Focus 2: Kreative Unschärfe und Tilt Shift-Funktion vereint in einer kleinen Mac-App

Die sogenannte Tilt Shift-Funktion, mit der sich eine Art Miniatureffekt erstellen lässt, erfreut sich steigender Beliebtheit – Focus 2 hilft dabei, solche Effekte zu kreieren.

FocusFocus 2 wurde von den Developern von MacPhun, die bereits in der Vergangenheit einige Foto-Apps im Mac App Store platziert haben, entwickelt, und kann dort zum Preis von 8,99 Euro heruntergeladen werden. Für die englischsprachige Applikation (Mac Store-Link) sollte der Nutzer mindestens über 6,4 MB freien Speicherplatz, einen 64-Bit-Prozessor sowie OS X 10.7 oder neuer auf dem Mac verfügen.

Wie eingangs schon erwähnt, lassen sich mit Focus 2 kreative Unschärfen auf eigenen Fotos erstellen, darunter auch sogenannte Tilt Shift-Effekte. Indem Bereiche auf den Bildern ausgewählt werden, die im Fokus bleiben, und andere, die automatisch durch die App unscharf gemacht werden, entstehen tolle Kreationen, die den Blick auf das Wesentliche bzw. Wichtige im Foto lenken sollen.

Um mit Focus 2 zu arbeiten, bedarf es zunächst einmal eines passenden Bildes. Für Unschärfe-Effekte eignen sich am besten Portraits, Landschafts-, Natur-oder Architekturaufnahmen. Die App hält eine iCloud-Anbindung bereit, mit der entsprechende Fotos aus der Wolke geladen und auch abschließend gespeichert werden können.

Hat man ein geeignetes Bild gefunden und in die App geladen, kann zunächst von einer Crop-Funktion Gebrauch gemacht werden, die das Foto zuschneidet. In einer Auswahlleiste am unteren Bildrand finden sich dann auch gleich fünf Presets, die auf die jeweiligen Motive abgestimmt sind. So gibt es neben einem Porträt und Natur- auch einen Architektur, Makro- und Tilt Shift-Modus. Wer sich für keine der Voreinstellungen begeistern kann, wählt die „Custom“-Option, mit der sich die Fokus-Bereiche des Bildes von Hand einzeichnen lassen.

Die Unschärfe-Effekte lassen sich trotz Auswahl eines Presets noch verändern. So kann nicht nur die Fokus-Platzierung auf dem Bild verschoben, sondern auch der Übergangsbereich von Fokus zur Unschärfe vergrößert oder verkleinert werden. Bei linearen Verläufen ist eine Drehung des scharfen Bereichs in horizontaler Ebene möglich. Ein Menü am rechten Bildrand erlaubt es außerdem, die Stärke der Unschärfe („Aperture“), eine Vignettierung („Vignette“) oder die Sättigung des Bildes („Vividness“) zu justieren. Eine Auto-Korrektur, ein Vergleich Vorher-Nachher über die Space-Taste, sowie ein Reset-Button sind ebenfalls vorhanden.

Abschließend können die fertigen Werke dann in iPhoto übertragen, in Aperture geöffnet, aber auch per Mail verschickt, oder bei Facebook, Twitter oder Flickr geteilt werden. Wer den ganz konventionellen Weg gehen will, kann das bearbeitete Bild auf dem Mac oder in der iCloud speichern. Die Effekte von Focus 2 sind auf jeden Fall einen Blick wert, wenn man seine Fotos mit etwas zusätzlicher Unschärfe akzentuieren will – ob dafür allerdings 8,99 Euro verlangt werden müssen, ist fraglich.

Kommentare 2 Antworten

  1. Ich verwende dafür Tada SLR allerdings auf iPad oder iPhone. Einziger Nachteil, man muss sich die Fotos zunächst vom Mac holen wenn sie dort gespeichert sind.
    Ansonsten gibts ja auch zahlreiche Tiltshift Apps für die mobilen Geräte.

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