This War of Mine: Warum man für diese App jetzt bezahlen sollte

Das soll niemand erleben müssen


Ich habe lange überlegt, ob ich über die erneute Preisreduzierung von This War of Mine (App Store-Link) schreiben soll. Denn immerhin haben viele unserer Mitmenschen in Osteuropa derzeit ein richtig ernsthaftes Problem. Was dort passiert, ist nicht in Worte zu fassen und einfach nur schrecklich. Am Ende hat eine Ankündigung des Entwicklerteams den Ausschlag gegeben.

Wirklich verstehen, wie die Menschen in der Ukraine sich gerade fühlen, das werden die meisten von uns nicht können. Und mit absoluter Sicherheit ist ein „Spiel“ für iPhone und iPad kein Vergleich damit, was gerade in der Ukraine passiert.


Wenn aber ein Spiel zur jetzigen Situation passt, dann ist es eben This War of Mine. Denn in dieser Kriegs-Simulation spielt man keinen Soldaten, fliegt keine Kampfjets und fährt auch keinen Panzer. Stattdessen erlebt man den Konflikt aus der Sicht einer Gruppe von Zivilisten. Aus der Sicht von Menschen, die einfach nur ums Überleben kämpfen.

Entwicklerteam spendet Einnahmen an das Rote Kreuz

Und vielleicht trägt This War of Mine ja irgendwie dazu bei, dass sich einige Menschen, die sonst an diesem Thema vorbeischauen würde, sich doch damit beschäftigen. Auch wenn der Krieg in der Ukraine für uns noch weit weg ist – jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, darüber zu reden und eine klare Stellung zu beziehen.

Abschließend noch ein paar allgemeine Worte zur App. This War of Mine ist eine Universal-App und ist derzeit auf 1,99 Euro reduziert. Darüber hinaus gibt es eine Erweiterung, die für 1,99 Euro freigeschaltet werden kann. Kauft einfach beides . denn das Entwicklerteam aus Polen hat angekündigt, sämtliche Einnahmen aus den Verkäufen an das ukrainische Rote Kreuz zu spenden.

#fuckthewar

‎This War of Mine
‎This War of Mine
Entwickler: 11 bit studios s.a.
Preis: 16,99 €+

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Kommentare 11 Antworten

  1. Einfacher ist es doch das Geld direkt zu spenden, ohne dass Apple noch seinen Teil davon abzwackt 🤔
    Dann kommt auch gleich direkt mehr dort an. Bevor ich mir hier jetzt ein Spiel kaufe, auch wenn ich dadurch einen Gegenwert hätte, der mir in dem Fall völlig Wumme ist, versuche ich eher direkt zu helfen. Wenn man „Geld“ als Hilfe hier wirklich definieren will.

    Unabhängig davon ist das natürlich ehrenwert.
    STR

    1. Stimmt, aber man bekommt ein gutes Spiel, das einem in seiner kuschligen Wohnung dafür sensibilisiert, was es heißt, als Zivilist in einer vom Krieg zerstörten Stadt einfach nur nicht sterben zu wollen. Ich denke, hier geht es eben nicht nur um das Geld. Man kauft hier kein Mario.

      Die Hürde für den Kauf ist gering. Hätte ich es nicht bereits für iPad und Mac, würde ich es kaufen.

      Wer spenden möchte, wird dies sicherlich trotzdem tun.

  2. Danke für den Hinweis, man sollte gegen diesen sinnlosen Krieg seinen Beitrag leisten, egal über welchen Wege. Die polnischen Entwickler werden so wie es aussieht leider einen Authokraten vor deren Haustür haben, daher finde ich sehr wichtig, dass wir deren Initiative unterstützen! Ich hoffe, dass Apple auch seine Stores in Moskau schließt, wovon ich leider nicht ausgehe, am Ende regiert das Geld die Welt;(

  3. Und trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, wenn Kriegs-Games zu solch einer Zeit erscheinen.
    Es gibt doch genug Entwickler (z. B. von CoD), die sich zu gerne reale Szenarien aus den vergangenen Kriegen annehmen. Ich habe genau deshalb z. B. CoD wegen solcher Politik und die Vermarktung widerlicher Szenen nie gespielt. Spenden die großen Macher jetzt und heute? Oder stehen denen da die Aktionäre im Weg?

    Wenn die Macher des hier besprochen Games den Erlös spenden, dann Respekt. Aber wie so immer bei solchen Spenden, wird sicher nur der Gewinn gespendet. Da sehe ich es auch so, dass eine Spende ohne den kauf des Games deutlich sinnvoller ist.

    1. Es handelt sich um kein Kriegsspiel im herkömmlichen Sinn. Es ist ein „Spiel“, in dem die Aufgabe darin besteht, als Zivilist in einer von Krieg zerstörten Stadt einfach die nächste Nacht zu überleben, nicht erfrieren, nicht verhungern, nicht krank werden, sich nicht verletzen, versuchen, harte Entscheidungen treffen, trotzdem Mensch zu bleiben. Dieses „Spiel“ ist nicht actionlastig und spaßig, aber sehr gut.

    2. Wohl dem, welcher zwischen „Spiel“ und Realität unterscheiden kann.

      Vermutlich nahezu jeder hat in seiner Kindheit Cowboy und Indianer gespielt (nein, meine dabei nicht die Schlager-Variante), was dann mindestens ebenso bedenklich sein dürfte.

      Ich habe früher (als noch die Zeit vorhanden war) gerne Kriegssimulationen aka Operation Flashpoint und Nachfolger (Armed Assault) gespielt, halte von Krieg absolut gar nichts. Im Gegenteil.
      Wenn ich aber Spaß am Spiel empfinde, ist das dann gleich verwerflich?

      Von CoD halte ich persönlich nicht (mehr) so viel, nicht meine Serie, aber es ist doch immer noch besser Menschen töten sich rein virtuell, als dies in die Tat umzusetzen. Games können auch gut als Ventil genutzt werden. Während andere Sport zum Abreagieren/Entspannen benötigen, ist für andere das Daddeln zum Stressablassen. Jedem das Seine.

      Finde nur immer mit der ethischen Moralkeule zu kommen, nicht gerade zielführend.

    3. Meines Wissen nach hat sich Activision als CoD Publisher nicht zur Ukraine geäußert. Ist vllt. auch besser so. Jedoch solltest du den Entwickler auch nicht vorschnell abstempeln, nichts für Kriegsgebeutelte zu tun.
      Die Call of Duty Entwickler haben ein Programm, um Kriegsveteranen wieder auf die Bahn zu kriegen und hilft dabei, Jobs für diese zu besorgen.
      Schau dir mal die Call of Duty Endownment an. Finanziert durch den Verkauf der Spiele.
      https://www.callofdutyendowment.org/

  4. Hoffenlich werden damit keine Waffen oder sontiges finanziert und dann unter den Volk gebracht.

    Als Zivilist sich mit eine mächtige Armee zu legen funktioniert nur bei den Filmen.

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