Star Wars – Galaxy of Heroes: Die dunkle Seite der Macht setzt auf Freemium

Electronic Arts hat mit Star Wars – Galaxy of Heroes ein neues taktisches Kampfspiel in den App Store gebracht.

Star Wars Galaxy of Heroes 1 Star Wars Galaxy of Heroes 2 Star Wars Galaxy of Heroes 3 Star Wars Galaxy of Heroes 4

Freunde der Science Fiction-Serie können mit Star Wars – Galaxy of Heroes (App Store-Link) nun ihr Geschick im Kampf beweisen und in einem mit RPG-Elementen versehenen Spiel nicht nur Lieblingscharaktere aus dem Star Wars-Universum sammeln und einsetzen, sondern auch schlagkräftige Teams zusammenstellen und auf der hellen oder dunklen Seite Duelle ausfechten. Der kostenlose Titel ist knapp 80 MB groß, verlangt iOS 8.0 oder neuer zur Installation und kann komplett in deutscher Sprache gespielt werden.


Bevor man sich in Star Wars – Galaxy of Heroes in rundenbasierten Schlachten beweisen kann, heißt es zunächst, ein Tutorial zu durchlaufen und ein erstes kleines Team zusammenzustellen. Das Spiel arbeitet mit sogenannten Datenkarten, aus denen neue Charaktere generiert werden können – einige werden dem Gamer nach einer bestimmten Zeit kostenlos zur Verfügung gestellt, andere müssen mit einer der zahlreichen Währungen des Spiels erstanden werden. Wie so oft in Freemium-Spielen setzt auch Star Wars – Galaxy of Heroes entweder auf eine langwierige Verbesserung der Figuren oder einen schnellen Einkauf leistungsstarker Kämpfer gegen bare Münze.

Das Gameplay ist ein typischer rundenbasierter Kampf, in dem abwechselnd die eigenen Charaktere sowie die gegnerische Seite ihre Attacken ausführen. Jede Figur verfügt dabei über spezielle Fähigkeiten, die man ausnutzen sollte, um am Ende die teils über mehrere Stufen andauernden Duelle für sich zu entscheiden. Mehr als die verfügbaren Aktionsbuttons anzutippen muss man allerdings nicht unternehmen, um die Attacken auszuführen. Ich kann mir daher vorstellen, dass trotz eindrucksvoller Animationen und detailreicher Figuren nach einiger Zeit Langeweile aufkommt.

Diamant-Pakete mit Werten bis zu 99,99 Euro

War man im Kampf erfolgreich, werden Belohnungen ausgeschüttet, mit denen sich nach und nach neue Charakterkarten erstehen, oder auch bestehende Figuren langsam aufrüsten lassen. Dabei spielen nicht nur klassische XP-Verbesserungen, sondern auch das Anlegen von Ausrüstung eine Rolle, um in den Kämpfen leistungs- und widerstandsfähiger zu werden. Im späteren Spielverlauf lassen sich auch Truppenkämpfe freischalten sowie Charaktere von verbündeten Freunden für Kurzeinsätze ausleihen.

Star Wars – Galaxy of Heroes könnte dank vieler bekannter Figuren aus der gesamten Star Wars-Saga sogar wirklich Spaß machen, allerdings sorgt wieder einmal ein übertriebenes Freemium-Konzept für wenig Spielspaß. Ist es zu Beginn noch relativ einfach, Charaktere zu erstehen und diese Schritt für Schritt zu verbessern, wird es zunehmend schwerer, gegen die Gegnertruppen in den täglichen Kämpfen zu bestehen. So wird nicht nur mit Diamant-Kontingenten mit Preisen von bis zu 99,99 Euro geworben, sondern Nutzer angehalten, das Spiel zu bewerten. Als Belohnung gibt es ebenfalls ein kleines Diamant-Paket. So sehr Star Wars-Fans sicher versucht sind, diesem Spiel eine faire Chance zu geben – langfristigen Spielspaß wird man auch in diesem EA-Titel nicht finden.

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Kommentare 14 Antworten

  1. Typisches EA Spiel, es macht halt kein Spaß! Man brauch noch nicht mal wirklich spielen, da oben links eine „Auto“ Funktion ist und alles übernimmt.

    Grafik und Sound sind natürlich ok. Durch Star War Charaktere bekommt es auch sicher eine Fangemeinde. Aber langen Spielspaß bezweifel ich.

    1. Die Games sind bis auf ein Paar bugs ganz gut. Nur ist es das Problem dass du Battlefield/Battlefront als Fundament vorstellen solltest. Türen,Fenster,Dach usw (Season Pass). Kostet noch fast gleich viel wie das eigentliche Spiel.

    2. Was wir „alle gegen EA haben“? EA wurde bereits zum schlechtesten US-Unternehmen mit dem Goldenen Haufen ausgezeichnet. Das spricht doch Bände. Sogar in der Branche wird EA verachtet wie kein zweiter Publisher. Ein Beispiel? Wer aus fertigen Spielen lange Episoden rausnimmt, nur damit er sie als teures DLC verkaufen kann und dem Kunden über Jahre wie Dreck behandelt, sollte sich über so eine „Auszeichnung“ nicht wundern. Da gäbe es viele weitere Beispiele zu nennen. Aber egal, es gibt ja google und Co für die, die mehr wissen wollen.

  2. Also ich habe das vorhin fast zwei Stunden am Stück gespielt und bin immer noch erstaunt darüber, wie viel Spaß ich dabei hatte. Mal sehen, wie die Langzeitmotivation ist.

  3. Möge die Macht…. ach die sollen endlich mal Star Wars Battlefront für iOS rausbringen. Leistung der neuesten iPads soll sooo stark sein. Wieso also nicht eine einfachere Version davon?!

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