Crazy Taxi: City Rush im Test – Freemium trifft auf Spaß

Ab sofort kann Crazy Taxi: City Rush aus dem App Store geladen werden. Kostenlos. Aber wo ist der Haken?

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Es ist schon fast 15 Jahre her, seit ich auf meinem Sega Dreamcast Crazy Taxi gespielt habe. Einige von euch werden den Titel von anderen Spielekonsolen oder aus der Spielhalle kennen. Seit heute gibt es auch eine speziell auf mobile Geräte angepasste Version, die auf den Namen Crazy Taxi: City Rush (App Store-Link) hört und kostenlos aus dem App Store geladen werden kann.

1.000.000 virtuelle Münzen oder eine Wagenladung voller Diamanten für jeweils 89,99 Euro kosten mehr, als man vor einigen Jahren für das komplette Spiel bezahlen musste. Nach vier Runden ist der Tank leer und man muss warten, bezahlen oder Werbeclips ansehen. Das sind leider einige erschreckende Nebenwirkungen, die Crazy Taxi: City Rush als kostenloser Download mitbringt.

Auf der anderen Seite muss ich nach einer halben Woche mit dem Spiel sagen: Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt ein spaßiges Vergnügen geboten. Crazy Taxi: City Rush unterscheidet sich zwar nicht nur beim Bezahlmodell, sondern auch beim Spielfluss vom Original, letzteres muss aber nicht unbedingt als negativ angesehen werden.

In erster Linie ist es die Steuerung, die überrascht. Es gibt keine Bremse, keine virtuellen Buttons (abgesehen vom Boost-Knopf) und auch kein Lenkrad. Stattdessen wechselt man mit Wischbewegungen die Fahrspur, driftet per Fingertipp um Kurven und legt im Handumdrehen eine 180-Grad-Drehung auf den Asphalt. Man kann zwar nicht mehr kreuz und quer durch Parks und über Parkplätze fahren, bekommt dafür aber eine sehr gut kontrollierbare und perfekt an Touchscreens angepasste Steuerung.

Leider ohne Endlos-Modus

Crazy Taxi: City Rush bietet eine Vielzahl an Missionen und Herausforderungen und freischaltbare Stadtteile in Form einer Kampagne. Dazu gibt es unterschiedliche Taxis mit zahlreichen Tuning-Optionen für einen noch schnelleren und bunteren Auftritt. Wer sein Taxi aus- um umbaut, der hinterlässt damit nicht nur Eindruck, sondern bekommt von den Fahrgästen nach einer erfolgreichen Beförderung innerhalb des Zeitlimits auch mehr Trinkgeld.

Realismus steht in Crazy Taxi: City Rush nicht an erster Stelle – und das ist auch gut so. Es darf geholzt werden, was das Zeug hält, Passanten müssen sich im letzten Moment zur Seite retten und immer wieder gibt es ordentlich Kleinholz – ganz zur Freude der Mitfahrer. Hinzu kommt eine gelungene Grafik im bekannten Comic-Stil, die trotz vieler Details im Hintergrund gänzlich ohne Popups auskommt. Crazy Taxi: City Rush kann dabei sowohl im Hoch- als auch im Querformat gespielt werden, ganz wie es euch gefällt.

Die Missionen sind zum größten Teil identisch: Man fährt in jeder Runde einige Fahrgäste durch die Stadt und liefert sie hoffentlich pünktlich ab. Eher selten gibt es etwas Abwechslung, wenn man zum Beispiel in einen Panzer steigen und alles zerstören darf oder so viele Checkpoints wie möglich durchfahren muss. Schade: Der so beliebte Endlos-Modus aus dem klassischen Crazy Taxi, in dem man sich frei durch die Stadt bewegen und nach Lust und Laune Passagiere einsammeln kann, bevor das Zeitlimit abläuft, gibt es in der Umsetzung für iPhone und iPad nicht.

Sich beim Fazit auf eine bestimmte Wertung festzulegen, fällt ausgesprochen schwer. Der Freemium-Charakter des Spiels ist durchaus stark ausgeprägt und Wartezeiten sind an der Tagesordnung. Auf der anderen Seite hat Sega an kleine Details gedacht, wie etwa den Musik-Import aus der eigenen Bibliothek. Wartezeiten können zudem durch das Anschauen von kurzen Werbeclips oder das Ausleihen von Autos von Facebook-Freunden übersprungen werden. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache und auch mir hätte Crazy Taxi: City Rush ohne Einschränkungen zum Vollpreis noch besser gefallen, letztlich bekommt man zum Nulltarif aber ein spaßiges Spiel für iPhone und iPad.

Kommentare 2 Antworten

  1. Das klingt doch irgendwie langweilig. Beim alten Crazy Taxi für die ios-Geräte konnte man sich frei durch die Stadt bewegen und selbst Gas geben und bremsen. Wie kann man ein so klassisches Spiel nur so zerstören? Und dann noch dieses Freemium-Modell; wirklich schade.

  2. Pingback: Das Beste aus dem Juli: Apple hebt 22 Apps hervor « Apfelportal Schweiz

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