Boon macht Schluss: Anbieter für digitales Apple Pay Konto stellt Betrieb ein

Stichtag 3. Oktober 2020

Ich finde es immer noch ziemlich unglaublich, was da bei Wirecard gelaufen ist. Die Vorkommnisse aus den vergangenen Wochen haben nun auch Auswirkungen auf zahlreiche iPhone-Nutzer, die in den vergangenen zwei Wochen auf den Apple-Pay-Partner Boon gesetzt haben. Am 3. Oktober 2020 wird Boon seinen Betrieb einstellen, schon jetzt gibt es größere Einschränkungen.

Informationen aus erster Hand dürften aktive Kunden bereits per E-Mail erhalten haben, zudem informiert Boon auch auf seiner Webseite. Die folgenden Schritte werden von Boon aktuell empfohlen:


  • Gib dein vorhandenes Guthaben vollständig und zeitnah aus.
  • Damit du den Zielbetrag deiner letzten Bezahlung mit boon. genau triffst, lade ggf. deinen Account noch ein letztes Mal um genau den Differenzbetrag auf.
  • Du kannst das Geld wie gewohnt für Onlinezahlungen und im Geschäft ausgeben.
  • Sobald dein Kontostand auf 0 ist und alle Transaktionen auf „gebucht“ stehen, kannst du deinen boon.Account in der App per Knopfdruck kündigen.

Solltet ihr das Rest-Guthaben auf eurem Boon-Konto nicht bis Anfang Oktober verbrauchen, ist es natürlich nicht einfach weg. Man behält für weitere sechs Jahre einen Anspruch darauf, das Guthaben ausbezahlt zu bekommen. Allerdings erhebt Boon ab dem 4. Oktober 2020 eine monatliche Gebühr von 2,50 Euro für Restguthaben.

Commerzbank als interessante Alternative

Falls ihr euch nach dem Aus von Boon nach einer Alternative umseht, um Apple Pay weiterhin nutzen zu können, empfehle ich euch einen Blick auf das Angebot der Commerzbank. Dort könnt ihr ein kostenloses Girokonto eröffnen und erhaltet 50 Euro Startguthaben (zur Aktion). Für Apple Pay könnt ihr danach einfach eine virtuelle Kreditkarte aktivieren und damit problemlos mit iPhone oder Apple Watch bezahlen. Noch dazu profitiert man davon, dass man im Zweifel auch einen Ansprechpartner vor Ort hat, was bei den Online-Lösungen wie Boon oder auch N26 und Revolut nicht gegeben ist.

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Kommentare 16 Antworten

  1. Der Riesenvorteil den man bei Boon hatte war die Tatsache dass man außerhalb der EU keine Auslandstransaktionsgebühr auf Zahlungen hatte. Dies erheben die meisten (alle?) anderen Anbieter. Daher sehr schade. Das war immer sehr angenehm.

    Mir bleibt nun die Kreditkarte meiner Hausbank Sparkasse die 1,5% für Zahlungen im Nicht-EU-Ausland nimmt.

    1. Mensch, alles umsonst und kostenlos, ach ja gratis nicht zu vergessen. Da ist es echt verwunderlich, dass der Betrieb irgendwann eingestellt wird. Wann merkt ihr mal, dass es auf Dauer nicht funktioniert wenn man immer selber verdient wie ein König und anderen gibt als wenn sie Bettler wären. Aber Geiz ist ja Geil in Deutschland.

      1. Dass ich einen Jahresbeitrag bei meiner Hausbank für meine Kreditkarte bezahle ist dir schon bewusst? Oder wie erlaubst du dir deinen Kommentar? Also nix umsonst und kostenlos.

        Was ich nicht einsehe ist zusätzlich eine Gebühr im Ausland zu bezahlen obwohl ich jährlich schon eine Nutzungsgebühr bezahle. Mit welchem Recht also eine Zusatzgebühr? Für Zahlungen und Umrechnung aus Fremdwährungen? Was automatisch passiert? Sicher nicht…

  2. Hier wurde bereits auf die DKB Bank aufmerksam gemacht. Nur so als Tip.
    Es gibt etliche Kartenanbieter die kein AEE berechnen. Frag mal Frau Google

    1. Dort ist Auslandsentgelt aber nur bei Aktivkunden umsonst, sonst 2,2%.
      Man ist aber automatisch erstmal ein Jahr Aktivkunde und danach halt nur noch, wenn’s das Gehaltskonto ist.
      Ich bin das und finds eigentlich ganz cool. Man kann da sogar länderweise die Karte pauschal sperren bzw. freigeben.

      1. „Gehaltkonto“ ist hier der falsche Begriff.

        Um ein Aktivkonto zu behalten braucht es bloß einen Eingang von monatlich kumulativ 700€. Absolut egal woher oder wie. Es ist ebenfalls egal, was nachher mit dem Geld passiert.

        Deswegen überweisen viele einfach den Betrag dahin und nutzen es für einfache Einkäufe oder oberweisen es per Dauerauftrag weiter vom DKB Konto, wo sie es dann später brauchen.

  3. Auch wenn es sicherlich etwas kostet aber ich bleibe da dann doch bei der Sparkasse. Kostet was mehr, allerdings habe ich hier einfach nicht das Gefühl, dass mal so plötzlich Ende ist. Gerade in Bezug auf ApplePay wurde Boon ja oft als Alternative genannt. Ich kann aber den ganzen Online-Anbietern (auch N26) irgendwie nichts abgewinnen… vielleicht bin ich da aber auch einfach doch zu klassisch und nicht modern genug 😅

    1. Und ich bin froh wenn ich kein Bargeld mit mir rumschleppen muss und versuche alles, was geht, elektronisch zu bezahlen😅
      Jedem das seine…😉

  4. Ich bin zwar im März umgestiegen auf meine eigene Hausbank ,die endlich Apple Pay zur Verfügung stellte.
    Aber die zwei Jahre davor habe ich Boon benutzt ,und bin sehr dankbar dafür ,weil es für ein völlig neues Kauf Bezahlungsgefühl stand mit der Apple Watch oder dem iPhone. Simpel ,easy und schnell.
    Insofern werde ich Boon immer als positive Erinnerung behalten😊👍👋

  5. Wenn jetzt immer Sommer die Sparkasse ApplePay in Kombination mit einem Girokonto anbietet und die VR-Banken nachziehen, hat Boon sicherlich für viele die Daseinsberechtigung verloren. Ich will das jetzt nicht schlechtreden und so wie ich das mitbekommen habe ist es ja auch nicht deren Schuld, aber dennoch halte ich von solchen zwischengeschalteten Bezahldiensten nicht viel (mit Ausnahme von Paypal)

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