Affinity Designer: Serif veröffentlicht neue Mac-App als Adobe Illustrator-Alternative

Wer bei der täglichen Arbeit auf Vektorgrafiken setzt, verwendet oft das Flaggschiff-Programm Adobe Illustrator. Mit dem Affinity Designer von Serif gibt es nun günstigere Konkurrenz.

Affinity Designer 1

Während man für die aktuelle Version des bekannten Grafikdesign-Programms Adobe Illustrator CC im Creative Cloud-Abo jährlich mindestens 295 Euro zahlen muss, soll es mit dem neuen Affinity Designer (App Store-Link) von Serif auch weitaus günstiger gehen. Momentan bewirbt selbst Apple die Grafik-App als „Editor’s Choice“ im deutschen Mac App Store und trägt wohl auch damit zum aktuellen ersten Platz des Programms in den „Gekauft“-Charts bei.

Zum einmaligen Preis von 35,99 Euro lässt sich die bisher leider nur in englischer Sprache zur Verfügung stehende Anwendung seit dem 2. Oktober dieses Jahres auf alle Macs laden, die mindestens über OS X 10.7 oder neuer sowie einen 64-Bit-Prozessor verfügen. Im Mac App Store sind die Reaktionen auf die Illustrator-Konkurrenz überwältigend: Bisher gibt es für Affinity Designer satte 5 von 5 Sterne bei über 80 Nutzerbewertungen, auch auf der Website von AppShopper kommt die Anwendung gleichermaßen bei mittlerweile 109 Reviews weg.

Unterstützung für viele gängige Dateiformate

Die Developer von Serif beschreiben ihr Programm als „professionelle Grafikdesign-Software für den Mac“ und als „die schnellste, präziseste und geschmeidigste Vektorgrafikdesign-Software, die am Markt verfügbar ist.“ Mit der Anwendung sollen sich „Marketing-Materialen, Websites, Symbole, UI-Designs oder ansprechende Konzeptkunst“ schaffen lassen und „die Art und Weise, wie Sie arbeiten, revolutionieren“.

Zu diesem Zweck macht Affinity Designer von vielen Technologien Gebrauch, die man auch von anderen professionellen Software-Lösungen dieses Genres kennt. Neben einer Unterstützung von PSD-, PDF-, SVG-, AI (PDF Stream)-, Freehand- und EPS-Dateien kommen in Affinity Designer OS X-eigene Technologien wie OpenGL, Grand Central Dispatch und Core Graphics zum Einsatz, um insbesondere auf 64-Bit-Prozessoren ein leistungfähiges Interface zur Verfügung zu stellen.

Echtzeit-Effekte und CMYK-Support

Affinity Designer 2Für die professionelle Erstellung und Bearbeitung stehen in Echtzeit Live-Verläufe, Transformationen, Effekte und Anpassungen bereit, ebenso wie eine volle 16-Bit pro Kanal-Bearbeitung, eine Echtzeit-Pixel-Vorschau, Masken, Einstellungsebenen und eine Vektorpinsel-Unterstützung von Tablets. Mit Affinity Designer können dank eines Zoomfaktors von bis zu 1.000.000% selbst komplexe Dokumente punktgenau bearbeitet werden. Mit Zeichenstift- und Lasso-Werkzeugen, Kurvenbearbeitungen, geometrischen Formen und Smart Shape-Optionen lassen sich auch höchst aufwändige Grafiken erstellen oder anpassen.

Für einen perfekten Output sorgen verschiedene Farbmodelle wie CMYK, LAB, RGB und Graustufen, ebenso wie ein End-to-End-ICC-Farbmanagement. Neue Nutzer von Affinity Designer loben vor allem den Pixel-Modus, den CYMK-Support sowie die nahtlose Interaktion des Programms mit anderen Anwendungen, insbesondere Photoshop und Freehand. Beachten sollte man aber vor allem aufgrund des englischsprachigen Interfaces die Einarbeitungszeit, die ein solches Programm zur Nutzung bedarf. Wer nicht auf das teure Adobe CC-Abo setzen will, findet mit Affinity Designer zumindest eine vielversprechende Alternative zu einem vergleichsweise spottbilligen Preis.

Kommentare 6 Antworten

  1. Ich konnte bisher zwar nur kurz das Programm benutzen, weil ich momantan kaum Zeit habe, aber auf dem ersten Blick ist es wirklich ein tolles Programm. Zu erwähnen wäre noch, dass Serif noch 2 weitere Programme auf den Markt wirft. Affinity Photos soll Photoshop darstellen und dann wird es noch irgendein Grafikprogramm geben. Der riesige Vorteil zum Konkurrenten Adobe ist die einfache Bedienung. Wirklich beeindruckend ist ein YouTube-Video von Serif, bei dem der 1.000.000 % Zoom gezeigt wird, echt unglaublich.

  2. Gekauft, 20 Sekunden getestet und schon für sehr gut befunden! Danke für den Tipp!
    Nur den Programmnamen sollten sie noch mal überdenken. Hört sich etwas unprofessionell an.

  3. Super Programm (leider nur in englisch). Habe iDraw getestet, leider schlechte Ergebnisse. Ich arbeite z. Zt. mit Corel Draw unter Parallels / Windows. Wenn es Affinity Designer in deutsch geben würde – super. (echter Illustrator und Corel Draw Ersatz).

  4. Tolles Programm, inzwischen auch in deutsch und zum Spezialpreis von 24,99€. Habe es gerade mal eine halbe Stunde getestet und muss nach 15 Jahren Corel Draw sagen, dass es mir auf Anhieb besser gefällt.
    Ich kann es nur empfehlen!!!

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