Obwohl ich mit meiner Dashcam von Vantrue insgesamt zufrieden war, hat mich vor allem eins gestört: Die echt schlechte App mit elendig langen Wartezeiten. Ich habe mir als Alternative Dashcam jetzt die 70mai 4K A810 Lite angesehen, die ich kurzerhand in mein Auto gebaut habe.
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Der Lieferumfang ist groß

Wer sich für die 70mai Dashcam entscheidet, bekommt eine Frontkamera mit 4K sowie eine Rückkamera mit 1080p. Je nach Paket gibt es eine 64 GB MicroSD-Karte direkt mit dazu, sodass ihr direkt startklar seid. Entsprechend lange Kabel sind ebenso mit dabei wie ein Ladestecker für den Zigarettenanzünder. Optionales Zubehör, das für einige Funktionen vorausgesetzt wird, besprechen wir gleich genauer im Detail.
Die 70mai 4K A810 Lite Dashcam liefert also alles mit, um das Auto rundum zu schützen.
So gelingt die Installation

Das Verlegen des Kabels für die Frontkamera ist schnell erledigt, da die Wege kurz sind. Mit einem kleinen Werkzeug könnt ihr den Dachhimmel am Rand leicht aufhebeln, um das Kabel dort zu verstecken. Geführt wird es einfach entlang der oberen und seitlichen Windschutzscheibe. Danach verlegt ihr das Kabel unten am Beifahrer entlang bis hin zum Zigarettenanzünder. Wer einen USB-A-Anschluss direkt an der Frontscheibe hat, spart sich das Verlegen des Kabels.
Etwas aufwändiger ist das Verlegen des Kabels für die Rückkamera, da dieses einmal quer durch das Auto geführt werden muss. Hier führt ihr es einfach entlang des Dachhimmels bis hin zum Kofferraum, wo ihr das Kabel mit der Kamera verbinden könnt. Plant dafür etwas mehr Zeit ein, weil es an der ein oder anderen Stelle durchaus etwas fummelig werden kann.

Das Kabel der Rückkamera muss dabei nicht zum Zigarettenanzünder, sondern direkt zur Frontkamera geführt werden. Dort steht nämlich ein zusätzlicher USB-C-Anschluss bereit, der die Rückkamera mit Strom versorgt.
Beide Kameras lassen sich per Klebepad an der Scheibe befestigen, wobei sich die Frontkamera durch einen Adapter abnehmen lässt, ohne den Kleber zu lösen.
Der erste Einsatz im Alltag

Das 3 Zoll große Display und die nur etwas größere Kamera verschwinden bei mir fast komplett hinter dem Rückspiegel, sodass sie das Sichtfeld nicht einschränken. Ich empfehle zudem einen ND-Filter, der sich einfach auf die Kamera setzen lässt, um Spiegelungen mit der Frontscheibe zu vermeiden. Dieser ist aber als optionales Zubehör erhältlich.
Die Kamera auf der Front ist mit 4K und HDR ausgestattet und filmt mit einem breiten Winkel von 140 Grad, sodass besonders viele Details zu sehen sind. Sowohl Kennzeichen als auch feine Details sind auf den Aufnahmen sichtbar. Straßenschilder und Verkehrsschilder lassen sich ebenso gut erkennen wie Schriftzüge. Bei schlechten Lichtverhältnissen bleibt das Bild stabil gut, um auch bei Dunkelheit Kennzeichen erkennen zu können.

Die Rückkamera ist mit 1080p nicht ganz so auflösungsstark, liefert aber dennoch solides Material. Wer möchte, kann die Kamera sogar zum Einparken nutzen, wobei die Dashcam dann so platziert sein muss, dass das Display komplett sichtbar ist. Da mein Auto eine Einparkhilfe durch Piepsen bietet, verzichte ich darauf. Optional ist die Rückkamera auch als Innenkamera einsetzbar, da sie sich um 360 Grad drehen lässt.

Erkennt die Kamera zum Beispiel einen Unfall oder ähnliche Situationen, zeichnet sie sofort einen Notfallclip auf, der nicht überschreibbar ist. Besonders gut ist die Tatsache, dass auch bis zu 180 Sekunden vor dem Vorfall gespeichert werden, um mehr Kontext zu haben.
Sprachsteuerung, damit die Hände am Lenkrad bleiben
Wer im laufenden Verkehr eine Aufnahme sichern möchte, muss dafür die Hände nicht vom Lenkrad nehmen. Durch die englische Sprachsteuerung lassen sich die wichtigsten Funktionen einfach per Zuruf erledigen. „Lock the video“ sorgt dafür, dass das aktuelle Video gespeichert und nicht überschrieben wird. Das ist immer dann hilfreich, wenn man brenzlige Situationen, Unfälle und mehr sichern möchte.

Darüber hinaus gibt es auch die selbsterklärenden Befehle „Turn on/off audio“ oder „Take a Photo“. Und das funktioniert in der Praxis sehr gut, wobei „Lock the video“ wohl die am häufigsten genutzte Sprachfunktion ist.
Parküberwachung nur mit 4G-Anbindung
Sofern eine Parküberwachung gewünscht ist, muss die Kamera mit dem 70mai 4G Hardwire Kit UP04, separat erhältlich, direkt mit der Autobatterie verbunden werden. Wer sich auskennt, kann das mit ein paar Handgriffen selbst erledigen, ansonsten empfehle ich den Rat eines Fachmanns. Wenn die 70mai 4K A810 Lite Dashcam fest mit dem Auto verkabelt ist, kann die Kamera rund um die Uhr aufnehmen. Erkennt die Dashcam zum Beispiel eine Erschütterung, zeichnet die Kamera alles auf und sorgt dafür, dass man auf seinem Schaden nicht sitzen bleibt. Das Ganze funktioniert im Zusammenspiel mit einer SIM-Karte, sodass stets eine Verbindung zum Internet gegeben ist, um Fotos und Videos auch in der Cloud speichern zu können.

Gleichzeitig schickt die Smartphone-App sofort eine Benachrichtigung auf das Smartphone, um zu sehen, was gerade passiert. In der App könnt ihr alle aufgezeichneten Vorfälle einfach einsehen, abrufen und speichern.
Darüber hinaus ermöglicht das Hardwire-Kit zusammen mit der SIM-Karte eine Ortung des Autos via GPS. Im Falle eines Diebstahls gibt es eine realistische Chance zu erfahren, wo sich das Auto gerade befindet.
Die 70mai App ist übersichtlich und schnell

Wie oben erwähnt, haben mich bei Vantrue die langen Ladezeiten in der App massiv gestört. Im Vergleich dazu ist die 70mai App ein Segen. Sie beschränkt sich auf die wesentlichen Dinge und ist nicht überladen. Über die Startseite der Kamera gelangt ihr schnell zum Album, um auf die gespeicherten Videos zugreifen zu können. Da Wi-Fi mit 5 GHz mit an Bord ist, lassen sich Videos blitzschnell und mit bis zu 25 MB/s auf dem Smartphone speichern. Was bei Vantrue entweder gar nicht oder nur mit sehr langer Wartezeit funktioniert hat, geht bei 70mai in wenigen Sekunden.
Und das Übertragen von Videos von der Dashcam auf das Smartphone gehört meiner Meinung nach zu den wichtigsten Aufgaben. Darüber hinaus stehen die wichtigsten Einstellungen bereit, unter anderem die Auflösung, HDR, das Ausblenden des Logos und mehr.
Ich finde: Die 70mai App kann sich wirklich sehen lassen. Schnell, intuitiv und einfach zu bedienen. Genau so soll es sein.
Mein Fazit zur 70mai 4K A810 Lite Dashcam

Der Wechsel meiner Dashcam war überfällig. Mit der 70mai 4K A810 Lite Dashcam habe ich eine Kamera gefunden, die im Notfall dafür sorgt, dass ich beweisen kann, dass das Gegenüber der Schuldige ist. Leider haben heutzutage kaum noch Leute die Eier in der Hose, zu ihrem Mist zu stehen. Wer auf einem Schaden nicht sitzen bleiben will, sollte sich definitiv eine Dashcam einbauen.
Und die 70mai 4K A810 Lite ist eine Art Preis-Leistungs-Sieger, denn sie bietet eine einfache Montage, eine scharfe 4K Auflösung, viele Details sowie eine einfach zu bedienende App.
Preis und Verfügbarkeit
Wer jetzt denkt, dass das Set ziemlich teuer sein muss, liegt falsch. Die 70mai 4K A810 Lite Dashcam kostet ohne MicroSD-Karte nur 96,99 Euro statt 149,99 Euro. Das Set mit 64 GB Karte ist minimal teurer, da der Preis bei 106,99 Euro liegt. Das optionale Hardwire-Kit gibt es für 49,99 Euro dazu, während der ND-Filter 11,90 Euro kostet.
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Die für 96€ finde ich nicht. Nur für 99€ dann ist das aber ein anderes Modell. Trotzdem danke. Habe schon ein Vorgängermodell was jedoch beim Akku schwächelt + immerzu den Zeitstempel verliert.
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Gegen welche anderen Kameras wurde sie denn getestet? Wo gibt es die Übersicht? Oder habe ich den Link übersehen?