iPhone gebraucht verkaufen: Preis ermitteln & aktuelle beliebte Smartphones

Was bekomme ich noch für mein gebrauchtes Gerät?

Im September dieses Jahres dürfte es wieder soweit sein: Apple wird auch in diesem Jahr eine neue iPhone-Generation vorstellen. Wer aktuell noch ein anderes Apple-Smartphone nutzt und umsteigen will, steht vor der Frage: Wohin mit dem Gebrauchten? Was kann ich für mein Gerät noch verlangen? Und wo sollte ich es am besten verkaufen?

Wer sein gebrauchtes iPhone nicht privat in der Familie oder bei Freunden loswerden kann oder möchte, sollte sich die Frage stellen, wo es am besten zu verkaufen ist. Denn es sind einige Faktoren ausschlaggebend, die den Wert des Gebrauchtgeräts bestimmen. Das Team von markt.de hat in Zusammenarbeit mit myhandycheck dazu Aspekte zusammengetragen, die den Marktpreis bestimmen, und listet zudem die aktuellen Secondhand-Verkaufswerte beliebter Smartphone-Modelle auf. Vor dem Verkauf ist daher wichtig zu wissen:


Smartphone-Alter und Zeitpunkt des Kaufs berücksichtigen

Natürlich erzielt ein älteres iPhone 6s ohne Garantie einen geringeren Erlös als ein sechs Monate altes iPhone 11 Pro Max – so viel dürfte jedem Nutzer klar sein. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Smartphone auf dem Markt ist, desto weniger wert ist es. Gerade in den ersten beiden Jahren verlieren die Geräte schnell an Wert. „Im Schnitt erhält man von professionellen Ankaufsplattformen zwei Jahren nach dem Release (herstellerabhängig) noch ca. 30 Prozent des UVP, während nach drei Jahren durchschnittlich nur noch 20 Prozent des UVP erzielt werden können. Allerdings werden die gleichen Smartphones von Zwischenhändlern dann häufig noch zu 60 Prozent des Neupreises oder mehr weiterverkauft. Höhere Preise erzielt man dementsprechend etwa beim Direktverkauf an Privatpersonen über Online-Marktplätze.“ Wer sein iPhone zu besseren Konditionen verkaufen möchte, sollte daher von professionellen Ankauf-Plattformen wie Rebuy und Co. Abstand nehmen und trotz des größeren Aufwands auf eBay Kleinanzeigen und weitere Portale setzen.

Technischen und optischen Zustand prüfen

Der Verkaufspreis wird auch davon beeinflusst, in welchem Zustand sich das Smartphone befindet. Lässt sich der Akku noch problemlos laden und ist dieser in gutem Zustand? Gibt es Kratzer oder Dellen, vielleicht sogar ein gesprungenes Display? Liegt die OVP und alles an originalem Zubehör bei? Funktioniert die Kamera, die Lautsprecher, die Ladebuchse, ist das aktuellste Betriebssystem installiert? Diese Aspekte sollte man vor dem Verkauf des Geräts prüfen, um so ein Angebot im bestmöglichen Zustand aufzugeben.

Marke bestimmt den Wertverlust

Apple-Nutzer haben es auf dem Gebrauchtmarkt noch am besten: Apple-Geräte sind die Spitzenreiter im langsamen Wertverlust, da die Nachfrage nach gebrauchten iPhones deutlich höher ausfällt als bei anderen Marken. „Eine Rolle spielen auch der langjährige Software-Support durch Apple sowie die hochwertige Verarbeitung“, berichtet markt.de. „Höher bepreist auf dem Gebrauchtmarkt sind ebenfalls etwa die neueren Samsung Galaxy S oder Google Pixel Smartphones. Generell gilt: Je höher die Nachfrage einer bestimmten Marke, desto höher ist auch der Handywert.“

Vorsicht bei Zustandsangabe auf Ankaufplattformen

Ist das iPhone in einem tadellosen Zustand, lassen sich auch bei professionellen Ankäufern noch hohe Preise erzielen. Trotzdem sollte man auch hier Vorsicht walten lassen und bei der Zustandsangabe ehrlich sein: Wird bei der eigentlichen Prüfung ein optischer oder technischer Mangel festgestellt, sinkt der Preis oft auf die Hälfte. „Selbst geringste Kratzer können dabei häufig zu einem Preisabschlag von über 50 Euro führen“, so markt.de. „Auf manchen Plattformen wird zudem nach Batteriezustand unterschieden, der etwa bei Android-Geräten nicht ohne weiteres ermittelbar ist. Ergibt die technische Prüfung einen spürbaren Akkulaufzeit-Verlust, sinkt der Preis nicht selten gleich auf null.“

Um einen groben Überblick über aktuelle Marktpreise zu bekommen, haben wir euch abschließend noch die von myhandycheck erstellte Tabelle mit Verkaufswerten beliebter Smartphone-Modelle (Juli 2020) eingebunden.

Pauschale Angaben sind schwierig zu treffen, da immer auch der individuelle Zustand, Abnutzung und Nachfrage der Modelle entscheidend sind. Einen ersten Hinweis kann die Tabelle aber geben, vor allem dann, wenn man plant, sich bald ein neues Modell zuzulegen.

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Kommentare 13 Antworten

      1. Bei absolut jedem. Ist eigentlich auch logisch. Angenommen ich verkaufe bei ebay das Gerät X für 300 €. 300 € ist der höchste je erzielte Preis für das Gerät. Im Schnitt liegen die Preise zwischen 250 und 290 €. Da glaubst du doch nicht, dass du von einem Zwischenhändler auch nur ansatzweise die 300 € bekommst. Die will der nämlich haben, wenn er es dir abgekauft hat. Natürlich kann er es nicht für 300 € abkaufen und gleich wieder für 300 € weiterverkaufen. Kann er schon aber er will sicher einen Gewinn erwirtschaften. Macht derjenige das nämlich gewerblich, muss er sogar eine Gewinnerzielungsabsicht haben. Also kann er dir gar nie soviel zahlen.

        1. Das ist vollkommen klar und richtig (nämlich dass die meisten Zwischenhändler von rebuy über clevertronic bis zu den Programmen die im Telekom Laden oder den Online Shops von z.B. OnePlus zu finden sind, viel weniger für den Ankauf bieten, als man im Verkauf bekommen kann). Aber diese Liste war ja gerade eine Indikation, was man raus holen kann, wenn man es über Ebay&Co verkauft… und da finde ich diese Preise recht präzise (nachdem ich dort gerade ein sehr schönes iPhone X von privat für 400 geschossen habe… aber vorher mich mit einem Phantomverkäufer herum schlagen musste – selber schuld, wenn man beim bieten nicht auf die Zahlungsmodalitäten achtet).
          Wenn ich richtig verstanden habe, zielt myhandycheck übrigens genau darauf – nämlich den Direktverkauf durch ein Testzertifikat zu verbessern, ohne dass dafür jemand zahlt. Wie die dann allerdings Geld verdienen wollen, weiss ich auch noch nicht.

  1. Wer bitte ist denn so „….“ und verkauft an einen Zwischenhändler? EBay Kleinanzeigen oder einfach mal hochhalten und rufen „zu verkaufen“ bringt mehr als bei einem Ankäufer. So eine Artikel, nee da fehlen mir echt die Worte!

    1. Ich empfehle: nochmal lesen und verstehen 😉 Denn das steht genau so in dem Artikel: „Wer sein iPhone zu besseren Konditionen verkaufen möchte, sollte daher von professionellen Ankauf-Plattformen wie Rebuy und Co. Abstand nehmen und trotz des größeren Aufwands auf eBay Kleinanzeigen und weitere Portale setzen“

      1. Aber so groß finde ich den Aufwand garnicht es privat zu verkaufen.
        Muss ja auch ne Bewertung des Gerätes abgeben, sogar meine Daten etc. hinterlegen, das Angebot prüfen und das Gerät verschicken.
        Bei EK muss man prinzipiell das gleiche machen. Eventuell muss man sich da mit „letzter Preis“ rumschlagen, aber aufwandstechnisch manchmal sogar einfacher, weil die Geräte so beliebt sind, dass das sogar abgeholt wird 🙂

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