Im Operationssälen kommt schon jetzt modernste Technik zum Einsatz. Genau dort haben Wissenschaftler der University of California San Diego nun untersucht, ob sich Apples Mixed-Reality-Headset Vision Pro als Ersatz für klassische OP-Monitore eignet. Das Ergebnis der Studie: Chirurgen, die während eines Eingriffs an den Tränenwegen das Headset trugen, waren im Schnitt satte 19 Prozent schneller fertig als jene, die auf einen herkömmlichen Bildschirm blickten.
Die Studie im Detail
Veröffentlicht wurde die Untersuchung im Fachjournal AJO International. Insgesamt flossen 32 endoskopische Eingriffe zur Behebung verschlossener Tränenwege in die Auswertung ein. Bei der einen Hälfte der Operationen setzten die Mediziner das Vision Pro ein, das die Bilder der Endoskop-Kamera unmittelbar ins Sichtfeld der Chirurgen projizierte. Bei der anderen Hälfte blieb es beim gewohnten Vorgehen: Der Blick musste immer wieder zu einem Monitor am gegenüberliegenden Ende des Raums wandern. Wer das Headset trug, konnte hingegen durchgehend in einer natürlichen, nach vorne gerichteten Haltung arbeiten, statt sich ständig zu verrenken.
Während die Operationen mit dem klassischen Monitor durchschnittlich 42,7 Minuten dauerten, kamen die Teams mit Vision Pro bereits nach 34,4 Minuten zum Ziel. Bemerkenswert dabei: Trotz des Zeitgewinns verliefen sämtliche Eingriffe in beiden Gruppen komplikationslos und erfolgreich, sodass die höhere Geschwindigkeit offenbar nicht auf Kosten der Präzision ging.
Warum Chirurgen das Headset bevorzugen
Alle fünf beteiligten Chirurgen gaben im Nachhinein an, lieber mit dem Vision Pro zu operieren als mit der herkömmlichen Ausrüstung. Als Grund nannten sie die spürbar geringere körperliche sowie mentale Beanspruchung während des Eingriffs. Wer stundenlang in unnatürlicher Körperhaltung verharren muss, ermüdet eben schneller. Und genau diesen Belastungsfaktor scheint das Headset zu entschärfen, indem es die Bildinformation direkt dorthin bringt, wo der Blick ohnehin schon hinfällt.
Kosten, Größe und Ausblick
Auch abseits des OP-Tisches punktete die Technik: Laut den Forschern erwies sich das Vision Pro sowohl als preiswerter als auch als deutlich platzsparender im Vergleich zur sperrigen Monitoranlage, die es ersetzte. Dennoch mahnen die Studienautoren zur Vorsicht, denn mit lediglich 32 untersuchten Eingriffen handelt es sich um eine überschaubare und vorläufige Stichprobe. Um die vielversprechenden Ergebnisse wirklich zu untermauern, seien daher größer angelegte Folgestudien nötig.

„… satte 19 Prozent schneller fertig“. Vor allem SATTE. Über Vorbereitung, Hygiene, Laufzeit usw. spricht man nicht.
Aber was soll uns der Beitrag nun sagen? Weil unsere Halbgötter in weiß eine VP haben, müssen wir das auch? Oder was ist die Message?
Sich bei einem technikorientierten Blog mit großem Fokus auf Apple über News zu Apple-Produkten zu wundern ist eine Leistung für sich, Hut ab! Und unabhängig davon sind Ärzte keine Halbgötter in Weiß, sondern so wie viele andere eine grundlegend wichtige Berufsgruppe. Das geht besser, Simply.
Da hast du recht. Simply ist einfach zu Einfach gestrickt
Name ist bei ihn halt Programm
Glaube das beschreibt eher das Problem was die Vision Pro hat, eben nur für den „Experten“ Einsatz gedacht.
Kann mir durchaus vorstellen das mit VP wesentlich besser im Engineering oder wie im Text beschrieben im OP gearbeitet werden kann.
(auch bei Übungen ideal da hier alles wirklich in 3D dargestellt werden kann und man nicht „nur“ auf einen flachen Bildschirm schaut)
Aber das wird nicht helfen diese Teile in Massen zu verkaufen.
Warum so negativ ?
Wenn der Artzt weniger Belastung hat ist das am Ende besser für den Patienten denn dann liefert er bessere Ergebnisse.
Durch die Zeit Ersparnis spart man Geld was dem Krankenhaus zur gute kommt und ihm unter anderem auch OPs zu machen die weniger lukrativ sind.
19 Prozent sind viel wenn man das auf den Tag die Woche oder den Monat rechnet.
Medizinische Geräte sind normalerweise extrem teuer wenn da diese mir ner relativ günstigen AR Brille ergänzen kann bzw. ersetzen ist das ne prima Sache.
Sehr spannend bitte mehr davon
Das Thema ist tatsächlich super spannend, ich empfehle hier den Podcast von felixba „Krewkast“. In der letzten Folge hat er genau über dieses Thema gesprochen, da er bei einer Veranstaltung war, wo medizinisches Personal darüber spricht wie die Vision schon heute genutzt wird… zumindest in den USA, die EU ist hier nicht so offen.
Die angesprochene Zeit im Artikel ist dabei wesentlich irrelevanter als Dinge wie eine echte 3D Ansicht, Bewegungsfreiheit usw.