Phil the Pill: Spaßiges Puzzle ist durch Freemium schon nach wenigen Leveln unspielbar

Ich habe ja während meiner Appgefahren-Zeit schon einige Freemium-Spiele gespielt – aber ein Titel wie Phil the Pill ist mir auch noch nicht untergekommen.

Phil the PillPhil the Pill (App Store-Link) ist eine kostenlose Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad, die auf dem Gerät 123 MB des Speicherplatzes einfordert und iOS 6.0 oder neuer auf dem iDevice einfordert. Eine deutsche Sprachversion gibt es für das an sich witzige Puzzle leider nicht, man muss also mit der englischen Sprache Vorlieb nehmen.

Das Ziel von Phil the Pill ist es, in einer Umgebung, die ein wenig an PacMan oder Bomberman erinnert, kleine Pillenkäfer-Babies vor dem bösen Stinkkäfer zu retten. Denn eigentlich ist der Ort Pillville ein friedlicher Platz für alle Käfer, unter anderem auch für den Protagonisten Phil. Dieser macht sich in insgesamt 96 Leveln auf, die Bevölkerung, allen voran den kleinen Pillenkäfer-Babies, vor weiterem Unheil zu bewahren.

In den labyrinth-artigen Gängen warten also neben den jeweils drei pro Level zu rettenden Babies auch kleine Bonus-Gegenstände, mit denen man Hindernisse und andere Schwierigkeiten leichter bewältigen kann. So gibt es Mini-Bomben, mit denen den Weg versperrende Steine gesprengt werden können, oder auch eine Erbsen-Kanone, die Dreck auf dem Weg beseitigt, sowie Goldmünzen zum Einsammeln.

Schon nach kurzer Zeit ist das Münzkonto in Phil the Pill leergeräumt

All zu viel Zeit lassen sollte man sich beim Bewegen, das mit Hilfe von einfachen Wischgesten und Fingertipps auf dem Bildschirm gelöst wird, allerdings nicht. Protagonist Phil wird schnell grünlich-stinkenden Dämpfen ausgesetzt, die von unten langsam ins Level hinein wabern. So heißt es, die Übersicht zu bewahren und sich schnellstmöglich zum pink leuchtenden Ausgang vorzuarbeiten.

All das wäre kein Problem, gäbe es da nicht das viel größere Hindernis, dass jedes neue Level zum Spielen mit 50 Münzen gekauft werden muss. Hat man zu Beginn noch ein Polster von über 200 Münzen auf dem Konto, wird dieses jedoch trotz Einsammeln von neuen Münzen Level um Level langsam geschrumpft. Trotz guter Leistungen mit vielen Drei-Sterne-Bewertungen war in diesem Fall bereits nach 14 absolvierten Leveln Schluss, da ich nur noch 23 Münzen auf dem Konto verfügte. Die einzige Option ist es, das begehrte virtuelle Gut mit barer Münze per In-App-Kauf nachzubestellen. Mit beispielsweise 99 Cent für 5.000 Münzen oder 3,99 Euro für 100.000 Münzen sind diese Käufe zwar nicht exorbitant hoch, lassen aber trotzdem einen mehr als faden Beigeschmack zurück.

Selbiger wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass sich mit Münzen auch Level erkaufen lassen. Ist man am grün stinkenden Dampf erstickt, kann man gegen eine bestimmte Anzahl an Münzen einfach weitermachen. Ein fairer Wettkampf sieht also anders aus – warum man dann noch eine Anbindung an das Game Center samt Erfolgen und Bestenlisten anbietet, bleibt mir ein Rätsel. Wir sagen: Finger weg von Phil the Pill.

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