Path: Instagram-Konkurrent mit Privatsphäre

9 Kommentare zu Path: Instagram-Konkurrent mit Privatsphäre

Instagram? Da läuten bei einigen Nutzern bestimmt die Alarmglocken – Noch so eine Social-Media-Sharing-App, mit der man sein ganzes Leben in Fotos festhält und der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Ganz verleugnen kann ich es nicht: Auch Path (App Store-Link), eine fünf MB große Gratis-App für iPhone und iPod Touch, besitzt ähnliche Eigenschaften. Allerdings beschreiben die Entwickler ihr Programm in etwa so: „Path ist eine einfache und private Art und Weise, das Leben mit engsten Freunden oder Familienmitgliedern zu teilen“.

Moment – privat? Was ist denn in Zeiten von Facebook und Co. überhaupt noch privat? Path schiebt einfach einen Riegel vor die persönliche Öffentlichkeitsarbeit und gestattet dem Nutzer nur bis zu 50 Freunde oder Familienmitglieder in der eigenen Liste. Rekrutiert werden können diese über eine Suchfunktion, die eigene Kontaktliste, per E-Mail oder auch über… Facebook. Tja, war wohl nichts. Ohne das blau-weiße Zuckerberg-Logo scheint es auch bei Path nicht zu gehen. Auch eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse sowie Vor- und Nachname wird gefordert – aber gegen meinen kunstvollen Namen „Mel Appgefahren“ schien Path zumindest bei der Registrierung keine Einwände zu haben.

Immerhin können in der App sowohl Fotos als auch Videos hochgeladen werden, die zudem noch mit schönen Effekten versehen werden können. 6 Foto- und Videofilter stehen gratis zur Verfügung, 4 weitere lassen sich zu je 79 Cent per In-App-Kauf freischalten.

Nicht ganz unwichtiges Feature: Die fertigen Werke können getaggt werden, das heißt, einem bestimmten Thema zugeordnet werden, „Menschen“, „Orte“ oder „Dinge“ stehen dort zur Verfügung. Auch interessant für Privatsphäre-Fetischisten: Es besteht die Möglichkeit, die Fotos oder Videos nur privat einzustellen, so dass niemand sonst sie sehen kann. Wer sich hingegen der großen Welt mitteilen will oder muss, kann immer noch den Schieberegler auf den Zuckerberg-Button ziehen. Das Kommentieren und Chatten hingegen läuft dann wieder genauso wie beim großen Bruder mit dem kleinen „f“.

In meinem Falle stürzte Path während eines Orts-Tagging-Versuches regelmäßig ab, aber lief ansonsten stabil. Ebenfalls sollte man beachten, dass die vorhandenen Video- und Fotofilter nur ab iPhone 3GS und iOS 4.2 funktionieren. Insgesamt bietet Path jedoch eine gute und vor allem private Möglichkeit, mit einem kleinen Personenkreis Fotos oder Videos zu teilen.

Kommentare 9 Antworten

  1. Super Alternative zu Instagramm. Habs mir sofort geladen und die 79c ist es wirklich wert. Volle Kontrolle beim Weitergeben von Bildern. Tolle App.
    Das Absturtzproblem habe ich (4.3.5) auch.

    1. Moment… Bist du sicher, dass du dir die richtige App geladen hast? Das hier vorgestellte Path kostet nämlich nicht 79 Cent, sondern ist bei mir beim Klick auf den im Artikel vermerkten Link gratis.

  2. Also wer Instagramm mag, der sollte auf jeden Fall mal Tadaa! ausprobieren. Hier gibt es eine super Community, eine eigene Web-Page, wo auch Freunde ohne iPhone die Bilder ansehen können, und es wird darauf geachtet, dass nur eigene Pics hochgeladen werden (so weit das möglich ist). Tadaa! Ist auch bei Facebook vertreten und hat im Oktober die ersten beiden Usertreffen in Hamburg und in Köln:-) Natürlich hat Tadaa! Auch eine Kamera mit Filtern, und noch vieles mehr, und es wird ständig daran weiterentwickelt. Die Jungs von Menschenmaschine (die Entwicklerfirma) sind einfach ganz nah am User dran. Sie sind immer ansprechbar (auch Sonn- und Feiertags) und holen sich Anregungen bei den Usern für die nächsten Updates. Hört sich jetzt ein bisschen wie eine Werbeanzeige an 😉 Aber ich kann Euch versichern, dass ich nur eine ganz normale tadaaistin bin 🙂

    Solltet ihr Tadaa! mal testen wollen: Dort bin ich als DaggiMuhKuh bekannt.

      1. Lol, jetzt musste ich gerade ganz stark überlegen, was Du mit deutscher Sprachfassung meinst, weil eigentlich alle englischen Begriffe, die bei Tadaa verwendet werden schon so gut wie verdenglischt sind. Daher ist das aus meiner Sicht eigentlich nicht nötig. Über welche unverständliche Vokabel bist Du denn gestolpert? 🙂

  3. Bei Instagram kann ich auch einstellen, daß meine Photos privat sind und nicht weitergegeben werden, soeit ich weiß.
    Die App klingt aber interessant. werde ich mir anschauen. Koscht ja nix 🙂

    1. Es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben, warum man Fotos, die „privat sind und nicht weiter gegeben werden sollen“, überhaupt ins Netz stellt! Vielleicht kann mir ja mal jemand den Sinn dessen erklären…

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