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Jackery FridgeGuard: Eine Powerbank für den Kühlschrank

Nur 5 Zentimeter dick

Jackery FridgeGuard mit Zusatz-Akku neben einem Kühlschrank

In München findet in dieser Woche mit der Intersolar eine bedeutende Solarmesse in Europa statt. In den USA hat Jackery quasi gleichzeitig ein neues Produkt vorgestellt, das wohl zunächst auch nur dort verkauft wird. Der Jackery FridgeGuard kostet 799 US-Dollar und soll ein konkretes Problem lösen.

Der 10,4 Kilogramm schwere und nur rund 5 Zentimeter dicke Akku hat eine Kapazität von 1.024 Wattstunden und soll innerhalb von nur 10 Millisekunden einspringen können, wenn die eigentliche Stromversorgung des Kühlschranks (oder anderer elektrischer Geräte) unterbrochen wird.


Mit einem Zusatzakku kann die Kapazität auf 2.048 Wattstunden erhöht werden. Es sind 800 Watt dauerhafte Ausgangsleistung vorhanden, kurzzeitig können bis zu 1.600 Watt zum Starten von Geräten abgerufen werden. Neben einer Aufladung aus dem Netz können mit Hilfe eines Adapters auch Solarmodule verwendet werden.

Jackery FridgeGuard auf einem geöffneten Kühlschrank

Jackery FridgeGuard hat in Deutschland zwei Probleme

Auch wenn der Formfaktor der Akkus sicherlich interessant ist, sehe ich für einen möglichen Start des Jackery FridgeGuard in Deutschland zwei Probleme.

Da wären zunächst einmal die modernen Kühlschränke. Bleiben sie geschlossen, bleiben sie selbst ohne Stromversorgung über einen langen Zeitraum hinweg kühl. Fällt mal für ein paar Stunden der Strom aus, ist das üblicherweise kein Problem. In diesem Fall darf man den Kühlschrank natürlich nicht alle paar Minuten öffnen, um nachzusehen, ob das Licht wieder angeht.

Und dann sind wir halt in Deutschland. Laut der Bundesnetzagentur fällt der Strom in Deutschland weniger als 15 Minuten pro Jahr und Haushalt aus. Ein durchschnittlicher Haushalt ist 99,99 Prozent des Jahres mit Strom versorgt.

Natürlich kann es durch Unwetter und Baggerarbeiten tatsächlich mal zu eurem Stromausfall kommen, der länger dauert. Aber benötigt man für diese Zwecke einen speziell für Kühlschränke gedachten Akku für weit über 700 Euro? Da habe ich doch schon meine Zweifel. Schreibt gerne mal in die Kommentare, wie ihr die Sache seht.

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Fabian
Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 9 Antworten

  1. Naja, das wird vielleicht dann relevant, wenn Medikamente aufbewahrt werden müssen. Insulin wär so ein Beispiel. Aber ja, eher nicht für die Masse, auch wenn die Zahl der an Diabetes erkrankten gar nicht so klein ist.

  2. Nach den verursachten Stromausfällen in Berlin, habe ich mit ner Powerstation vorgesorgt, an der neben Kühlschrank auch NAS und Router hängen, die bei Bedarf kontrolliert runter gefahren werden können. So einen massiven Ausfall, über mehrere Tage, bekommt man aber weder mit 1 noch mit 2kW/h überbrückt.

  3. Der Usecase liegt wohl sicherlich in Ländern wie USA, wo jeder Bürger durchschnittlich 480 Min ohne Strom…. Wobei diese an den Küsten höher ist, alleine in Houston liegt der Durchschnitt im Jahr bei mehr als 24 Stunden/Jahr. Der überwiegende Teil der Leitungen ist überirdisch und auf Holzpfählen montiert, inkl unzähliger Kleinsttransformatoren.

        1. Wollte erst für die Woche schreiben, hab dann Monat genommen und es zu spät bemerkt… dachte, keiner rechnet nach 😂 Ps.: Ne Bearbeitungs-Funktion (evtl. mit Historie) wäre hilfreich

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