LG UltraFine 5K Display: Was erste Tester über den neuen Thunderbolt Display-Ersatz sagen

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Mel 03. Januar 2017, 11:54 Uhr

Während der Keynote im Oktober des letzten Jahres stellte Apple eine neue Reihe von hochauflösenden Monitoren vor, das LG UltraFine 5K und 4K.

LG UltraFine 5K Display 1

In diesen Tagen hat der Konzern aus Cupertino damit begonnen, die ersten Exemplare der Monitor-Varianten auszuliefern. Im deutschen Apple Online Store ist das LG UltraFine 4K-Display (Apple Store-Link) zum Preis von 561,00 Euro zu haben, der größere 5K-Bruder (Apple Store-Link) schlägt mit 1.049,00 Euro zu Buche. Während man aktuell auf das günstigere Exemplar etwa 8 bis 10 Wochen warten muss, beträgt die Lieferzeit für LGs 5K-Display momentan 4 bis 6 Wochen.

Einige englischsprachige Kollegen, darunter die Apple-Magazine 9to5Mac und MacRumors, konnten bereits in einem Hands-On erste Erfahrungen mit dem neuen 27“-5K-Monitor machen, der Apples in die Jahre gekommenes Thunderbolt Display ersetzen und als Peripherie-Gerät für das neue MacBook Pro mit Touch Bar empfohlen wird. Die Urteile lesen sich einhellig: Wer bereit ist, den verhältnismäßig hohen Kaufpreis zu zahlen, bekommt ein hervorragendes Gerät mit großartiger Bildqualität.

So berichten die Redakteure von MacRumors in ihrem Testbericht, „Wenn man vor der Entscheidung steht, ein 5K-Display mit dem neuen MacBook Pro verwenden zu wollen, gibt es nicht wirklich andere Optionen: Der Thunderbolt 3-Standard etabliert sich gerade erst am Markt. Nichts desto trotz ist dies ein sehr solides Display. Die Bildqualität ist herausragend, wie jeder mit einem Retina-iMac bestätigen kann, mit genauer Farbwiedergabe sowie scharfen Texten und Grafiken. Das Design mag sich ein wenig an der Apple-Ästhetik reiben, aber es ist zweckdienlich und relativ unaufdringlich bei solider Verarbeitung.“

Kritik an fehlenden Anschluss-Möglichkeiten

Zu einem ähnlichen Fazit kommen auch die Tester von 9to5Mac. „Das LG UltraFine 5K Display ist ein grundsolides Angebot. Man sollte daran denken, dass man ein ausgezeichnetes Panel bekommt, dessen einzige Konkurrenz ein Standalone-Display von Dell ist, das nicht nur deutlich teurer, sondern auch älter ist und ohne Thunderbolt 3 auskommen muss. Zwar gibt es kein klassisches Apple-Display-Design, aber das LG-Angebot hebt sich von typischen Drittanbieter-Monitoren ab. Die Ein-Kabel-Verbindung und FaceTime-Kamera-Integration machen es zu einer guten Lösung für neue MacBook Pro-Besitzer, die ein Display suchen, das einfach funktioniert.“

LG UltraFine 5K Display 2

Kritik gab es von beiden Testern hingegen an den fehlenden Verbindungs-Möglichkeiten: Neben dem Thunderbolt 3-Port zum Anschluss eines MacBooks gibt es auf der Rückseite des LG UltraFine 5K Displays lediglich drei USB-C-Ports mit verhältnismäßig langsamem USB 3.1. Auch wenn dieser Standard in Zukunft sicher vermehrt etabliert werden wird, wäre zumindest ein aktuell noch sehr beliebter USB 3.0-Anschluss für Speichersticks, externe Festplatten oder anderes Zubehör oder ein SD-Kartenslot wünschenswert gewesen. Denn auch das MacBook Pro 2016 setzt nur noch auf USB-C-Anschlüsse, so dass der Adapterkampf auch mit angeschlossenem LG UltraFine 5K-Display seine Fortsetzung findet.

Kommt das LG UltraFine 5K Display für euch als Thunderbolt Display-Ersatz in Frage? Habt ihr sogar vielleicht schon euer Exemplar vorbestellt? Oder habt ihr andere Empfehlungen zur Nutzung mit dem neuen MacBook Pro? Wir freuen uns über eure Kommentare zu diesem Thema.

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Kommentare7 Antworten

  1. Krayzee Brue sagt:

    Ok blöde Frage:
    5K? Was is 5K? 4K bezieht sich ja auf die Pixel eines Bildschirms (4K2K = 4000×2000 Pixel ca.) 5K dann 5000 Pixel? Oder is das nur so ne aus dem Hut gezogene Bezeichnung um sich besser darzustellen?

    • Daniel sagt:

      Ein Monitor mit 4K-Auflösung besitzt eine native Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Durch die Retina-Anzeige (doppelte Pixel) besitzt man so bei 27 Zoll nur einen Arbeitsbereich von 1.920 x 1.080 Pixel, also genauso, wie auf einem 21 Zoll Monitor mit FullHD. Wird alles sehr groß dargestellt (wenn auch scharf) und ist nicht wirklich die Lösung. (Unter nativer Auflösung ist alles sehr, sehr, sehr klein).

      Das LG UltraFine 5K besitzt eine 5K-Auflösung, also 5.120 x 2.880 Pixel. Mit Retina-Auflösung ergibt sich so eine Darstellung von 2.560 x 1.440 Pixel, also die “Idealdarstellung” für 27 Zoll.

      Mit einem Mac machen 4K-Monitor keinen Sinn, da der Mac nicht wie Windows nahtlos skalieren kann. Entweder es ist alles zu groß oder zu klein. Der 5K-Monitor ist quasi ein iMac 5K. 😉

      • Krayzee Brue sagt:

        Danke für die Erklärung ☺️?

      • Alex447 sagt:

        Auch von mir Danke ??
        Ich hab eben den 27″ bestellt, LT 4-15 Febr.
        ich hab zur Zeit eine alten Samsung 27″ an meinem neuen MBP und das ist ganz schön pixelig. Da ich oft mehrere Stunden vor dem PC, jetzt ja Mac, sitzen muss dachte ich ist das eine gute Investition für meine Augen.
        Bei Windows ist es mir nicht so aufgefallen das der Samsung scheinbar eine nicht so gute Qualität hat. Jetzt mit dem Mac ist es echt grausig. Bin gespannt was meine schon alternden Augen da zu sehen bekommen ???
        Ich hoffe zumindest das es dann auch für die Augen angenehmer ist, kann das einer bestätigen ?
        Grüsse

  2. blandrae [iOS] sagt:

    Alles gut, nur das Design hätte man an das des iMac anpassen können.

  3. Geselle sagt:

    ??? “das Liebe Grüße-Angebot” – es lebe die Autokorrektur ?

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