Neues von der CES: Netatmo stellt Kamera „Welcome“ mit Gesichtserkennung vor

Auf der CES (Consumer Electronics Show), ein Pendant zur deutschen IFA im amerikanischen Las Vegas werden jährlich viele technische Neuheiten und Produkte vorgestellt. Auch Netatmo ist dort mit der neuen Kamera Welcome vertreten.

Netatmo WelcomeAuf dem Markt für Hausautomatisierung herrscht seit einiger Zeit rege Betriebsamkeit: Immer mehr Hersteller bieten vernetzte Lösungen an, um Hausbesitzer oder Familien über aktuelle Wetterdaten, Raumtemperaturen oder Einbruchalarme zu informieren. Mit der neuen Kamera „Welcome“ hat nun Netatmo, das vor allem für seine WLAN-basierte Wetterstation bekannt ist, ein Produkt vorgestellt, das das Eigenheim noch sicherer machen soll.


Über eine anlernbare Gesichtserkennung, die jedes Familienmitglied erkennen soll, „schickt Welcome die Namen der Personen, die sie erkennt, an das Smartphone des Anwenders“, so heißt es in der Pressemitteilung von Netatmo. „Die Kamera informiert zudem darüber, wenn sie ein unbekanntes Gesicht identifiziert. Welcome bezieht sich auf Leute mit ihrem Namen […] und lernt die Identifikation jedes Familienmitglieds.“

Als Anwendungsbeispiele für die Welcome-Kamera stellt Netatmo neben Familien mit Kindern, die sich rückversichern können, ob ihre Schützlinge sicher von der Schule nach Hause zurückgekehrt sind, auch Personen vor, die sich um ältere Menschen kümmern, und sich so vergewissern können, dass die betreute Person wieder ins Haus oder die Wohnung zurückgekehrt ist. „Welcome adressiert zwei Hauptbedürfnisse von Kunden: Zu wissen, wenn ihre Angehörigen zu Hause sind und darüber informiert zu werden, wenn Fremde sich in ihrem Haus aufhalten. Welcome bringt allen Familienmitgliedern ein Stück Sicherheit“, sagt Fred Potter, CEO und Gründer von Netatmo.

Video- und Identifizierungs-Daten werden lokal auf einer SD-Karte gespeichert

Damit Welcome nicht zu einer reinen Überwachungskamera wird, soll die Kamera über verschiedene Optionen verfügen, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Für jedes Familienmitglied kann beispielsweise individuell entschieden werden, ob Welcome Nachrichten senden oder Aufnahmen speichern soll. Im Zuge des generellen Datenschutzes wurde für die Aufzeichnung von Videomaterial ein SD-Karten-Slot in Welcome integriert, das sowohl die Videos, als auch Identifikations-Infos lokal speichert und nicht in die Cloud weitergibt – ohne eine eingelegte SD-Karte kann Welcome keine Daten archivieren. „Darüber hinaus ist der Zugriff vom Smartphone des Nutzers über eine nach Bankenstandard verschlüsselte Verbindung gesichert, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren“, so berichtet die Pressemitteilung.

Die entsprechende kostenlose Welcome-App kann sowohl über das Smartphone, Tablet oder einen PC/Mac genutzt werden und zeigt neben einem Livestream-Video der Full-HD-Kamera mit einem Blickwinkel bis zu 130 Grad die sich derzeit im Haus befindlichen Personen an. Auch nachts soll Welcome dank der lichtempfindlichen Kamera und einer eingebauten Infrarot-LED problemlos funktionieren. Zudem kommt eine WLAN- oder Ethernet-Verbindung sowie ein internes Mikrofon zum Einsatz. Welcome wird im zweiten Quartal 2015 am Markt verfügbar sein, ein Preis steht gegenwärtig noch nicht fest. Weitere Infos gibt es auf der Website von Netatmo, dort finden sich auch die Zusatzsensoren unter dem Namen „Tags“, die im Innen- und Außenbereich angebracht und die Funktionen der Welcome-Kamera noch erweitern sollen.

Wie steht ihr zu Produkten wie der Netatmo Welcome-Kamera? Könntet ihr euch vorstellen, ein solches Gerät im Haus oder in der Wohnung zu installieren? Oder seht ihr dadurch die Privatsphäre der Bewohner verletzt? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

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Kommentare 10 Antworten

  1. Wer braucht eine INNENkamera, die Bescheid sagt, dass jemand im Haus ist, der da nicht hingehört?

    Wo es für kleines Geld AUSSENkameras gibt, die sich beim Hausbesitzer melden, wenn sich jemand der Tür nähert. Man kann solche Cams übrigens auch innen verwenden.

    Kurz: sinnlos und wahrscheinlich Netatmo üblich teuer……….

  2. CES ein pendant zur IFA ???
    Die erste und größte Messe des Jahres, die Produkte vorstellt die, irgendwann, auf der IFA in Europa vorgestellt werden …. also bitte…

  3. also ehrlich mal…

    Ich lese Appgefahren täglich und denke mir manchmal: ja, wo, tolle idee was dort vorgstellt und von den Redakteuren getestet wurde.
    Dann gehe ich neugierigerweise ins WEB und lese i n den Kommentaren der User zu dem Artikel, welchen Einwand es hierzu geben könnte…
    Und schwupps: relativiert sich mein Wunsch etwas zu besitzen. ?

    Daher hier meinen Dank für die vielen User von Appgefahren, welche mir täglich durch ihre Kommentare und Einwände, durch ihre Vorschläge und Möglichkeiten der anderen Nutzung oder des Kaufs anderer vergleichbarer Apps helfen, den Durchblick im Elektronik-Dschungel zu haben.
    Danke
    CP

  4. Unabhängig wie ich ich zu diesen Produkten stehe, folgende Anmerkungen: nicht jeder besitzt ein Haus, viele wohnen in Wohnungen, hier ist es mit dem Anbringen einer Aussenkamera entsprechend Essig. Desweiteren müssten dann am Haus die (mehreren) Aussenkameras sämtliche Zugänge (u.a. Fenster) überwachen. Viel Spaß, wenn die Nachbarskatze 3mal ums Haus läuft. Und damit zwingend einhergehend: Lt. Rechtsprechung darf nur das eigene Gelände aufgezeichnet werden (Richterspruch zu tschechischem Fall). Was wiederum bei den heutigen Sardinenbüchsengrundstücken zu Problemen führt. Außerdem ist es wahrscheinlicher, entsprechend gute Bilder der Einbrecher aus dem Innenbereichen zu bekommen. Erstens halten die sich deutlich länger innen als außen auf und müssen auch entsprechend rumschauen.
    Persönlich finde ich beide Varianten ok. Die Innenkamera halte ich in meinem Empfinden für weniger übergriffig, da diese ja einen vom GG geschützten Bereich überwacht, in dem Fremde grundsätzlich ohne Erlaubnis nichts verloren haben. Mir wird eher unwohl, wenn ich daran denke, beim spazieren gehen permanent von Aussenkameras gefilmt zu werden, insbesondere wenn dies von den mir bekannten Nachbarn erfolgt. Denn sind wir doch mal ehrlich. Die wenigsten werden die Kamera so ausrichten, dass sie nur das eigene Grundstück filmt.

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