myTaxi startet neues Preismodell: Das sagen die Fahrer (Update)

Die von vielen kritisierte „Fair“mittlungsgebühr soll bei myTaxi bald der Vergangenheit angehören. Das Preismodell ändert sich am 1. Juli erneut.

MyTaxi

Update am 1. Juli: Ab heute ist das neue Preismodell aktiv. Ab sofort zahlen Taxifahrer eine feste Gebühr in Höhe von 7 Prozent des jeweiligen Fahrpreises an myTaxi.

Die Taxi-App myTaxi (App Store-Link) ist längst nicht so umstritten wie der Fahrdienst Uber, steht aber dennoch immer im Kugelhagel der alteingesessenen Taxi-Zentralen. Stein des Anstoßes war zuletzt die „Fairmittlungsgebühr“, bei der der Fahrgast zum Gegenstand einer Auktion wurde. Taxifahrer in der Umgebung konnten zwischen 3 und 15 Prozent ihrer Einnahmen bieten, um den Zuschlag zu bekommen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Man bekommt nicht immer das nächste Taxi, sondern das mit der höchsten Zahlung an myTaxi.

„Statt des flexiblen Preismodells, bei dem myTaxi-Fahrer mit einem ‚Schieberegler‘ einstellen konnten, wie viel ihnen die Vermittlung einer Fahrt wert war, wird ab Juli 2015 eine feste Vermittlungsgebühr greifen. Die zukünftige Vermittlungsprovision beläuft sich auf 7 Prozent des Fahrpreises“, teilt der Anbieter auf seiner Webseite mit.

Laut Angaben von myTaxi sollen in einer bundesweiten Zufriedenheitsumfrage drei Viertel aller teilnehmenden Fahrer für diese Lösung ausgesprochen. Die gute Nachricht für alle Nutzer der App: „Mit dem neuen Preismodell verbunden ist, dass für die Vermittlung eines Fahrgastes wieder ausschließlich die Nähe des Taxis zum Fahrgast entscheidet.“

Nicht jeder Fahrer ist vom neuen Preismodell begeistert

Aber was sagen die Taxifahrer tatsächlich und wie viel Prozent drücken sie aktuell an myTaxi ab? Ich bin momentan in München unterwegs und bin gestern zwei Mal mit dem Taxi unterwegs gewesen. Bei der ersten Fahrt wurde der oben vorgestellte Schieberegler auf 7 Prozent gestellt und der Fahrer war mehr damit beschäftigt, über Gott und die Welt zu schimpfen.

Bei einer zweiten Fahrt ein ganz anderes Bild: Hier bekam der Fahrer den Zuschlag, obwohl er nur 3 Prozent ausgewählt hat – für ihn der bestmögliche Kurs überhaupt. Er sagt: „Gerade zu Stoßzeiten oder Nachts bekomme ich oft solche für mich sehr günstigen Fahrten, da finde ich die zukünftigen 7 Prozent natürlich nicht so toll.“

Klar ist: Alle Parteien wird man nie komplett zufriedenstellen. Die Umstellung auf das neue Bezahlmodell bedeutet aber mehr Transparenz und mehr Komfort für den Kunden.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Hier muss der Taxifahrer an die örtliche Zentrale nur 50Cent pro Auftrag bezahlen. Wesentlich weniger als die Abzocker App My Taxi, die auser der Vermittlung nichts bietet. Lieber über die App Taxi EU oder die örtliche Taxi App buchen. Da freut sich der Taxifahrer.

    1. Ich kenne keine Taxizentrale die 50 Cent pro Auftrag nimmt (was ist mit Monatspauschalen, Eintrittsgebühr, Schulungsgebühr, Hardwaregebühr, Vertragslaufzeiten, Laufzeiten während Krankheit, Urlaub, Ausfall?). Völliger Quatsch und billige Schleichwerbung für Taxi.Eu .

      1. Natürlich kostet das auch noch eine Monatspauschale + 0.50 pro Auftrag. Dafür biete die örtliche Taxizentrale ja auch was. Macht Werbung, Abrechnung von Krankentransporten, handelt Vertäge mit großen Firmenkunden aus, etc.Die Zentralen sind schon da und man muss die Monatspauschalen eh bezahlen.Nur von My Taxi Aufträgen kann keiner leben.

        1. Also ich fahre hier in Hamburg oft und viel Mytaxi. Und unterhalte mich schon seit Jahren mit den Fahrern über die App. Hier gibt es mittlerweile einige die nur noch über die App fahren und nicht mehr über die Zentrale.
          Einige Taxi zentralen verbieten hier in Hamburg den Mitarbeitern auch die App zusätzlich zu nutzen und zwingen sie die hauseigenen Apps zu nutzen. Andernfalls werden sie gefeuert.

          Und Werbung macht mytaxi doch auch ganz viel. Und mytaxi hat auch Verträge mit Hotelketten ausgehandelt. teilweise stehen in den Hotels im Eingang direkt Ipads auf denen man selber schnell bestellen kann wenn man möchte.

          Und zu guter letzt sind im Prinzip die zentralen Selber schuld. Denn ursprünglich hat mytaxi den zentralen die Nutzung der App gegen eine Gebühr angeboten. Diese waren aber dagegen und meinten es sei überflüssig. Danach sind sie dann direkt an die Fahrer gegangen.

          Und meine Quellen für meine Informationen sind Taxifahrer sowie eine Zentrale die zu meinen Kunden gehört.

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