicht – denn es kann ja durchaus mal vorkommen, dass man ohne Smartphone unterwegs ist, die Batterie leer ist oder man das Rad einfach nur kurz verleihen möchte. Hier wäre eine Hardware-Lösung am Rad, wie es etwa beim vergleichbaren Vanmoof-Bike der Fall ist, die elegantere Lösung.

Und das sind die weiteren neuen App-Funktionen, von denen auch Nutzer eines Vorgängers profitieren werden:

  • Diebstahlerkennung: Das Rad sollte sich nur bewegen, wenn der oder die Fahrerin dabei ist. Ist er oder sie das nicht, wird automatisch eine Benachrichtigung verschickt, dass das Rad bewegt wird, oder jemand gerade versucht, es zu klauen.
  • Unfall-Erkennung: Kommt es zu einem Unfall, erkennt ein Sensor den Sturz und das Team von Cowboy vergewissert sich, dass es dem Fahrer oder der Fahrerin gut geht. Bleibt der Anruf unbeantwortet, wird sofort ein Notfallkontakt alarmiert und die letzten Standortdaten werden mit dem Kontakt geteilt.
  • Luftqualität: Damit es unterwegs nicht zu dicker Luft kommt, informiert die App den Fahrer oder die Fahrerin, wie die Luftqualität in der Umgebung ist und welche Strecke durch die Stadt am wenigsten mit Feinstaub belastet ist.

Das Cowboy 3 könnt ihr ab sofort für 2.290 Euro vorbestellen. Die ersten Bestellungen sollen laut Informationen des Herstellers Ende Juli ausgeliefert werden. Ich hoffe, dass ich bis dahin auch eigene Erfahrungen mit dem neuen Modell sammeln konnte.

Kommentare 14 Antworten

  1. Auch, wenn das eine extrem gut ausgearbeitete Variante des E-Bikes ist, sehe ich den Sinn darin nicht. Entweder fahre ich Fahrrad, dann bekommt man für den halben Preis ein Superfahrrad oder ich will Bequemlichkeit auf 2 Rädern, dann kaufe ich einen E-Scooter, der in Reichweite und Geschwindigkeit deutlich überlegen ist, sich preislich aber auf etwas niedrigeren Niveau bewegt.
    Daher mein salopp formuliertes, persönliches (!) Fazit: E-Bike fahren ist für gutverdienende Faulpelze, die sich gern der Illusion hingeben, sich zu bewegen und was für ihren Körper zu tun und rechtfertigen den Besitz des selbigen mit lustigen bis obskuren Gründen 🤷🏽‍♂️😁

    1. Nun, ein wenig einfach definiert und sicherlich nicht auf alle fahrradfahrer/innen übertragbar.
      Wir sollten nicht vergessen, und das sage ich allen, die meinen, dass ein pedelec kein fahrrad mehr sei, oder etwas, womit sichalte menschen fortbewegen, dass eine einfache gangschaltung ‼️ schon trethilfe bedeutet und sich heute niemand mehr darüber mokiert, dass ein rad eine gangschaltung als ausstattung hat. …

      #burnsson, ich erhalte für die hälfte des preises eines guten fahrrades auch ein weniger gutes rad, mit dem ich auch fahren kann, – bequem sogar. Die argumentation ist also deinerseits ein wenig fehlerhaft.

      In den meisten fällen der argumentation gegen pedelecs wird das “faulsein” als grund für die nichtanschaffung angegeben, da mit der anschaffung von fahrradfahren keine rede mehr sein kann oder angeblich sein soll. Ich merke hierzu nochmals meine bemerkung zur gangschaltung an, die mit 3 bis 21 gängen durchaus dieselbe funktion aufweist.

      Aber mal ehrlich: mit einem rad mit unterstützung (gangschaltung oder strom) komme ich in gegenden “die nie ein mensch zuvor erkunden konnte”… 😜

      Niemand muss sich schämen, weil er mehr als nur die 11 km im umkreis erkunden will. ♿️🛴🚲

  2. Das dämlichste, neumoderne E-Bike aller Zeiten:

    https://stadt-bremerhaven.de/cowboy-e-bikes-mit-app-anbindung-starten-in-deutschland/

    – kleiner Akku für max 70km, normal wohl eher 40km …
    – … und nur 1 Gang, womit es sich nach Akkuende besonders toll radelt!
    – Vorderlicht schwenkt nicht mit dem Lenker
    – nur eine Rahmengröße
    – keine Schutzbleche und Gepäckträger damit es schön cool ist aber nicht alltagstauglich
    – Motorstart und Licht an/aus nur mit App!!!

    Klar, ich will losradeln und kram erst mal das Smartphone raus geh in die App und start mein e-Bike… WTF!???
    Besonders toll wenn dann mal Abends mein Smartphoneakku leer ist und ich im Dunkeln nach Hause radeln will… ohne Motor, mit einem Gang und ohne Licht…
    Achja, und gibts die App irgendwann nicht mehr kann ich das Fahrrad direkt entsorgen…

    Dämlicher gehts ja kaum!

    Zum Vanmoof: Akku nicht herausnehmbar… klasse, wie lade ich das? In den 2. Stock schleppen?

      1. Ehrlich gesagt sehen die Cube Bikes irgendwie billig aus von der Farbe und Schriftzug. Tut mir leid das du eventuell ein Cube fährst 😹

    1. Ist sie tatsächlich.
      Beim S3 oder X3 ist der nachteil des nicht abnehmbaren akkus und der fehlenden federung vorhanden, ja. Das Cowboy hat nachteile (wie schon geschrieben) zur federung und zum handyzwang u. s. w.

      Ich stelle mal ein drittes hier zur diskussion: modmo saigon.

      Auf kommentare bin ich sehr gespannt und werde den kommentarbereich immer wieder anfahren…

      1. Das Saigon ist irgendwie auch nur so ein neumodisch hippes Teil mit lauter Nachteilen:

        – Akku extern ladbar, gut, bloß schaut man sich die animierte Grafik an sieht man das eine extrem lange Batterie unten am Unterrohr herausgefahren wird, also in den Boden rein was ja nicht geht, heisst man muss es wohl hinlegen um die Batterie raus zu bekommen… häää?

        – Was sollen die bekloppten Schutzbleche? Total nutzlos und als Ständer auch irgendwie unpraktisch, ein normaler Ständer ist einfacher im Handling

        – die Frage ist wie gut funktioniert es ohne Handy und App, kann man es verwenden, mit allen wichtigen eBike Funktionen (wenn auch nicht den smarten)? Und vor allem, wenn man das Smartphone hat, hoffentlich muss man es nicht herausnehmen, irgendwas damit machen um losfahren zu können -> siehe Cowboy Desaster

          1. Das ist ja ganz klug gelöst. Aber leider kann man den Akku halt dort nicht abnehmen und man fährt Kurven Nachts im Blindflug (wie beim Cowboy) da das Licht immer nur geradeaus leuchtet…

  3. Richtig, Fabian, so lange ich bei dem Rad keinen Ständer bekomme, kaufe ich mir keins. 😉

    Ich würde mir ja gerne ein Babymaker kaufen, aber habe mir geschworen, dass ich keine Investitionen mehr bei Indigogo tätigen werde.

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