Star Wars – Tiny Death Star: Freemium-Tower-Building im Star Wars-Stil

Darth Vader und Co. sollten jedem, der etwas Ahnung von Kino- und Filmklassikern hat, geläufig sein – in Star Wars – Tiny Death Star kann man nun seinen eigenen Todesstern bauen.

Star Wars - Tiny Death Star 1 Star Wars - Tiny Death Star 2 Star Wars - Tiny Death Star 3 Star Wars - Tiny Death Star 4

Fans von Star Wars finden seit Donnerstag mit Star Wars – Tiny Death Star (App Store-Link) eine kostenlose Universal-App, die sich am altbekannten Prinzip des Tower Building-Genres anlehnt. Games in Pixelgrafik wie Tiny Tower sind hier entsprechende vergleichbare Referenzen. Star Wars – Tiny Death Star von LucasArts nimmt auf eurem iPhone, iPad oder iPod Touch etwa 57 MB in Anspruch und ist in deutscher Sprache spielbar.


Beim Erwähnen des Wortes „Freemium“ sträuben sich allgemein die Nackenhaare, und auch in Star Wars – Tiny Death Star finden sich eine Menge In-App-Käufe, die dem Gamer offiziell schneller zum Ziel verhelfen, inoffiziell jedoch dem Spieler das Geld aus der Tasche ziehen sollen. Andererseits bekommt das Tower Building-Game im App Store bislang durchschnittlich 4,5 von 5 möglichen Sternen, ganz schlecht gemachte Abzocke scheint es also nicht zu sein. 

In Star Wars – Tiny Death Star managt man als Darth Vader seinen eigenen kleinen Todesstern und muss, wie in einem Spiel dieses Genres üblich, nach und nach Infrastrukturen in einem einzigen Gebäude errichten, darunter Wohnungen, Geschäfte wie Mos Espa-Café oder Unterhaltungsmöglichkeiten wie Rebos Karaoke. Im späteren Spielverlauf gibt es sogar unterirdische „Imperator“-Ebenen, in denen unter anderem Verhöre durchgeführt werden, um Verschwörungen feindlich gesinnter Rebellen aufzudecken.

Das in Pixelgrafik gehaltene Game lebt natürlich davon, dass das Todesstern-Gebäude stetig um Etagen erweitert wird und neue Lebewesen beherbergt. In den Geschäften muss der Gamer so ständig dafür sorgen, dass die Vorräte aufgefüllt sind, um etwas verkaufen zu können. Mittels der ersten Währung, den Moneten, kann man bestimmte Vorgänge beschleunigen – sonst wartet man auch schon nach etwa 20 Minuten Spielzeit gleich mal 10-12 Minuten zur Fertigstellung oder Lieferung eines Objekts oder Gerichts. Über einen manuellen Aufzug werden ankommende Gäste oder Bewohner in die entsprechenden Etagen gebracht – auch dieser muss vom User selbst bedient werden.

Zunehmende Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben

Der Imperator Palpatine wartet zusätzlich mit immer neuen Missionen auf, für die man mit Goldmünzen entlohnt wird. Leider decken sich diese Belohnungen schon nach kurzer Zeit nicht mehr mit den Ausgaben, die zur Erfüllung der Mission benötigt werden. Ein Beispiel: Der Imperator fordert den Bau einer Service-Etage, die 3.000 Goldmünzen kostet. Als Belohnung erhält man von ihm allerdings nur 400 Goldmünzen – der Rest muss über Mieteinnahmen oder Verkäufe in den Läden selbst generiert werden. Mit voranschreitender Zeit ist man somit immer öfters auf Wartezeiten angewiesen, sofern man keine In-App-Käufe zwischen 1,79 und satten 89,99 Euro tätigen möchte.

Auch das Schließen der App und späteres Zurückkehren zum Weiterspielen ist nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Zwar erwirtschaftet der Todesstern in der Zwischenzeit einiges an Goldmünzen, aber um alle Läden wieder mit Waren auszustatten, geht wieder einmal ein hübsches Sümmchen drauf. Wer dann nicht noch endlose Minuten warten will, bis alles geliefert wird, muss wohl oder übel zur Moneten-Währung greifen, die diese Vorgänge beschleunigt.

Sicherlich ist Star Wars – Tiny Death Star mit viel Geduld auch ohne jegliche In-App-Käufe spielbar, wirklich Spaß machen wird es aber wohl nicht. Die Entwickler sprechen von bis zu 80 zu errichtenden Etagen: Wie man diese erbauen und verwalten soll, ohne dabei einen Cent reales Geld auszugeben, ist mir schleierhaft. Zum Antesten und Ausprobieren für ein paar Minuten oder sogar Stunden Spielspaß ist Star Wars – Tiny Death Star sicher geeignet, langfristig wird man aber wohl nur mit In-App-Käufen seine Freude am Game haben. Wahrscheinlich haben die überschwänglichen Rezensenten im App Store dieses Level noch nicht erreicht.

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Kommentare 11 Antworten

  1. Von der Optik und Idee her ein nett gemachter Tiny Tower Klon. Ich bleibe aber lieber beim Original, da hier zwischendurch auch mal Bux (die in-Game Währung) verdient werden können und In-App Käufe im Grunde überflüssig sind (ich bisher mit Level130 noch nicht einmal).

    Das man nach dem Auffüllen der Regale lange warten muss, ist auch bei Tiny Tower so, aber mit geschicktem Time-Management kann man die Wartezeiten so organisieren, dass sie einen nur selten behindern… 🙂

  2. Vor paar Tagen installiert und getestet, aber ich find es schlecht, ergo auch wieder deinstalliert. Ich frag mich warum die rechte an Star Wars so misshandelt werden.

    1. Es ist ein zeitloser Grafikstil der immer gut aussehen kann! Man muss sich nur drauf einlassen! Wurde hier z.b. Auch gut umgesetzt!

      3D Grafik hingegen kann gut & schlecht sein 😉

  3. Hatte das Spiel schon beim Soft-Launch in Neuseeland geladen und in drei Wochen mit wenig Aufwand 40 Levels (die Hälfte der zur Verfügung stehenden Etagen) ohne einen einzigen Cent für IAPs erreicht – hab’s trotzdem gelöscht, da keine iCloud-Sync enthalten ist, wie bei Tiny Tower. Bleibe erstmal beim Original – finde den kleinen Todesstern aber auch ganz nett 😉

  4. Finde es echt niedlich gemacht und denke das man ganz gut auch ohne Geld auszugeben ein netten Spaß und Zeitvertreib bekommt. Das mit der warte zeit finde ich garnicht mal so schlimm für jemand der nicht viel zeit hat und nur ab und zu was für den kleinen Zeitvertreib braucht find ich das gut und als Star Wars Fan sowieso genial

  5. Habe gestern mein neues iPhone bekommen (juhuuuu), ein grade erst gemachtes Backup aufgespielt… Und trotzdem sind meine 18 Stockwerke weg, und ich soll nochmal neu anfangen?! 🙁 🙁
    Kann man da was machen, oder sind die Speicherstände wirklich nicht zu retten, beim Wechsel auf ein neues Gerät? :-/

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