KISS2GO: Kann man mit dem iPhone flirten?

Flirten im Internet? Unzählige Anbieter preisen ihre Plattformen und die damit verbundenen Vorteile an. Aber geht das alles auch mit dem iPhone?

Zu Beginn muss ich doch gleich einmal mit einer Wahrheit rausrücken: Ich habe meine Freundin im Internet kennengelernt. Damals war an ein iPhone aber lange noch nicht zu denken. Wie dem auch sei – kann man auch mit dem iPhone flirten? Das wollte ich ausprobieren – mit der App KISS2GO (App Store-Link) und natürlich rein beruflich.

Nach dem Download der 6,9 MB kleinen iPhone-Applikation muss man sich nicht unbedingt ein Profil anlegen, sondern kann schon so ein wenig stöbern. Die Möglichkeiten halten sich dabei natürlich in Grenzen, das Anlegen eines Accounts geht aber schnell von der Hand und ist in weniger als einer Minute erledigt.

Direkt danach kann man bereits sein Profil bearbeiten. Natürlich zählen immer die inneren Werte, doch nur mit einem Bild steigert man seinen Flirtfaktor. Der Upload geht eigentlich leicht von der Hand, ist aber wenig komfortabel: Man kann lediglich ein Bild aus der Bibliothek auswählen oder direkt knipsen. Möglichkeiten, einen bestimmten Ausschnitt zu wählen, sucht man vergeblich.

Weiter geht es mit ein paar Angaben zur Person. Figur, Haarfarbe, Augenfarbe – alles wie gewohnt. Die eigene Ausrichtung von KISS2GO wird dann aber recht schnell deutlich: Anstatt Fragen zu Hobbys und Beruf zu beantworten, drehen sich die meisten Fragen ums Sexleben. Hinzu kommt, dass man jeweils nur eine Antwort aus eine vorgegebenen Auswahl herauspicken darf, Textfelder zur Eingabe eines eigenen Profiltextes gibt es nicht.

Neben dem eigenen Profil gibt es im Hauptmenü der App acht weitere Punkte. Über mangelnde Übersicht kann man sich nicht beklagen, mit jeweils einem Klick gelangt man zu den wichtigsten Funktionen von KISS2GO. Die Suche nach Flirts verlief bei uns leider nicht immer problemlos, insbesondere beim Entfernungsfilter gab es oft kleinere Probleme.

Besser umgesetzt und richtig gut gemacht ist der Kissradar: Dort kann man eine bestimmte Anzahl an Flirts auf einem Radar in der Umgebung sehen, der sich – je nach Ausrichtung des iPhones – sogar in die richtige Position dreht. Klickt man auf einen dieser Punkte, öffnet sich eine kleine Vorschau, ein weiterer Klick öffnet das Profil der jeweiligen Person.

Im Profil kann man sich zum einen mit Informationen des Flirts versorgen, findet also Fotos, Daten zur Person, Flirt Facts und sonstige aufschlussreiche Funktionen. Gefällt die Person, kann man entweder eine Nachricht schicken oder sie auf die Hotlist setzen. Wer ein paar der eigenen Credits, die es unter anderem für die Anmeldung, den tägliche Login oder auch gegen Bezahlung gibt, ausgeben möchte, kann auch einen virtuellen Kuss versenden oder Geschenke verteilen.

Das nutzt aber alles nichts, wenn die hoffentliche Traumfrau nicht antwortet. Wird das eigene Profil besucht oder man erhält einen Kuss oder eine Nachricht, gibt es auf dem iPhone eine Push-Meldung. Hier fehlte uns zunächst eine Option zur Selektion – gerade die Damen der Schöpfung sollten prinzipiell viele Küsse oder Seitenbesuche bekommen, da kann ein Push schnell nerven, während er bei einer eingehenden Nachricht natürlich sinnvoll ist. Mit einem kurzfristigen Update haben die Entwickler eine Selektionsmöglichkeit eingeführt.

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