Drakerider: RPG der Final Fantasy-Macher mit kostenlosem ersten Kapitel

Rollenspiele gehören eigentlich nicht zu einem meiner bevorzugten Game-Genres.

Nichts desto trotz habe ich einen Versuch gewagt und Drakerider ausprobiert, ein Rollenspiel, das gratis auf iPhone und iPod Touch (App Store-Link), oder auch auf das iPad (App Store-Link) geladen werden kann. Aufgrund der aufwendigen Grafiken nimmt der Titel auch gleich ganze 803 (iPad) bzw. 812 MB (iPhone) auf euren Geräten in Anspruch. Ein Download aus dem mobilen Datennetzwerk fällt damit auf jeden Fall flach.


In diesem Rollenspiel, das in einer fernen Zivilisation namens Igraine spielt, versetzt man sich in die Figur des Aran Lawson, eines ehemaligen Fährtensuchers. Bedrohungen lassen ihn und seinen Drachen Eckhardt zu den Helden dieses Titels werden, in dem großartige Schlachten und Kämpfe gegen unliebsame Kreaturen gefochten werden müssen.

Gesteuert wird die Spielfigur und sein Drachen mit Hilfe eines virtuellen Joysticks, mit dem man sich frei durch die 3D-Landschaften bewegen kann. Unterbrochen wird der Spielfluss gelegentlich von einigen Gesprächen mit anderen Charakteren des Spiels – die allesamt in einem Manga-artigen Stil gehalten sind. Während der Kämpfe kann man sich mit einer immer verbessernden Waffe wehren, einer Reihe von Ketten, die vom Spieler über ein eigens eingeblendetes Menü gesteuert werden kann. Die Grafiken sind wirklich gut, und dank schneller Bild- und Perspektivwechsel wird man sehr schnell von der Atmosphäre eingenommen.

Wer nun bis hierher gelesen hat, und Interesse an diesem aufwendigen Fantasy-Abenteuer bekommen hat, dem wollen wir eventuelle Folgekosten auch nicht vorenthalten. Dass die Entwickler von Square Enix nicht für ihre kostengünstigen Rollenspiele bekannt sind, sollte jedem Liebhaber dieses Genres mittlerweile bekannt sein. Einer der beliebtesten Titel der Developer, Final Fantasy III, schlägt immerhin mit 13,99 Euro in der iPad-Variante zu Buche.

Auch in Drakerider kommen nach Beendigung des ersten Kapitels weitere Kosten auf den Spieler zu, sofern man das fünfteilige Spiel fortsetzen möchte. Jedes einzelne Kapitel (2 bis 6) kann zum Preis von 5,49 Euro erworben werden. Möchte man gleich das Gesamtpaket freischalten, werden satte 16,99 Euro fällig. Ebenfalls im Spiel aufgeführt sind einige optionale In-App-Käufe zwischen 2,99 und 9,99 Euro, die zur Erweiterung der eigenen Skills dienen.

Ob sich dieses Preismodell bei den Fans von Rollenspielen durchsetzen wird, wird die Zukunft zeigen. Immerhin ist es mit Drakerider möglich, das erste Kapitel des Abenteuers kostenlos anzuspielen, um für sich selbst feststellen zu können, ob man das Geld für weitere Inhalte ausgeben möchte. Im Vergleich zum allgemeinen Preisniveau im App Store ist Drakerider selbstverständlich im oberen Bereich – und als Vollversion daher wohl nur für wirkliche Rollenspiel-Fans interessant.

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Kommentare 9 Antworten

  1. Andererseits steht Square Enix für qualitativ absolut hochwertige RPGs. Spiele gerade Final Fantasy Dimensions und bin immer wieder begeistert, wie sehr einen die Atmosphäre gefangen nehmen kann!

  2. Squaresoft begeistert natürlich oft nicht die Mädchen, weil sie früher zumindest etwas frauenfeindlich waren, dessen Basis aber die japanische Kultur ist. Deshalb bleiben Chinesinnen oder Japanerinnen gerne z.B. in Europa, weil hier Frauen eher (auch nicht perfekt, aber viel besser als im asiatischem oder arabischem Raum) uns Männern gleichgestellter sind und mehr beachtet werden.
    Z.B. in Final Fantasy III (SNES in USA Version – nicht vergleichbar mit Nintendo DS oder iOS Version) ist eine Frau Königin eines Schlosses. Dies war ein Witz in Japan, was wir nicht verstanden.

    Den Preis finde ich nicht hoch, sogar unglaublich günstig. Final Fantasy III habe ich für iOS auch deshalb gerne gekauft, weil das ähnliche Spiel auf Nintendo DS (ohne Touch) 40€ oder mehr kostete. => Es sind nun einmal richtige Spiele, die nun einmal Einiges an Entwicklungskosten verursachten.

  3. Wichtig wäre auch noch zu bemerken, dass das Spiel recht hohe Hardwareanforderungen hat und erst ab dem iPhone 4 sowie dem iPad 2 läuft. Außerdem ist es nicht auf deutsch. Schade eigentlich.

    1. Die Originalsprache ist nun einmal japanisch. Dies wird oft in das Englische übersetzt, wodurch (wie es beim Übersetzen die Regel ist) es an Qualität verliert. Die Übersetzung in das Deutsche kommt allerdings oft aus der englischen Übersetzung. Dadurch potenzieren sich Übersetzungsfehler (also auch falsch übersetzte Stellen werden wegen falscher Übersetzung sogar „fälscher“ übersetzt – also Falsches wird in etwas noch abstruseres verwandelt). Von daher ist es doch besser das Englische zu lesen (japanisch ist doch zu anstrengend nur für Spiele zu lernen). Und man bildet sich auf nicht sehr mühevoller Art weiter und man bereitet sich vielleicht durchaus für berufliche Aufgaben vor (ich gehe davon aus, dass der, der Englisch nicht mag, nicht im Beruf ist oder keinen Zwang haben wird beruflich englisch zu können). Denn Englisch ist leider – ich persönlich bevorzuge spanisch, weil viel schöner – oft sehr wichtig und nach Oettingers Aussage „hangs all together“. 😉

      Wer Oettingers geniale englische Rede ohne einen einzigen Fehler sehen will, der kann es sich in Youtube anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=kuYBMCck2Rk

      Hm, das scheint nicht vollständig zu sein.
      Das Folgende ist zwar auch nicht vollständig, aber vollständiger und „hilfreichen“ Untertiteln:
      http://www.youtube.com/watch?v=-RrEQ8Ovw-Q

      1. Oh Gott. Oh Gott. Oh GOTT. nAls Liebhaberin der englischen Sprache kommt das Anhören dieses SO schlechten Deutsch-Englisch-Mischmaschs mit völlig falscher Betonung und einer vor Fehler strotzenden Aussprache der Erfahrung \\\“to have one\\\’s ears removed with a cheese grater\\\“ (John Cleese) gleich.

        1. Oettinger würde ich nicht unbedingt mit John Gleese vergleichen, aber ich finde diese Rede ziemlich genial, weil man kaum etwas versteht und wenn es von der Aussprache her verständlich ist, denkt man sehr oft „I think I spider“, da seine Sätze so dermaßen sinnlos sind und nur verständlich sind, wenn man alle einzelnen Wörter wortwörtlich übersetzt und von den 100 verschiedenen möglichen Übersetzung (wenn man Kontext komplett ignoriert wie der werte Herr Oettinger) die von ihm ausgesuchte Übersetzung auswählt (da hilft das Schulenglisch in gleichen Bundesland, weil man in der Schule nicht mit 100 verschiedenen kontextabhängigen Übersetzungen „verwirrt“ wird, da wir Gymnasiasten bekanntlich dumm sind und kontextabhängige Übersetzungen nicht verstehen könnten).
          Wie heißt es so schön? Über Baden lacht die Sonne und über Schwaben lacht die Welt! 🙂
          Oettinger sagt auch denn genialen Satz bezüglich Englisch „all hangs together“ (also alles ist zusammen erhängt 🙂 ).

          Übrigens Mel:
          Ich empfehle dir Spanisch zu lernen. Es ist auch nicht umsonst die zweite Fremdsprache VOR Englisch (Chinesisch ist vor Spanisch).
          Ich kenne nun mehrere Leute, die nach dem Lernen von Englisch mit Spanisch jetzt begeistert sind.
          Im Spanischen gibt es den lustigen Spruch „Mit Gott redet man auf Spanisch, mit den Frauen auf Französisch und mit den Pferden auf Deutsch.“. 😀 (Darunter sind zwei Muttersprachen von zwei Heimatländern. Also Exportland und Krisenland unter den PIGS-Staaten. 🙂 )

  4. Hmm… seltsam. Wollte es gerade runter laden, aber laut App-Store hatmein iPad 1 keinen Kreisel-Sensor und ist somit nicht kompatibel!?
    Wie gesagt: Seltsam.

  5. Für ein Spiel 15€ oder mehr zu verlangen finde ich vertretbar, aber dann noch Inapp-Käufe, die nicht etwa neuen Content bieten, sondern einfach Waffenupgrades o.ä. sind, anzubieten finde ich unverschämt. Solche Spiele werden von mir ignoriert.

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