AirPods Pro: So unterscheidet sich die Neuerscheinung vom Standard-Modell

Kleine und größere Veränderungen


Als Apple nun wohl für alle überraschend schnell die neuen AirPods Pro vorgestellt hat, wird selbst bei flüchtiger Betrachtung klar: Hier gibt es ein ganz anderes Design mit unterschiedlichen Features und Eigenschaften. So sind die AirPods Pro nun mit kürzeren „Stäbchen“ entlang des Ohres versehen worden und wurden zudem als InEar-Ohrhörer samt Silikonstöpsel konzipiert. 

Doch es gibt noch weitere Unterschiede, die sich beim ersten Betrachten nicht sofort erschließen. Als eine der wichtigsten Neuerungen gibt es erstmals bei einem AirPods-Modell eine aktive Geräuschunterdrückung, zudem wurde ein Transparenzmodus integriert, so dass man Geräusche aus der Umgebung auch mit eingesetzten Ohrhörern wahrnehmen kann. Diese Funktion ist mir schon von anderen True Wireless-Kopfhörern wie den Jabra Elite 65t bekannt und ist vor allem dann praktisch, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und entsprechende Ansagen nicht verpassen möchte, oder auch an der Kasse im Supermarkt steht. 

Weiterhin wurden die AirPods Pro mit einem adaptiven Equalizer versehen, der „automatisch die Musik an deine Ohrform anpasst – für ein intensives und gleichbleibend gutes Hörerlebnis“, wie Apple auf der eigenen Website erklärt. Die AirPods Pro optimieren den Klang durch nach innen und außen gerichtete Mikrofone kontinuierlich und passen mittlere und tiefe Frequenzen für einen optimalen Klang an. Drei verschieden große Paar Silikonstöpsel sollen sich für alle Ohr-Anatomien eignen – beim Standard-Modell gibt es leider keine wählbaren Größen, so dass die Passform sich nicht für alle Ohren eignet.

4,5 Stunden Laufzeit statt 5 Stunden beim Standard-Modell

Weitere Unterschiede zu den ersten beiden Generationen der Standard-AirPods liegen auch in der Akkulaufzeit: Die AirPods Pro sollen bei eingeschalteter Geräuschunterdrückung auf 4,5 Stunden Laufzeit bei einer Ladung kommen – beim Standard-Modell sind es fünf Stunden. Die komplette Nutzungszeit inklusive Ladecase ist aber gleich geblieben: Auch bei der Neuerscheinung sind es 24 Stunden. A propos Aufladen: Zwar können die AirPods Pro standardmäßig kabellos geladen werden, aber erstmals liefert Apple auch ein hochwertiges Lightning-auf-USB-C-Kabel mit. 

Schweiß- und Wasserschutz ist eine weitere Neuheit, die die AirPods Pro von den Vorgängern unterscheidet. Zwar sind die Ohrhörer nicht wasserdicht und damit auch nicht fürs Schwimmtraining konzipiert, aber zumindest einen Regenschauer sollten die weißen InEars überstehen. Apple hält sich hier wie immer zurück und erklärt, dass der Schutz vor Schweiß und Wasser mit der Zeit durch Abnutzung geringer ausfallen kann – so schützt man sich gleich vor etwaigen Garantie-Ansprüchen. Auch das Ladecase ist nicht wasserdicht. 

Die AirPods Pro lassen sich ab dem 30. Oktober 2019 zum Preis von 279 Euro im Apple Online Store sowie in den stationären Apple Stores vor Ort erwerben. Wärt ihr bereit, den Aufpreis von 50 Euro im Vergleich zum Standard-Modell zu zahlen? Werdet ihr auf die AirPods Pro umsteigen? 

Kommentare 28 Antworten

      1. Die Erwartungen sollte man zurückschrauben. Hochpreisige Konkurrenz hat gezeigt, dass Inear ANC stets minderer Qualität ist. Lässt sich nicht mit Bügelkopfhörern der Marktführer (Bose/Sony) vergleichen.

  1. Ich warte erstmal und zu gegebener Zeit (Schnäppchen) werde ich mir entweder die Standard oder die Pro holen. An sich bin ich ein Technik Nerd und allein deshalb schon mehr an den Pro interessiert.

    1. @Nathanel: Das Problem besteht nur in den Köpfen und wird sich irgendwann erledigen. Gerade der Transparenzmodus kann dazu beitragen, dass man das Gegenüber (ähnlich wie bei einem Hörgerät) besser versteht. Ob man höflich ist oder nicht, ergibt sich aus dem Gesamtkontext: Anlächeln, Begrüßung/Verabschiedung, auf Fragen ohne zu brüllen sinnvolle Antworten geben 😉, etc.

      1. Ok also wenn du nen Problem mit dem Gehör an der Kasse hast dann funktioniert auch kein gutes Hörgerät, aber natürlich kann das mit diesem Pro Modell nur besser werden

        1. @Nathanel: Wer sprach denn von mir persönlich? Ich gehöre eher zu denen, die das Gras wachsen hören. Ich habe meine Sturm- und Drang-Zeit nicht überwiegend in Diskotheken verbracht. Ich werde nachts davon wach, wenn im Hotelzimmer die Maus über den Teppich läuft 😉 Das ist meistens sehr praktisch, kann manchmal aber auch Fluch sein.
          Und warum sollte in so einem Fall ein Hörgerät oder die Transparenz-Funktion nicht helfen?

          1. Ich bin von dir ausgegangen weil du anscheinend der jemand sein willst der beim bezahlen nicht die Dinger absetzt. Das ist schön das du gut hören kannst, aber hast du dich schonmal mit jemandem unterhalten der ein Hörgerät trägt? Oder warst mit so jemandem in einem Kaffee zum Geburtstag? Spätestens wenn 2 Leute gemeinsam reden gibt es Probleme weil ein Hörgerät nur einen Kanal überträgt du kannst mit einem Hörgerät auch nicht filtern von wo etwas kommt die besseren können nur ungefähr das was von vor dir ist verstärken.

          2. @Nathanel: Ich bin offenbar nicht das was Du denkst. Ich bin jemand, der gelernt hat, dass Dinge heute nicht zwingend so sind, wie sie schon immer waren oder wie es auf den ersten Blick aussieht für jemanden, der gestern hängen geblieben ist. Ich habe seit über 5 Jahren täglich 2-3 h die kabelgebundenen Apple-Earpods im Ohr und weiß aus erster Hand, dass jemand der diese Dinger im Ohr hat nicht zwingend Musik damit hört oder in dem Augenblick telefoniert, wenn ich das beobachte. Manchmal stecken sie einfach nur im Ohr. Oder es ist lediglich das Navi, das gelegentlich Richtungsanweisungen gibt. Oder es ist eine App aktiv, die die Sprache verstärkt. Oder oder oder. Da automatisch von Unhöflichkeit auszugehen ist nicht mehr zeitgemäß. Und nochmal: ob man höflich oder unhöflich ist, ergibt sich aus dem Gesamtkontext und nicht allein aus dem Fakt „Ohrhörer im Ohr“.
            Und ja, ich habe jede Woche Kontakt mit Hörgeräte-Trägern. Im schlimmen Fall sind die Dinger sogar so laut, dass ich aus 2 m Entfernung noch die Interferenzen und verstärkten Geräusche hören kann, habe also ein sehr gutes Bild davon, wie nervig es sein muss.
            Wird also Zeit, Deine Schubladen mal neu zu sortieren und mit Vorurteilen aufzuräumen. Und Aussagen so zu nehmen wie sie sind, ohne eine persönliche direkte Betroffenheit hineinzuinterpretieren.

          3. Jemand der einen Ohrstöpsel im Ohr hat impliziert für mich das er kein Interesse daran hat sich mit mir zu unterhalten, das ist wie auf sein Handy zu starren.
            Das mit dem Hörgerät sollte nich darauf hinaus das es für die Leute nervig ist das alles lauter wird sondern das die stimmen nicht mehr unterschieden werden können weil die alle gleich sind.
            Bzgl. Schubladen, dieses Zubehör ist im ersten Sinn dafür ausgelegt etwas sich anzuhören nicht jemandem zuzuhören und deshalb kann ich deiner Ansicht nicht zu stimmen

          4. @Nathanel: Sag ich doch. Das Problem existiert nur in den Köpfen. Womit wir wieder am Anfang wären. Du siehst etwas und nimmst automatisch etwas anderes an. Das kann richtig sein, muss es aber nicht 😉
            Das Problem wird sich wie immer durch Zeitablauf erledigen, wenn die Menschen sich an die Technologie gewöhnt haben (und die gedanklich festgefahrenen ausgestorben sind).
            Ich muss auch immer schmunzeln wenn ich gefragt werde „Musst Du los?“ oder „Hast Du es eilig?“
            Dann antworte ich: „Nein, aber Uhren zeigen heute nicht nur die Uhrzeit an, sie benachrichtigen auch über einkommende Nachrichten oder Anrufe“.
            Bisher haben es alle verstanden, wenn man es ihnen ruhig erklärt. Auch die Generation 70+. Es besteht also noch Hoffnung 😉

  2. Wenn ich schon so viel Geld locker machen würde, wäre meine Wahl nicht , sondern Sennheiser, B&O, Bose.. Ich finde diese Stäbchenoptik einfach unschön, gelinde gesagt.

    1. Warum da jetzt hinter dem „&“ „amp;“ steht ist mir n Rätsel. Da müssen Eure Entwickler wohl nochmal ran! Ich meinte natürlich Bang und Olufsen.. 🙄

  3. Sie funktionieren nur mit dem neusten OS.

    Also iPhone 5S oder das einfache erste iPad Air gehen nicht mehr.

    Solche Einschränkung sind mir bei anderen Hörern nicht bekannt.

    Grüße

  4. Ich war heute im Apple Store und wollte sie eigentlich nur Probe hören.
    Allerdings war ich dann so überzeugt von der Geräuschunterdrückung, dass ich sie doch gleich gekauft habe.
    Aufgrund der kürzeren Stäbchen finde ich den Formfaktor auch schöner.

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