Fujitsu Scansnap iX100: Der Scanner mit App & zum Mitnehmen

Unterwegs ein Dokument scannen? Da gibt es doch eine App für. Alternativ greift man zum Fujitsu ScanSnap iX100.

Fujitsu ScanSnap iX100 2

Ich weiß gar nicht, wie viele Scanner-Apps wir euch in den letzten Wochen, Monaten und Jahren vorgestellt haben. Papier auf den Tisch legen, App starten, nicht wackeln, das Dokument zuschneiden, die Belichtung anpassen und dann als PDF speichern. Wenn man ab und zu mal ein Dokument digitalisieren möchte, ist das mit Sicherheit mehr als ausreichend. Wer wirklich hochwertige Qualität benötigt, muss sich allerdings nach Alternativen umsehen.

Eine Alternative ist der Fujitsu ScanSnap iX100 (Amazon-Link). Der mobile Scanner kostet rund 220 Euro und verfügt über eine WLAN-Schnittstelle, dank der man das Gerät einfach mit seinem iPhone oder iPad verbinden kann. Dort steht eine kostenlose App zur Verfügung, um die erfolgreich eingescannten Dokumente als PDF zu empfangen.

Einfache Einrichtung mit iPhone & iPad

Die Einrichtung des Fujitsu ScanSnap iX100 könnte einfacher nicht sein. Man öffnet die vordere Klappe, um den Scanner zu aktivieren, schaltet die WLAN-Funktion mit einem Schalter auf der Rückseite ein und kann sich mit dem iOS-Gerät in das Netzwerk des ScanSnap einloggen. Nun muss man nur noch die App starten, ein auf dem Scanner befindliches Passwort eingeben und schon kann es losgehen.

Am Mac oder Computer kann man den Fujitsu ScanSnap iX100 entweder drahtlos oder per Micro-USB-Kabel nutzen, letzteres dient auch dazu, den integrierten Akku zu laden. Das Software-Paket mit allen notwendigen Treiber, einer Visitenkarten-Software und dem Baby FineReader zur Texterkennung liefert Fujitsu auf einer DVD mit. Wer kein Laufwerk sein Eigen nennt, findet auf dem Beiblatt aus der Packung alle erforderlichen Links zum einfachen Download der Dateien.

Zurück zum iPhone und iPad: Die App ist zwar nicht im flachen Design gehalten, aber dennoch einfach zu bedienen. Mit einem Button (alternativ kann man einen Knopf am Fujitsu ScanSnap iX100 selbst drücken) startet man den Scan. Das Papier wird automatisch durch den Scanner gezogen, man kann problemlos mehrere Blätter hintereinander einführen. Ein Blatt benötigt etwas mehr als fünf Sekunden, pro Minute schafft der Scanner elf Seiten. Mit einem zweiten Fingertipp auf den Scan-Button beendet man den Vorgang, alle Seiten werden in einem PDF-Dokument oder als einzelne JPG-Bilder gespeichert.

Fujitsu ScanSnap iX100 perfekt für Business-Anwender

Fujitsu ScanSnap iX100 1Leider bietet die ScanSnap-Applikation auf iPhone und iPad keine weiteren Funktionen zur Bearbeitung und Verwaltung der Scans. Die beste Lösung ist es hier wohl, die Dokumente mit dem bekannten „Öffnen in“-Befehl in eine spezielle PDF-Applikation zu verschieben, um sie dort weiter zu bearbeiten und zu verwahren.

Die abschließende Frage: Wie steht es um die Qualität der Scans? Im Vergleich zu den Scanner-Apps, bei denen man Dokumente mit der iPhone-Kamera abfotografiert, ist der Fujitsu ScanSnap iX100 meilenweit überlegen. Allerdings bietet der mobile Scanner, der unterwegs über 200 Seiten ohne Kabel digitalisieren kann, nur eine Auflösung von 300 dpi. Für Dokumente ist das absolut ausreichend, zwei Beispiel-Scans haben wir unten für euch verlinkt. Wer Fotos zur späteren Bearbeitung scannen möchte, sollte aber zu einem herkömmlichen Scanner greifen.

Unser Fazit: Der Fujitsu ScanSnap iX100 ist kein günstiges Gadget, aber vermutlich die beste Lösung für alle iOS-Nutzer, die unterwegs viele Dokumente digitalisieren wollen und mit der Qualität von Scanner-Apps nicht zufrieden sind.

Kommentare 7 Antworten

  1. Der Scanner ist einem iPhone 4 oder moderner keineswegs überlegen – schon gar nicht meilenweit. 4 Argumente:
    1. Die Auflösung ist nicht sehr viel besser, als bei einer abfotografierten Seite.
    2. Ein Foto ist ein vielfaches schneller gemacht.
    3. Bei Büchern, Zeitschriften oder andere voluminösen Gegenständen hat iPhone die Nase deutlich vorn!
    4. Im iPhone ist die Kamera eingebaut, keine lästige Schlepperei externer Peripherie!

    Fazit: Mir scheint, Ihr habt bei Euerem Artikel irgendwie nicht weit genug gedacht.

    1. Ein externer Scanner scannt „verzerrungsfrei“; es gibt keine schiefen Ränder und die eingescannten Seiten sind immer 100%ig akkurat. Zudem beherrschen viele mobile Scanner Duplex und besitzen einen ADF um mehrere Dokumente in einem Rutsch scannen zu können.

      Beim professionellen Dokumentenscannen wird sehr häufig die 1 Bit S/W-Komprimierung „TIFF G4“ eingesetzt. Dies unterstützen leider die wenigsten mobilen Scanner-Apps. Ein „richtiger“ Computer hat halt mehr Rechenleistung und wenn es am mobilen Gerät schnell gehen soll, muss man auf solche zeitintensiven Dinge verzichten. (So jedenfalls die noch gängige Meinung der Scannerhersteller.)

  2. Duplex mit automatischem Einzug für bis zu 30 Blätter in deutlich höherer Auflösung als ein phonetisch bietet mir mein Multifunktionsgerät von Epson für gerade mal 149€.
    Einziger Nachteil; nicht für unterwegs, aber da habe ich ihn bislang auch noch nicht vermisst. Unterwegs reicht iPhone immer (mir)

  3. Also ein tragbarer Scanner wäre schon eine schöne Sache. Wichtig ist mir, dass Dokumente per OCR-Software lesbar gemacht werden, damit man z.B. mit Documents von Readdle auch innerhalb von PDF´s suchen kann. Dazu eignet sich „Readiris“ von I.R.I.S. s.a.
    https://appsto.re/de/UamWB.i . Ich hoffe der Pocketscanner wird bald kommen, dann werde ich mal mit dem rumprobieren –> https://www.kickstarter.com/projects/1776222658/pocketscan – Abfotografieren ist für mich keine Alternative und wenn der vorgestellt Scanner Duplex könnte dann wäre er eine gute Wahl!

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