Das iPad verändert die Arbeitswelt: British Airways-Piloten und Bordpersonal nutzen Tablets

Ein Team der Zeitung The Independent hat am Londoner Flughafen Heathrow Einblicke bekommen, wie British Airways-Mitarbeiter Gebrauch vom iPad machen.

British Airways 1

Nicht nur in Schulen und Universitäten wird das iPad immer mehr zu einem nützlichen Helfer. Auch in der Arbeitswelt kommt das Apple-Tablet immer häufiger zum Zug, unter anderem bei der Fluggesellschaft British Airways. Ein Team der Zeitung The Independent hatte nun die Möglichkeit, sich über die Verwendung der iPads auf dem Flughafen Heathrow in London genauer zu informieren und begleitete Mitarbeiter der Airline am Terminal 5.

Nach einigen Sicherheits-Checks und ausgestattet mit Stahlkappen-Schuhen durfte der Independent-Redakteur an einem Briefing, das vor jedem BA-Flug stattfindet, teilnehmen und an Bord der Maschine gehen. So gibt es eine Menge iPads in einem Flugzeug der British Airways, wie unter anderem der Pilot Spencer Norton, erklärt. „Bisher musste ich zwei große Taschen mit Anleitungen und Tabellen bei mir tragen – nun habe ich jede verfügbare Tabelle der ganzen Welt auf meinem iPad. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Das iPad wird direkt mit dem Flugzeug verbunden und liefert so Live-Daten.“

Durch die Nutzung von iPads an Bord lässt sich sogar Treibstoff sparen, bedingt durch den Ersatz der 25 kg schweren Anleitungen mit einem Tablet und der eingesparten Zeit durch einen elektronische Datentransfer. Auf diese Weise kann bis zu einer Tonne Treibstoff auf einem Langstreckenflug eingespart werden. Und sollte doch einmal das iPad des Piloten zu Bruch gehen, keine Sorge – auch der Co-Pilot verfügt über eines, zudem ist immer ein weiteres Ersatz-Tablet an Bord. Die iPads sind zudem im Cockpit in eine Halterung mit Stromversorgung eingebunden, so dass man sich keine Gedanken über einen leeren Akku machen muss.

iPad-Synchronisation zwischen Bord- und Bodenpersonal

Auch das Bordpersonal macht bei der Verwaltung der Passagiere und Flugdaten von iPads Gebrauch: Dafür sorgt eine eigene App, „Passenger Information List“, die über zahlreiche Infos bezüglich der Anschlussflüge der Passagiere, der Wetterverhältnisse am Zielort oder auch der Möglichkeit von Turbulenzen verfügt. Ein konfigurierbarer Sitzplan zeigt freie Plätze an, die bei Bedarf den Wünschen der Passagiere angepasst werden können, beispielsweise für Reisende mit reduzierter Mobilität. Auch spezielle Menüs und Platz für Passagier-Notizen sind vom iPad aus abrufbar. Die Crew kann so etwa notieren, dass ein Reisender Flugangst hat und dies beim Rückflug berücksichtigen. Im Falle einer Verspätung lassen sich über das Apple-Tablet sogar Flüge umbuchen, falls Anschlussflüge nicht mehr erreicht werden können.

British Airways 2

Nicht nur an Bord, sondern auch das Bodenpersonal bedient sich iPads, wenn es um Check-Ups und den Austausch von Informationen geht. Und auch im Terminal kommt das Tablet mit speziell für die jeweilige Aufgabe angepassten Apps zum Einsatz, beispielsweise beim Kundensupport oder beim Check-In. Eine Datensynchronisation auf allen Geräten, zwischen Service, Boden- und Flugpersonal hält alle Informationen stets auf dem neuesten Stand. „Ich kann Reisende umbuchen, ihnen neue Tickets ausstellen und sie einchecken“, so ein BA-Mitarbeiter. „Wir nutzen sogar die Kamera des iPads, um Taschen zu scannen, damit sie mit dem Reisenden zusammen ankommen.“ Cabin Service Director Sally Kennedy geht sogar noch einen Schritt weiter: „Ich weiß nicht, wie wir jetzt ohne das iPad zurechtkommen würden, es erledigt so viel.“

Den ganzen Artikel (in englischer Sprache) findet ihr auf der Website von The Independent.

Foto: © British Airways

Kommentare 13 Antworten

  1. Ich bin Fotograf von Beruf und mein iPad ist nicht mehr wegzudenken. Es erledigt so viele Aufgaben. Termine ein- und austragen, Verträge unterschreiben/Scannen/Faxen, Kunden können sich sofort einen ersten Eindruck ihrer Bilder verschaffen, ich bearbeite Bilder direkt in der Pause, eMails werden beantwortet, auf Wunsch wird ein Fotobuch bestellt, welches direkt auf dem iPad erstellt wird und bei Bedarf steuere ich meine Kamera über das iPad. Davon abgesehen kommt es dann in der Pause zum Einsatz. Da surfe ich dann zum Beispiel auf Seiten wie dieser hier herum. ?

  2. So könnte sich appgefahren weiterentwickeln: nicht immer die selben Formulierungen für die Vorstellung von irgendwelchen Spielen, sondern echte Informationen! Mit Mel steigt das Niveau merklich an. Danke

  3. Als ich vor drei Wochen Nach Ägypten geflogen bin habe ich gesehen dass TuiFly die iPads auch einsetzt sogar mit Kartenbezahlsystem.

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