Aerofly RC 7: Anspruchsvolle Modellflug-Simulation für Profis und Hobby-Piloten

Modellflugzeuge sind ohne Zweifel ein kostspieliges und höchst forderndes Hobby. Wer auch einmal auf dem Mac fliegen möchte, sollte sich Aerofly RC 7 ansehen.

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Einige Nutzer werden in der Vergangenheit vielleicht schon einmal mit dem Microsoft Flight Simulator experimentiert haben, der ein ähnliches Ziel verfolgt: Nämlich, das Geschehen rund ums Fliegen so naturgetreu wie nur möglich darzustellen. Auch Aerofly RC 7 (Mac Store-Link), das im Mac App Store in der Basisversion zum Preis von 39,99 Euro erstanden werden kann, tendiert in diese Richtung. Allerdings dreht sich bei dieser App alles um das Erlernen und die Verbesserung von Flugkenntnissen von Modellfliegern. Laut der Entwickler von IPACS richtet sich Aerofly RC 7 damit nicht nur an Anfänger, sondern auch an „Amateure und Profis“, die ihr Können erweitern wollen.

Damit die Simulation mit ihren fotorealistischen Grafiken auch flüssig auf dem Mac läuft, gilt es zuvor, einige wichtige Hinweise zu beachten. Nicht nur, dass die App satte 9,9 GB auf dem Gerät benötigt, was bei einer langsamen Internetverbindung schon einmal einige Stunden zum downloaden braucht – aufgrund der hohen Performance sollte Aerofly RC 7 daher auch nur auf Macs mit speziellen Grafikkarten installiert werden. In der App-Beschreibung zählen dazu die NVIDIA GeForce 9600/320M/330M mit mindestens 512 MB, die ATI Radeon HD4850/HD5670/HD5750/HD5770/HD5870/HD6750 mit mindestens 512 MB, sowie die Intel HD Graphics 3000/4000 und die Intel Iris Pro oder schneller. Empfohlen wird ebenfalls mindestens OS X 10.7 sowie ein 64-Bit-Prozessor, zufriedenstellend laufen wird Aerofly RC 7 allerdings eher unter OS X 10.9, mindestens 4 GB RAM und einer Grafikkarte mit 1 GB-Speicher. Ich habe das langatmige Download-Prozedere hinter mich gebracht und Aerofly RC 7 auf meinem MacBook Pro 13“ von 2011 installiert, das mit einem Intel i7, 8 GB RAM, OS X 10.9 und einer Intel HD Graphics 3000-Grafikkarte ausgestattet ist. Performancetechnisch habe ich mich in den Einstellungen der App für die mittleren Grafikeinstellungen entschieden, um mein MacBook nicht allzu sehr zu belasten. Nach kürzester Zeit springt jedoch bereits der Lüfter des Geräts an und versucht bei Maximallast, die Temperatur möglichst niedrig zu halten.

Für die Simulation selbst ist es angeraten, sich einen der von Aerofly RC 7 unterstützten Controller zuzulegen, sofern sich ein solcher nicht bereits im Haushalt befindet. Auf der Website der Entwickler findet sich eine ganze Reihe an Steuergeräten – sogar der eigene RC-Sender kann mit Hilfe eines zusätzlichen Interfaces per USB verbunden werden. Da ich selbst leider nicht über derartiges Zubehör verfüge, war ich auf die Steuerung per Maus und Tastatur limitiert, die laut IPACS allerdings keinesfalls die gleichen Bedingungen zur Navigation des Fluggeräts schaffen.

Aerofly RC 7: Fantastische Umgebungen mit vielen Details

Das Gameplay, wenn man es denn so nennen will, kann entweder in einem Fenster oder als Vollbild auf dem Mac geschehen. Mit der Maus lässt sich in einer der fünf Umgebungen der Basisversion umher schwenken, auch das ausgewählte Fluggerät (30 Modelle sind in der Standard-Edition vorhanden) kann gedreht und herangezoomt werden. Für die Simulation bedient man sich verschiedener Tasten auf der Tastatur, mit denen die Höhen- und Seitenruder bedient werden können. Ich habe so eine Drohne erfolgreich auf einem Flugplatz in den österreichischen Alpen in die Luft bringen und dort halten können.

Während des Flugs lassen sich auf dem Screen neben einer Fernglasansicht des Flugmodells auch generelle Informationen wie Höhe und Geschwindigkeit, aber auch ein Kompass einblenden. Auch für mich als blutige Anfängerin hatte diese Simulation eine gewisse Faszination – gespannt wäre ich nur, wie sich mein Fluggerät mit einem passenden RC-Sender oder unterstützten Controller hätte steuern lassen. Die Umgebungen jedoch lassen keine Wünsche übrig und sind mit ihrer Schattenbildung und Lichtreflexen bei Ansicht gegen die Sonne äußerst spektakulär anzusehen, sogar Retina-Displays neuerer MacBook Pro-Generationen werden grafisch unterstützt. Hat man weitere Modellflieger im Freundeskreis, kann man in Aerofly RC 7 sogar gemeinsam in einem Mehrspieler-Modus fliegen, indem man einen eigenen Server einrichtet. Auch ein Multiplayer-Flug mit Nutzern aus der ganzen Welt ist möglich.

Für alle Modellflieger-Freunde, die nicht immer am Flugplatz zugegen sein können, aber trotzdem zwischendurch eine Runde mit einem Flugzeug, Helikopter, einer Drohne oder einem Segelflieger absolvieren wollen, ist Aerofly RC 7 daher eine wirklich toll gemachte Applikation. Will man das volle Paket der „Ultimate Edition“ mit ganzen 250 Modellen und 50 Szenarien nutzen, wird ein In-App-Kauf von satten 89,99 Euro fällig, für die „Professional Edition“, die immerhin noch 170 Modelle und 40 Szenarien werden 54,99 Euro berechnet. In beiden Paketen, die von Aerofly RC 5-Nutzern günstiger erworben werden können, gibt es außerdem weitere Features wie eine Modell-Skalierung, einen Modell-Editor und einen Schwebe- und Torque-Trainer.

Kommentare 1 Antwort

  1. Die Zeile
    „HD4850/HD5670/HD5750/HD5770/HD5870/HD6750“ ist zu lang, dadurch kann man nicht mehr zum nächsten Artikel wischen.
    Macht foch mal ein Leerzeichen da rein.

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