Tolino Shine 2 HD: Günstige Alternative zum teureren Top-Modell

In der vergangenen Woche habe ich euch den Tolino Vision 3 HD vorgestellt. Heute werfen wir noch einen kurzen Blick auf den Tolino Shine 2 HD.

Tolino shine HD

Zunächst einmal an dieser Stelle der Hinweis auf unseren ausführlichen Bericht zum Tolino Vision 3 HD, den wir in der vergangenen Woche veröffentlicht haben. Da der Tolino Shine 2 HD mit der gleichen Software ausgestattet ist und in weiten Teilen auch über die gleiche Hardware verfügt, werde ich in diesem Artikel auf die Unterschiede zwischen den beiden Geräten eingehen.

Der Tolino Shine 2 HD ist mit 119 Euro rund 40 Euro günstiger als das Schwestermodell und damit genau so teuer wie der Kindle Paperwhite. In Sachen Display – und das ist bei einem eBook-Reader das entscheidende Merkmal – sind alle drei Geräte gleichauf. Mit einer Pixeldichte von 300 ppi bieten sie ein gestochen scharfes Schriftbild und dank der Beleuchtung kann auch im Dunkeln gelesen werden.

Im Vergleich mit dem neuen Vision-Modell gibt es beim Tolino Shine 2 HD vor allem drei große Unterschiede, die auf den ersten Blick : Die günstigere Alternative ist nicht wasserdicht, bietet keine Tap2Flip-Funktion zum „einfacheren“ Umblättern von Seiten und verfügt zudem über ein etwas anderes Gehäuse. Für mich sind das drei Kriterien, die jeder Nutzer selbst abwägen muss.

Tolino Shine 2 HD ohne Wasserschutz & Tap2Flip

Wer zum Beispiel mit dem Tolino Shine 2 HD nicht in die Badewanne steigt, kann durchaus auf den Wasserschutz verzichten. Die Tap2Flip-Funktion ist ein nettes Nice-Have, wenn man sich denn auf den durchaus festen Fingerklopfer auf die Rückseite des Geräts gewöhnen kann. Natürlich kann man beim Tolino Shine 2 HD die Seiten auch ganz normal mit einem Fingertipp auf das Display oder eine Wischgeste umblättern.

Interessant wird es beim Gehäuse. Der Tolino Shine 2 HD ist einen Hauch dicker und schwerer, besonders auffällig ist aber die Tatsache, dass das Display in den Rahmen eingefasst wird und es anders als beim Vision 3 HD keine plane Oberfläche gibt. Der Tolino Shine 2 HD sieht daher vielleicht nicht ganz so edel aus, in der Praxis macht der leicht erhöhte Rahmen aber eigentlich kein Unterschied. Ich finde sogar: Der physikalische Home-Button ist besser, da man beim Vision 3 HD durchaus mal aus Versehen auf die Touch-Fläche kommen kann und dann sofort aus dem Buch geworfen wird.

Tolino Vision Shine Vergleich

Erst wenn man beide Geräte direkt nebeneinander legt, wird noch ein weiterer Unterschied sichtbar: Das Display unterscheidet sich, obwohl es in den technischen Daten keinen Unterschied gibt. Das Panel ist etwas anders verbaut, daraus resultiert in einer nicht ganz so neutralen Beleuchtung sowie einem etwas schlechteren Kontrast. In der Praxis macht sich das durch ein nicht so reines Weiß bemerkbar, der Tolino Vision 2 HD wirkt eher gelblich – steht dem teureren Modell in Sachen Schärfe aber in nichts nach.

Wer einen möglichst preiswerten eBook-Reader mit einem scharfen Display sucht und auf die Anbindung zu Amazon verzichten kann oder gar will, ist mit dem Tolino Shine 2 HD jedenfalls gut bedient. Es gibt neben dem Preis im Vergleich zum „großen“ Tolino-Bruder allerdings einige Unterschiede in Sachen Formfaktor, Funktion und auch Display, die man sich definitiv persönlich ansehen sollte – in vielen Buchhandlungen sollten mittlerweile entsprechende Testgeräte verfügbar sein.

Kommentare 8 Antworten

  1. Danke für den Vergleich!
    Hätte da noch ’ne Frage.
    Kann ich die kostenfreien eBooks aus Amazon Prime auf dem Tolino lesen, oder funktioniert dies nur auf einem Kindle?
    Kann jemand bitte helfen?
    Danke!

  2. Bisher war für mich das Hauptkriterium für den Shine, dass dort noch eine SD Karte verwendet werden konnte. Der Vision hatte diese Möglichkeit, insbesondere auch wg. dem wasserdichten Gehäuse leider nicht. Wie sieht es damit beim neuen Shine 2HD aus? Hat er noch den SD Einschub?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de